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Lars Scharff

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Modell: USSR Navy Kalinin Battle Cruiser Hersteller: Trumpeter Maßstab: 1/700 Art. Nr.: 05709 Material: Spritzguß Preis: 18,95 € Original Der Schwere Atom-getriebene Raketenkreuzer Kalinin ist das dritte Schiff der Kirov-Klasse (Projekt 1144), die im Westen meist als Schlachtkreuzer bezeichnet wird. Diese Kreuzer sind die größten Kampfschiffe ausgenommen von Flugzeugträgern, die seit dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurden. Die Kirov-Klasse ist zur Bekämpfung von Schiffen ausgelegt, wofür sie 20 Granit-SSM mitführt. Daneben verfügt sie eine Luftabwehr bestehend aus weitreichenden Rif-SAM und verschiedenen Nahbereichsabwehrwaffen, sowie U-Jagdwaffen zur Eigenverteidigung. Die einzelnen Schiffe unterscheiden sich deutlich, was durch lange Bauzeit von 1973-98 (!) der Klasse bedingt ist, so dass bei den einzelnen Schiffen jeweils die modernsten Systeme eingebaut wurden. Kalinin hat wie die Schwesterschiffe Frunze (später Admiral Lazerev) und Pyotr Velikiy (ex Yuri Andropov) einen 13 cm Zwilling, während Kirov (später Admiral Ushakov) zwei 10 cm Türme hat. Kalinin hat als erstes Schiff der Kirov-Klasse den Top Plate (Fregat)-Radar auf dem "Hauptmast" und das Kashtan-CIWS-System, verfügt aber im Gegensatz zum jüngsten Schiff, der Pyotr Velikiy, noch nicht über das Kynshal -SAM-System und das dazu gehörige Cross Swords-Feuerleitgerät – auch wenn Platz für diese vorhanden ist. Ein weiterer Unterschied zur Pyotr Velikiy sind die zwei Top Dome-Feuerleitgeräte für die Rif-SAM, während Pyotr Velikiy ein Tomb Stone vorne und einen Top Dome achtern hat. Bei Pyotr Velikiy fehlen auch die beiden Osa-SAM-Starter vor der Brücke. Daneben gibt es noch andere Unterschiede bei den Aufbauten und der Elektronik. Von dieser Klasse ist nur noch Pyotr Velikiy in Dienst, während Admiral Ushakov (ex Kirov) zum Verschrotten verkauft wurde und Admiral Lazarev (ex Frunze) und Admiral Nakhimov (ex Kalinin) inaktiv sind. Kalinin ist 252 m lang und 28,5 m breit. Sie verdrängt 26 190 t voll beladen (nach anderen Angaben 26 396 t) und hat einen Tiefgang von 10,3 m (nach anderen Angaben 9,1 m). Der Antrieb besteht aus zwei Atomreaktoren mit 300 MW und zwei öl-befeuerten Kesseln zusätzlich für die Höchstgeschwindigkeit von 32 kn. Bewaffnung Kalinin/Admiral Nakhimov 2 x 13 cm L/70 (ein Zwillingsturm) 12 x 3 cm (sechs Zwillinge, Teil des Kashtan-CIWS-Systems, kombiniert mit Vierfach-Startern) 20 x 3M 45 Granit-SSM (SS-N-19 Shipwreck) 96 x S-300F Rif-SAM (SA-N-6 Grumble, zwölf Senkrechtstarter) 40 x Osa-MA-SAM (SA-N-4 Gecko, zwei Zwillingsstarter) 192 Kashtan-SAM (sechs Vierfach-Starter, Teil des Kashtan-CIWS-Systems, kombiniert mit 3 cm-Zwilling) 1 x RBU-12000-Zehnfach-Ujagd-Starter (102 Raketen) 2 x RBU-1000-Sechsfach-Ujagd-Starter (40 Raketen) 10 x 53,3 cm Torpedorohre (zwei Fünflinge, für Torpedos und Vodopad-NK-Ujagd-Raketen) 3 x Kamov Ka-27-Bordhubschrauber (Helix) Kalinin wurde von 1983-1988 auf der Baltischen Werft 189 in Leningrad (heute St.Petersburg) gebaut und ist von Anfang an Teil der Nordflotte. 