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Tipps & Tricks für historische Segler

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Materialliste: Benötigt werden: - eine Packung weiße mehrlagige Papierservietten - eine Tasse kalter Kaffee - ein durchsichtiger Plastikbecher - ein Stück Holz zum Rühren - Leitungswasser - irgendein Tesa-Tape oder ähnliches - schnellhärtender Holzleim - ein spitzer Bleistift - eine scharfe Schere - schwarzer und naturfarbener Zwirn oder Tarkelgarn. - normaler, transparenter Alleskleber oder Sekundenkleber - Wäscheleine zum Trocknen - ungarischer Stahlhelm oder anderes passendes Forminstrument. - graue und schwarze Farbe. - ein breiter Bostenpinsel und ein feiner Haarpinsel
Sonntag, 14. Oktober 2007
Ich möchte hier meine "Tiffany-Kupfertape-Methode" zum Anbringen der Kupferplatten am Unterwasserschiff historischer Segler vorstellen. Zeigen werde ich das am Modell der Santisima-Trinidad von OcCre. Die käuflichen Kupferplatten gefallen mir nicht besonders, da die Nagelköpfe zu groß sind und es ziemlich aufwändig ist, diese Platten anzukleben. Wenn man in Mondfelds Buch sieht, mit wie vielen Nägeln die Kupferplatten angeschlagen waren, dann dürfte von diesen im Maßstab 1/90 nicht mehr sehr viel zu sehen sein. Das gilt auch für die Überlappungen der Kupferplatten. Also lasse ich beides weg. Deshalb habe ich mir überlegt, wie ich einigermaßen gut aussehende Kupferplatten anbringen kann. Es gibt für den Bau von Tiffanylampen selbstklebende Kupferfolien in sehr vielen Breiten. Sowas findet man in den Tiffanyshops im Internet. Ich benutze hier 6,4mm. Etwas zu breit für mein Modell, aber ok so, denke ich. Ob es besser ist, vor dem Bekleben zu lackieren oder direkt auf Holz/Spachtel zu kleben, weiß ich nicht. Die Folie klebt sehr gut, aber Langzeiterfahrungen in diesem Falle habe ich nicht. Wichtig ist, das der Rumpf sehr glatt und staubfrei (absaugen) ist, da man Unregelmäßigkeiten später sonst in dem Kupfer sehen würde. So sehen die Rollen mit der Kupferfolie aus.
Sonntag, 15. April 2007
Im folgenden Bericht zeige ich den Aufbau einer recht komfortablen Maschine zum Kleiden von Tauen für historische Segelschiffe. Es gibt sicher attraktivere Lösungen; ich habe mich aber bemüht die Kosten so gering wie möglich zu halten. Jetzt erst mal eine Auflistung der benötigten Teile und die Preise die ich dafür ermittelt habe. Hierzu war ich in meinem Lieblingsbaumarkt - in dem einem auf den Backen gehauen wird wenn man lauthals herumstänkert (Hand drauf :-) ). Teileliste Aluminiumprofile: 1 Winkelprofil 20mm x 20mm x 1m 3,50 Euro 2 Rohre d=8mm x 1m 3,60 Euro 1 Holzlatte gehobelt 45mm x 25mm x 2m 2,00 Euro 1 Buchebrett (Leimholz) 80cm x 20cm x 19mm 3,50 Euro 1 Fichtebrett (Leimholz) 80cm x 20cm x 19mm 2,00 Euro (alternativ) 1 Messingprofil d=1mm x 1m 0,50 Euro 2 Bockrollen d=15mm 1,30 Euro 2 Gummis Summe (mit Buchenbrett) 14,40 Euro Summe (mit Fichtenbrett) 12,90 Euro Hinzu kommen jetzt noch 6 Kugellager. Wenn jemand alte Inliner mit ABEC-Lagern besitzt und nicht mehr benutzt, kann er es wie ich machen und von diesen die Kugellager nehmen. Wenn nicht, muss man sich welche besorgen (neu oder im Bekanntenkreis). Ich habe bei einer sehr bekannten Online-Auktion ABEC-5 Lager gesehen, 16 Stück zu 9,95 Euro + Versand. Verbindungsmaterialien wie Schrauben, Leim etc. liste ich nicht auf. Hier muss jeder sehen, was verwendet oder wie er was am Besten verbindet. Einziges Werkzeug, das ich vorraussetze, ist ein 22er Försterbohrer zum Versenken der Kugellager.
