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Zerstörer der Tachibana-Klasse "Hatsuzakura"


Hersteller: Pit-Road
Artikelnummer: W78
Maßstab: 1/700
Preis: 13,50 € (NNT Modell + Buch)
Historischer Hintergrund

Die Tachibana-Klasse stellte eine - unter ökologischen Gesichtspunkten gesehen - Weiterentwicklung der Matsu-Klasse dar und stellte damit die 4. und letzte im Krieg gebaute Zerstörerserie dar. Von der Größe her oftmals mit den amerikanischen Eskortzerstörern gleichgesetzt, stellte diese Klasse mit ihrer schweren Bewaffnung von 127-mm-Geschützen und den gefürchteten Long-Lance-Torpedos und einer Tonnage von über 1000 Tonnen einen richtige Zerstörer dar. Lediglich die Geschwindigkeit von knapp 28 Knoten - hervorgerufen durch eine Kesselgruppe, die aus Sicherheitsgründen von der Maschinenanlage getrennt war - passte nicht zu ihrer Größe. Tatsächlich war sie aber für die meisten Aufgaben dieser Zeit mehr als ausreichend bestückt. Die Einheiten der Tachibana-Klasse waren gegen Kriegsende fast ausschließlich in der Inlandsee im Eskortdienst tätig, teilweise auch als Minenräumer. Und unüblich von allen anderen Schiffsklasse der Kaiserlich japanischen Marine überlebten von 14 gebauten Einheiten stolze 12, wenn auch teilweise desarmiert und getarnt.
"Hatsuzakura" wurde am 28. Mai 1945 als drittletztes Schiff in Dienst gestellt. Nach wenigen Trainingsfahrten bei der 11. Zerstörerflottille wurden die Fahrten am 15. August eingestellt, das Schiff in Yokosuka festgemacht. Am 27. August brachte sie die Mitglieder der japanischen Kapitulationsdelegation zum amerikanischen Schlachtschiff "Missouri". Am 15. September wurde sie entgültig aus dem Bestand der Marine gestrichen und übernahm Rückführungsfahrten japanischer Soldaten zu den japanischen Hauptinseln.
Am 29. Juli 1947 wurde das Schiff an die Sowjetunion übergeben und später als "TSL.24" für Versuchsfahrten eingesetzt.
technische Daten
Einheiten

    Azusa, Enoki, Hagi, Hatsuyume, Hatsuzakura, Hishi, Kaba, Kaki, Katsura, Kusunoki, Kuzu, Nashi, Nire, Odake, Sakaki, Shii, Sumire, Tachibana, Tochi, Tsuta, Wakazakura, Yadake, Yaezakura

Abmessungen

    Länge 100,0 m x Breite 9,35 m x Tiefgang 3,37 m

Verdrängung

    Standardverdrängung 1289 Tonnen, Maximalverdrängung 1555 Tonnen

Antrieb

    2 Kessel, 2 Turbinen mit zusammen 19000 PS, Antrieb über 2 Wellen, Geschwindigkeit 27,8 Knoten

Bewaffnung

    3* 127 mm L/40 in 1 Einzel- und 1 Zwillingsgeschütz
    4* 25 mm in Zwillingsgeschützen (später bis zu 24* Rohre)
    4* Torpedorohre 610 mm in 1 Vierlingssatz
    60 Wasserbomben

Die Arbeiten an Azusa, Hishi, Katsura, Kuzu, Sakaki, Tochi, Wakazakura, Yadake und Yaezakura wurden vor Fertigstellung eingestellt.

Der Bausatz


Mit diesem Kit erlaubt Pit-Road den Bau der drei letzten Einheiten der Tachiubana-Klasse "Hatsuzakura", "Kaba" und "Hatsuume" in ihren Konfigurationen gegen Kriegsende und als demobilisertes Schiff. Zwei relativ kleine Gussäste befinden sich eingetütet im Karton und weisen eine selbst für Pit-Road-Verhältnisse eine unglaubliche Detailfülle auf, an denen sich ruhig manch Resin-Hersteller orientieren könnten.

Die Bauanleitung

Die Anleitung ist typisch vorwiegend in japanisch gehalten. Lediglich der historische Hintergrund und die Überschriften sind zusätzlich in Englisch gehalten. Für den größten Teil ist dies ausreichend, für schiffstypische Details absolut unbefriedigend. Wann beispielsweise Schiffsnamen angebracht wurden, wird nur auf Japanisch erklärt.

Die Decals

Der Decalsheet beinhalten die Markierungen für die drei oben genannten Schiffe. Auch die kleinen Zeichen sind gut lesbar, ein Versatz exisitert nicht.

Die Details

Ast A mit dem Rumpf. Dieser ist hervorragend detailiert. Gussfehler findet man nicht, die Seitenwände sind gleich stark. Aber: Wer soll DAS bitte Abkleben? Die Hälfte der Teile dieses Astes wird allerdings nicht verwendet. Dies trifft vor allem auf verschiedene Aufbauten zu.


Ast B bringt die kleinen Details an das Schiff.

Fazit
Vorteile

Nachteile

In Worten

Wer über Literatur verfügt, der kann mit diesem Kit glücklich werden. Bereits aus dem Kasten bietet die Detailierung die Möglichkeit, ein super Modell zu erstellen. Mit Verwendung von Ätzteilen - hier vor allem Reling und Radarantennen - sollte dann fast das Optimum des derzeit Machbaren erreichbar sein. Bliebe als Nachteil die in Detailfragen ungenügende Bauanleitung, die eine hervorragende Literatur erfordert.

uneingeschränkt empfehlenswert