1992 wurde sie in Admiral Nakhimov umbenannt. Trotz einer Nachrüstung 1994 ist Admiral Nakhimov ab ca. 1997 in Severomorsk inaktiv. Der aktuelle Status ist mir unbekannt. Bausatz Trumpeter hat in Kooperation mit Pit-Road die vier Schiffe der Kirov-Klasse herausgebracht, wobei die Unterschiede zwischen den Schiffen meines Wissens berücksichtigt wurden. Ich habe allerdings nur den Bausatz der Kalinin, der aber viele nicht notwendige Teile enthält, die z.B. für die Kirov/Admiral Ushakov bzw. die Pyotr Velikiy nötig sind. Wahlweise kann eine Wasserlinieversion oder mit Vollrumpf gebaut werden. Der Bausatz ist gut detailliert und gibt die Proportionen der Klasse gut wieder. Der Bau ist teilweise etwas problematisch, z.B. insbesondere bei den Verbindungsstellen der Decksteile und bei den Verkleidungen der Aufbauten, aber auch bei der Deckskante und der Wasserlinienplatte, wo umfangreiche Spachtelarbeiten notwendig sind. Ansonsten ist die Passgenauigkeit gut. Ich habe diverse Teile aus dem "Modern Soviet Cruiser/Destroyer Set" von Gold Medal Models (GMM) verwendet: der Top Pair-Radar, den Ausleger des Fock-Turmmasts, die Ausleger des "Großmasts", die Radar-Antenne des Pop Group-Feuerleitgeräts für die Osa-SAM, Peilantennen und Teile für die Kräne. Diese Teil sind eigentlich leicht verarbeitbar, wobei das Set aber nicht für mehrere Schiffe reicht. ABER: die beiden Antennen des Top-Pair-Radars sitzen zu weit auseinander. Dies habe ich leider erst nach dem Zusammenbau bemerkt, weshalb ich alles noch einmal auseinanderbauen musste. Es ist notwendig die Halterung für die vordere Top Sail-Antenne von Teil 1 abzuschneiden und weiter hinten direkt an die Halterung für die hintere Big Net-Antenne zu kleben. Der Ausleger des Fock-Turmmasts ist eine Gitterstruktur, die GMM gut darstellt. Nur passt sie nicht an den Mast, so dass man die Schräge an den Klebestelle korrigieren muss. Bei mir musste eine Ladung Kleber diese Korrektur übernehmen – was natürlich eine vollkommen suboptimale Lösung ist. Der Umfang der Veränderungen gegenüber dem Bausatz, den ich vorgenommen habe, ist gering. Das Top Plate-Radar sitzt nicht direkt auf der Plattform F24, sondern auf einer erhöhten runden Plattform. Diese habe ich aus Plastikplatten selbst hergestellt. Die angedeuteten Gitterstrukturen an der Plattform F24 habe ich abgeschnitten und durch GMM-Teile ersetzt. Verwendet habe ich für die achteren drei Teile die kurze Variante, während ich das vordere Teil weggelassen habe, da es bei Kalinin nicht vorhanden war. Dazu habe ich die Anordnung der Rettungsinsel nach Originalphotos modifiziert und bei den Top Dome-Feuerleitgeräten den Data Link hinzugefügt. Die vertikalen Flächen habe ich mit Humbrol 127 gestrichen. Die Decks mit Humbrol 132. Hier gibt es Unterschiede zwischen den Originalphotos und der Anleitung, so dass es empfehlenswert ist, sich möglichst viele Photos aus dem Internet zu besorgen, um für den gewünschten Zeitraum alle notwendigen Informationen zu besitzen. Trumpeter legt vier verschiedene Kennnummern für die Kalinin bei, sowie auch verschiedene Decals für die russische und sowjetische Version. Ich habe die Kalinin im Zustand von 1988 dargestellt, von dem ich eine Photoserie gefunden hatte. Die Antennen habe ich in Revell 77, Humbrol 126 und Humbrol 147 bemalt, den Unterwasserumpf der Boote mit Humbrol 76. Die Wasserlinie der Kalinin habe ich mit einem weißen und einem schwarzen Streifen dargestellt. Fazit Der Bausatz der Kalinin ist wegen der Spachtelarbeiten aufwendiger zu bauen, als man auf den ersten Blick denkt. Das "Modern Soviet Cruiser/Destroyer Set" von GMM empfehle ich für diese Klasse wegen der Probleme am Top Sail-Radar und dem Ausleger des Turmmasts nicht. Der Trumpeter-Bausatz ist aber insgesamt EMPFEHLENSWERT Lars
Sonntag, 23. April 2006