Montag, 12. Februar 2007
Die Planken historischer Segelschiffe waren übwerwiegend mit Holzdübeln an den Rumpfspanten befestigt. Um diese in größeren Maßstäben markanten Details an Schiffsmodellen wiederzugeben stellt man Holzdübel bis 1mm am Besten durch Ziehen her. Ein Zieheisen kann man kaufen (vermutlich nicht billig) oder man stellt es selbst her: Ausgangsmaterial zur Herstellung des Zieheisens ist ein altes Metallsägeblatt; wenn man kein altes hat, verwendet man eben ein neues. Dann bohrt man eine Reihe Löcher mit abgestuften Durchmessern alle 0,1mm von 1mm aufwärts bis 2mm oder 2,5mm, je nach Ausgangmaterial der zukünftigen Dübel. Der sich beim Bohren ergebende Grat wird nicht entfernt da er die Bohrlöcher erst richtig scharf macht.
Samstag, 03. Februar 2007
Hier soll schrittweise der allgemeine Aufbau einer Vollschiffstakelage gezeigt werden. Erst folgt eine allgemeine, kurze Übersicht über die Elemente der Takelage, danach die Abbildungen mit weiteren Erläuterungen. Vollschiffe sind Rahsegler, d.h. sie besitzen an allen Masten Quersegel. Daneben besitzen sie ein Gaffelsegel (den Besan), und an den Stagen können Schratsegel (Segel, die in der Längsachse des Schiffs stehen) gesetzt werden. Die Hauptbestandteile einer Vollschiffstakelage sind 1. die RUNDHÖLZER. Das, was gemeinhin in seiner Gesamtheit als Mast bezeichnet wird, besteht meist aus drei verschiedenen Rundhölzern: dem Untermast, der daran befestigten und ihn verlängernden Marsstenge und einer weiteren Verlängerung, der Bramstenge. Jedes dieser Mastsegmente trägt eine Rahe. An diesen werden die Quersegel befestigt, welche das eigentliche Antriebsmittel des Vollschiffs sind. Das Bugspriet hat eine wichtige stützende Funktion für die gesamte Takelage, denn die Spieren sind untereinander und mit dem Rumpf durch ein System aus starken Tauen verbunden, das 2. wichtige Element der Takelage, das sogenannte STEHENDE GUT. Das ist die Sammelbezeichnung für die Wanten und Pardunen, welche Masten und Stengen zur Seite hin abstützen, und den Stagen, welche die Masten und Stengen in der Längsrichtung stützen, sowohl nach hinten als auch nach vorn. Wenn z.B. das Bugspriet abbräche, hätte der Fockmast, der mit ihm durch Stage verbunden ist, keinen Halt mehr nach vorn, das ganze Stabilisierungssystem des stehenden Gutes wäre geschwächt und der ganze Rest der Takelage in Gefahr. Ein weiteres Element sind 3. die SEGEL, die in Quer- oder Rahsegel und in Längs- oder Schratsegel eingeteilt werden. Beim Vollschiff sind bilden die Rahsegel den Hauptteil der Segelfläche. 4. Bestandteil ist das LAUFENDE GUT, also jenes Tauwerk, das im Gegensatz zum bereits erwähnten beweglich ist und der Bedienung der Takelage dient. An dieser Stelle soll nur beispielhaft das wichtigste laufende Gut genannt werdem: Mit den Fallen können die Rahen vertikal auf und nieder bewegt werden, Brassen dienen dazu, die Rahen in der horizontalen Ebene zu schwenken, mit den Schoten werden die Segel an ihren unteren Ecken bedient. Mit den Bulinen werden die Segel luvwärtig nach vorn gestrafft. Auf der folgenden Reihe von Abbildungen sind Kriegsschiffe verschiedener Ränge aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts zu sehen. Anhand der Darstellungen kann man gut nachvollziehen, in welchen Schritten ein Schiff aufgetakelt wurde; nur das schwierige Einsetzen der Untermasten, was mit Hilfe eines Kranes und / oder einer Masthulk stattfand, ist hier schon vorausgegangen.
