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Modell: Dornier Do 27
Hersteller: Huma
Maßstab: 1/72
ArtNr.: 2510
Teile: 1 Spritzling mit 32 grauen Teilen, 1 Spritzling mit 5 Klarsichtteilen, eine Anleitung und einen Bogen mit Decals für 6 verschiedene Versionen
Preis: Zur Zeit nicht mehr ermittelbar

Das Original:

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges hatten die Besatzungsmächte Deutschland den Bau von Flugzeugen verboten. Große deutsche Flugzeugkonstrukteure wie Heinkel, Messerschmitt und Dornier, gründeten deshalb Zweigunternehmen im Ausland, um weiterhin Flugzeugbau betreiben zu können.
Claudius Dornier entschied sich für Spanien und entwarf dort die Do 25. Aus ihr wurde die Do 27, ein Hochdecker in Ganzmetallbauweise, entwickelt, als leichtes STOL-Transport- und Verbindungsflugzeug, sowohl geeignet für militärische, als auch für zivile Zwecke.
Herausragende Merkmale der Do 27 sind die über die ganze Spannweite reichenden Vorflügel sowie geschlitzte Querruder und Landeklappen, die dem Flugzeug außergewöhnliche Flugeigenschaften geben. Die Do 27 besitzt eine sehr gute Manövrierfähigkeit bei niedrigen Geschwindigkeiten und kann auf Grund ihrer guten STOL-Eigenschaften von unbefestigten Plätzen auf kürzester Strecke starten. Das robuste, starre und vom Rumpf leicht abgespreizte Fahrwerk, gibt hierfür die nötige Sicherheit.
Die Produktion erfolgte ab 1956 in dem neu eröffneten Dornier-Werk in Oberpfaffenhofen, Deutschland. Damit war die Do 27 das erste Flugzeug deutscher Konstruktion, das nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland in Großserie produziert wurde. Die Bundeswehr bestellte 428 Do 27 A als Verbindungs- und Beobachtungsflugzeuge. Einige Maschinen dieses Musters wurden mit einer Doppelsteuerung ausgerüstet und erhielten die Bezeichnung Do 27 S. Sie dienten in erster Linie zur Schulung von Flugzeugführern, fanden in der Luftwaffe aber auch als Verbindungsflugzeuge für mittlere Strecken Verwendung. Alle B-Modelle unterscheiden sich zu den A-Modellen in der Doppelsteuerung für den Copiloten und der Doppelbremse. Allerdings wurden viel A-Modelle im Laufe der Jahre umgerüstet, ohne die Baureihenbezeichnung zu ändern.
Dornier stellte 1965 die Produktion der Do 27 ein, da für Nachfolgemuster (DO 28, 28D und Skyservant) freie Kapazitäten geschaffen werden mussten.

Techn. Daten:
Spannweite: 12,00 m
Länge/ Höhe: 9,60/ 2,80 m
Leistung: ca. 275 PS
Reise-/ Höchstgeschwindigkeit: 175-210 km/h / ca. 300 km/h
Besatzung/ Passagiere: 1-2/ 3-5
Reichweite: ca. 820 km
Leergewicht/ max. Startgewicht: 1020 kg / ca. 1700 kg

Quelle: Lexikon der Flugzeuge

Das Modell:


Nach dem Öffnen der ansprechend gestalteten Verpackung mit dem farbig gezeichneten Bild des Flugzeuges ist man überrascht aus wie vielen Teilen doch der Bausatz besteht, um nicht zu sagen, dass er sehr spartanisch erscheint: Ein einzelner in hellgrauem Kunststoff ausgeführter Spritzling mit den Teilen sowie einem aus transparentem Material für die Verglasung des Flugzeuges.


Neben diesen Gießästen ist noch eine etwas mehr als DIN A4 große Bauanleitung und ein Decalbogen für insgesamt 6 verschiedene Versionen (drei deutsche und jeweils eine portugiesische, israelische und spanische).


Der Bausatz selbst ist, wie bereits erwähnt, nur ein einziger Spritzling, auf dem sich alle Teile finden, incl. der sehr spärlichen Inneneinrichtung. Ein Instrumentenbrett ist ebenso wenig vorhanden, wie die Darstellung eines Motors. Viele der Bauteile haben Fischhäute und bedürfen beim Bau sicher Nacharbeiten. Die Klarsichtteile sind ohne Angüsse, haben aber durch die gemeinsame Verpackung mit dem anderen Giesast ein paar Spuren erhalten, die auspoliert werden müssen.



Das Fazit:


Alles in Allem kann man sagen, dass dieser Bausatz nur etwas für Sammler und Modellbauer mit weitergehenden Kenntnissen für Nischenbausätze ist. Daher ist der Bausatz nur
BEDINGT EMPFEHLENSWERT