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Sonntag, 19. Februar 2006
Modell: Lützow Hersteller: Italeri Maßstab: 1/720 Art. Nr.: 507 Preis: nicht in Produktion, aber gebraucht erhältlich Original Die Deutschland-Klasse war der Versuch ein Kampfschiff innerhalb der Beschränkungen des Versailler Vertrags zu bauen. Die Größe von Schlachtschiffen war auf 10 000 ts und die Hauptbewaffnung auf den Kaliber 28 cm beschränkt. Die letzten Schlachtschiffe der kaiserlichen Marine hatten zum Vergleich eine Standardverdrängung von 28 074 ts und eine Hauptbewaffnung aus acht 38 cm Geschützen. Mit diesen Beschränkungen war nur der Bau eines Küstenpanzerschiffs (starke Panzerung, starke Bewaffnung, niedrige Geschwindigkeit) möglich gewesen. Die Reichsmarine entschied sich aber statt dessen einen Kreuzer zu bauen, also ein Schiff, was nur schwach gepanzert war, aber dafür stärker bewaffnet als jedes schnellere Schiff und schneller als jedes stärkere Schiff. Dieses Schiff war folglich auch nicht zum Küstenschutz, sondern für einen offensiven Einsatz gegen feindliche Handelsrouten vorgesehen. Offiziell wurden die Schiffe der Deutschland-Klasse als Panzerschiffe bezeichnet und erst später (1939) zu Schweren Kreuzer umklassifiziert. Die Deutschland, die spätere Lützow, hatte eine Standardverdrängung von 12 630 t (voll beladen 14 290 t, Typverdrängung 10 600 ts), eine Länge von 186 m (187,9 m nach Umbau), eine Breite von 20,6 m und einen Tiefgang von 7,25 m. Mit dem gewählten Dieselantrieb wurde allerdings mit 48 390 PS nur eine Geschwindigkeit von 28 kn erreicht, so dass die damals bereits einsatzbereiten Schlachtkreuzer Renown, Repulse und Hood schneller waren und die nächste Generation von schnellen Schlachtschiffen (z.B. die King George V.-Klasse, die North Carolina-Klasse und die Dunkerque-Klasse) in Bezug auf die Geschwindigkeit ebenbürtig, aber ansonsten überlegen waren. Neben der schwachen Panzerung und der geringen Geschwindigkeit hatte die Deutschland-Klasse den Nachteil aller damaligen deutschen größeren Kampfschiffe: sie hatte eine getrennte mittlere Artillerie (15 cm) und schwere Flak (8,8 cm später 10,5 cm) statt eines Mehrzweckgeschützes. Bewaffnung 1933 6 x 28 cm L/52 C28 (zwei Drillingstürme) 8 x 15 cm L/55 C28 3 x 8,8 cm L/45 C16 8 x 50 cm Torpedorohre (zwei Vierlinge) Bewaffnung 1941 6 x 28 cm L/52 C28 (zwei Drillingstürme) 8 x 15 cm L/55 C28 6 x 10,5 cm L/65 C33 (drei Zwillinge) 8 x 3,7 cm L/83 C30 (vier Zwillinge) 11 x 2 cm L/65 C30 8 x 53,3 cm Torpedorohre (zwei Vierlinge) 1 x Arado Ar-196 A-1 Bordflugzeug Bewaffnung 1945 6 x 28 cm L/52 C28 (zwei Drillingstürme) 8 x 15 cm L/55 C28 6 x 10,5 cm L/65 C33 (drei Zwillinge) 6 x 4 cm L/56 Bofors 28 4 x 3,7 cm L/83 C30 (vier Zwillinge) 26 x 2 cm L/65 C38 (drei Vierlinge, sechs Zwillinge und zwei Einzelgeschütze) 8 x 53,3 cm Torpedorohre (zwei Vierlinge) 1 x Arado Ar-196 A-1 Bordflugzeug Die Deutschland wurde von 1929-33 in Kiel bei den Deutschen Werken gebaut. Zwischen 1936-37 wurde sie in spanischen Gewässern zur Unterstützung der Faschisten während Spanischen Bürgerkriegs eingesetzt („internationale Seeüberwachung“), wobei sie 29.5.1937 vor Ibiza von repubikanischen Flugzeugen bombardiert wurde. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs war Deutschland in den Nordatlantik zur Handelskriegsführung verlegt worden und versenkte zwei Handelschiffe und brachte ein weiteres auf. Wegen schweren Sturmschäden musste aber der Rückzug angetreten werden. Am 16.11.1939 wurde Deutschland in Lützow umbenannt und in Schwerer Kreuzer umklassifiziert. Bei der Teilnahme bei der Eroberung Norwegens wurde Lützow im Oslofjord am 9.4.1940 durch norwegische Küstenbatterien beschädigt, während der begleitende Schwere Kreuzer Blücher versenkt wurde. Beim Rückmarsch wurde Lützow von dem britischen U-Boot Spearfish torpediert, wobei das Achterschiff abknickte. Während der notwendigen Reparatur, bei der Bug um 1,9 m zu einer Sichelform zur Verbesserung der Seeeigenschaften verlängert wurde, wurde sie von britischen Bombern am 9.7.1940 mit einem Blindgänger getroffen. Bei einer erneuten Verlegung nach Norwegen wurde Lützow am 12.6.1941 von britischen Beaufort-Flugzeugen torpediert und erneut schwer beschädigt. 1942 wurde sie nach den erfolgten Reparaturen erneut nach Norwegen verlegt, wo sie gemeinsam mit dem Schweren Kreuzer Admiral Hipper und sechs Zerstörern am 30/31.12.1942 den Geleitzug JW 51B angriff. Im Gefecht bei der Bäreninseln konnten die britischen Leichten Kreuzer Sheffield und Jamaica gemeinsam mit fünf Zerstörer den Angriff abwehren und die Admiral Hipper dabei schwer beschädigen. 1943 wurde Lützow in die Ostsee verlegt und beschoß wiederholt russische Truppen. Am 16.4.1945 wurde Lützow durch britische Bomber versenkt, aber bis zur Sprengung am 4.5. noch als Batterie verwendet. Das Wrack wurde von den Russen geborgen und 1948/49 abgewrackt. Bausatz Das vorgestellte Modell habe ich schon vor einigen Jahren gebaut. Ich denke aber, dass ich für die, die selbst mal die Lützow bauen wollen, ein paar Tipps geben kann. Ich habe die Lützow mit Hilfe des Italeri-Bausatzes gebaut, der detaillierter ist, als der Fujimi-Bausatz. Der Italeri-Bausatz ist im Maßstab 1/720, was aber kaum einen Unterschied zu 1/700 macht. Der Unterschied beträgt pro Meter nur 40 µm, was bei der Gesamtlänge der Lützow sich auf 7,5 mm addiert. Im Gegensatz zum Deckelbild stellt der Bausatz aber nicht zu Zustand von 1941 da, als die Lützow den typischen Ostseeantrich hatte, sondern eine Mischung aus dem Zustand vor und nach 1937. Im wesentlichen ist der Bausatz für sein Alter sehr detailliert und es sind nur eine Reihe von Modifikationen notwendig, wenn man einen bestimmten Bauzustand darstellen will. Ich habe den Zustand vom Mai 1941 mit dem Ostseetarnanstrich darstellen wollen. Hierfür muss der Bug leicht sicherförmig um 2,7 mm verlängert werden, wofür ich etwas Spachtelmasse benutzte. Gleichzeitig wurde auch der hintere der beiden Anker an Backbord entfernt, der also abgeschliffen werden musste. Ab 1937 wurden Gasdruckschotts neben den 15 cm Geschützen montiert, die ich aus Polystyrol-Platten selbst hergestellt habe. Bei dem Fujimi-Bausatz fehlen die achteren Gadruckschotts übrigens ebenfalls, während die vorderen vollkommen falsch dargestellt sind. 1937 wurden die beiden einfachen Ladebäume, die auch als Basis für die Schweinwerferplattformen dienten, gegen zwei unterschiedliche Kräne ausgetauscht und die Schweinwerfer auf eine Plattform am Schornstein verlegt. Dieser Zustand nach dem Umbau ist von Italeri korrekt dargestellt. Ich habe lediglich den Backbordkran gegen einen selbstgebauten ausgetauscht. Die flache Schornsteinkappe (Teil 39) war erst ab 1938 an Bord und wurde 1942 gegen eine deutlich größere ausgetauscht. Ein Problem bei der Italeri-Brücke ist die Position der SL-2 Feuerleitgeräte für die schwere Flak (Teil 28), die ein Deck zu tief montiert sind. Man muss zwei seitlichen Plattformen für diese an Teil 29 montieren, wobei