Freitag, 15. September 2006
Das hier beschriebene Verfahren zum Ersetzen der fertig gespritzten Wantenspanner hat Joachim (Modellboard-Nick FSC_Zombie) beim Bau seiner römischen Trireme angewandt. Möchte man die Wantenspanner selbst herstellen, steht man vor der Frage, ob man die Doppelblöcke der fertig gegossenen Wantenspanner nimmt oder die im Baukasten extra beigelegten Blöcke. Die Blöcke sind ein wenig kleiner und haben einen heftigen Gußverzug, der nur durch viel Mühe und Zeit wegzuschleifen ist. Alternativ kann man Blöcke aus Holz oder Plastik zukaufen. Für mein Modell habe ich die Originalbauteile verwendet. Zuerst werden die Originalbauteile zerschnitten.
Sonntag, 04. Juni 2006
Das hier beschriebene Verfahren hat Joachim (Modellboard-Nick FSC_Zombie) beim Bau seiner römischen Trireme entwickelt. Da ich mit den anderen Techniken, Taklings herzustellen, bisher nicht klarkomme, hab ich mir eine eigene ausgedacht, die meiner Ansicht nach, gar nicht so schlecht aussieht. Alles was man dazu braucht ist der Takelagestrick so wie einen dünneren Strick in derselben Farbe, ein Schaschlikspießer oder Zahnstocher, scharfes Messer und Sekundenkleber und Ponal (Holzkleber)mit Wasser verdünnt ca 1:1 bis max 1:2. Den Takelagestrick hab ich aus der Kurzwarenabteilung von Karstadt, da mir dessen Farbe einfach gefiel. Spleißt man ihn auf, erhält man 3 Dünnere, die ich zum Takling nutze.
Sonntag, 04. Juni 2006
National- und Kommandoflaggen der britischen Royal Navy des 17./18. Jhd. Das 17. Jhd. ist einer der wichtigsten Zeiträume für die Entwicklung von National- und Kommandoflaggen der britischen Royal Navy. Durch die Krönung des schottischen Königs James VI zum englischen König James I im Jahre 1606 wurden die Königreiche England und Schottland vereinigt. Der Union Jack wurde als Nationalflagge eingeführt. Union Jack Der Union Jack ist die Kombination des englischen Georgskreuzes (rot auf weißem Grund) und des schottischen Andreaskreuzes (weiß auf blauem Grund). Laut königlicher Proklamation war diese Flagge am Großtop zu führen. Zusätzlich hatten englische Schiffe das Georgskreuz, schottische das Andreaskreuz am Vormast zu setzen. Die Anordnung galt sowohl für die Kriegsmarine als auch für die Handelsflotte. Die Unionsflagge war in Schottland unbeliebt, da das Georgskreuz über das Andreaskreuz gelegt wurde. Es gab eine inoffizielle schottische Variante mit umgekehrter Reihenfolge. Die Flaggen waren quadratischer als die moderne Form, das Seitenverhältnis war 4:3. Mit der Einführung des Sprietmasts wurde der Union Jack auch dort gesetzt. Nach der Sprietmastperiode wanderte der Union Jack zur Gösch am Eselshaupt. Die Flagge wurde dort aber nur bei Ankerliegern gesetzt, nicht in Fahrt. 1634 gab es eine neue Proklamation, nach der der Union Jack ausschließlich der Kriegsmarine vorbehalten bleibt. Handelsschiffe haben Georgs- oder Andreaskreuz zu zeigen. Eine Ausnahme bilden Handelsschiffe im königlichen Dienst. Die Proklamation wurde 1661 und 1666 bestätigt. Im Jahre 1801 wurde Irland dem Vereinigten Königreich einverleibt und der Union Jack erhielt seine heutige Form.
Dienstag, 16. Mai 2006