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USS Massachusetts-Spezial

 

Schlachtschiff Massachusetts

Das Schlachtschiff USS Massachusetts gehörte zu den sechs amerikanischen Schlachtschiffen, die im Rahmen der Flottenverträge zwischen den Weltkriegen geplant wurden. Innerhalb dieser Verträge waren 35 000 ts Standardverdränung und 35,6 cm-Geschütze erlaubt. Da die japanische Regierung die Kaliberobergrenze nicht akzeptierte, nutzte die US-Regierung eine Ausstiegsklausel im Londoner Flottenvertrag und lies die Schiffe mit 40,6 cm-Geschützen ausrüsten. Die erste Klasse, die Rahmen der Flottenverträge gebaut wurde, die North Carolina-Klasse, wurde auch schon mit 40,6 cm-Geschützen ausgerüstet, war aber nur gegen 35,6 cm-Geschütze gepanzert.

Die South Dakota-Klasse war gegen 40,6 cm-Geschütze gepanzert. Um dies innerhalb der erlaubten Tonnagegrenzen erreichen zu können, wurde der Rumpf im Vergleich zur Vorgängerklasse deutlich gekürzt. Der gepanzerte Bereich (Zitadelle) wurde ebenfalls gekürzt, so dass die Schiffe sehr beengt ausfielen. Die Panzerung konnte so verstärkt werden, was u.a. auch durch das Schrägstellen des Seitenpanzers erreicht wurde. Um trotz des geringeren Längen-Breiten-Verhältnis die Geschwindigkeit hoch zu halten, mussten stärkere Maschinen eingebaut werden.

Massachusetts ist 207,3 m lang, 33 m breit und verdrängte voll beladen 44 519 ts. Die vier Dampfturbinen-Turbinensätze und acht Kessel leisteten 130 000 PS, womit 27,5 kn erreicht wurden. Die Bewaffnung bestand 1946 aus neun 40,6 cm-Geschützen (drei Drillingstürme), 20 12,7 cm-Geschützen (zehn Zwillingstürme), 52 4 cm-Flak (13 Vierlinge), 26 2 cm-Flak sowie drei Bordflugzeuge.

Massachusetts wurde von 1939-42 von Bethlehem in Quincy gebaut. Sie erhielt für ihre Einsätze im Zweiten Weltkrieg 11 Battle Stars. 1947 wurde sie außer Dienst gestellt, 1962 aus der Liste der Marineschiffe gestrichen. Seit 1965 ist sie Museumsschiff in Fall River.

Die Massachusetts wurde im Oktober 2011 von Lutz fotografiert:

Teil 2 Innenansichten

Lutz (Fotos)

Lars (Text)