man achtern an diesem Teil gleich die feste Reling z.B. mit Papier ergänzen kann. Die ursprüngliche Plattform auf Teil 27 muss abgeschliffen werden, was ich bei meinem Modell versäumt habe, und die Lücke in der Reling geschlossen werden. Ich habe nur noch den Scheinwerfer vorne auf dem Röhrenmast gegen eine 2 cm Flak ausgetauscht und eine FuMO22-Antenne an den Entfernungsmesser auf dem Röhrenmast montiert. Dazu habe ich versucht die 2 cm Flak durch dünnere Rohre zu verbessern und die 3,7 cm Zwillinge durch selbst gebaute ersetzt. Die im Bausatz beiliegende Heinkel He-60 habe ich gegen eine Arado Ar-196 aus einem Tamiya-Bausatz ausgetauscht. Rettungsboote an den 28 cm Türmen und den Brückennocks sollten noch ergänzt werden, was ich bisher nicht gemacht habe. Quellen Pancerniki Kieszonkow cz. 1 und cz. 3 (Monografie Morskie 7 und 9) von Waldemar Danielewicz und Miroslaw Skwiot, AJ-Press, Warschau, 1997 und 1999 Die Panzerschiffe der Kriegsmarine von Siegfried Breyer, Marine-Arsenal Secial Band 2, Podsun-Pallas, Wöfersheim-Berstadt, 1995 Panzerschiffe der Deutschland-Klasse (Vom Original zum Modell) von Gerhard Koop und Klaus-Peter Schmolke, Bernard & Graefe, Bonn, 1993 Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer 1905-1970 von Siegfried Breyer, Pawlak, Herrsching, ? Fazit Trotz der kleineren Ungenauigkeiten, die ohne viel Aufwand beseitigt werden können, ist dieser Italeri-Bausatz immer noch eine gute Grundlage für den Bau der Lützow und deshalb EMPFEHLENSWERT  Lars 
Dienstag, 01. November 2005
Modell: Panzerkreuzer Sankt Georg (1917/18) Hersteller: WSW Maßstab: 1/700 Art. Nr.: WSW 700-44 Preis: 54,9 Euro Material: Resin plus Ätzteile Original Die Sankt Georg war der dritte Panzerkreuzer nach Kaiserin und Königin Maria Theresia und Kaiser Karl VI. der österreichisch-ungarischen k.u.k.-Marine. Sie wurde als Reaktion auf die italienische Guiseppe Garibaldi-Klasse entworfen und zeichnete sich wie diese durch eine Kalibervielfalt aus. Sie erhielt neben der schweren Artillerie (24 cm) und der mittleren Artillerie (15 cm) noch eine mittelschwere Artillerie (19 cm). Sankt Georg verdrängte 8199 t, hatte eine Länge von 124,3 m, eine Breite von 19,01 m und einen Tiefgang von 7,41 m. Bewaffnung 1905 2 x 24 cm L/40 (ein Zwillingsturm) 5 x 19 cm L/42 (ein Einzelturm, vier in Kasematten) 4 x 15 cm L/40 (in Kasematten) 9 x 6,6 cm L/45 2 x 6,6 cm L/18 Bootsgeschütze 6 x 4,7 cm L/44 Skoda 2 x 4,7 cm L/33 Hotchkiss 4 x 3,7 cm L/33 Hotchkiss 2 x 3,7 cm Vickers (im Vormars) 2 x 8 mm MGs 2 x 45 cm Torpedorohre (seitlich, unter Wasser) Bewaffnung 1918 2 x 24 cm L/40 (ein Zwillingsturm) 5 x 19 cm L/42 (ein Einzelturm, vier in Kasematten) 4 x 15 cm L/40 (in Kasematten) 8 x 6,6 cm L/45 1 x 6,6 cm L/50 BAG (Ballonabwehrgeschütz, ab Ende 1915) 2 x 6,6 cm L/18 Bootsgeschütze 8 x 4,7 cm L/44 Skoda (ab etwa 1914) 2 x 4,7 cm L/33 Hotchkiss (ab etwa 1914) 2 x 8 mm MGs in Ballonabwehrlafetten (ab Ende 1915) 2 x 45 cm Torpedorohre (seitlich, unter Wasser) Sankt Georg wurde am 11.3.1901 im Seearsenal Pola auf Kiel gelegt. Sie lief am 8.12.1903 vom Stapel und die Indienststellung erfolgte am 31.7.1905. Sankt Georg wurde im Ersten Weltkrieg in der Adria für diverse Landbeschießungen und als Rückhalt für die Aktionen der Späkreuzer (Rapidkreuzer) eingesetzt. Am 1.3. 1918 meuterten die Matrosen, übernahmen das Schiff und machten es zur Kommandozentrale des Matrosenaufstands von Cattaro. Nach Niederschlagung des Aufstands wurde Sankt Georg am 14.3.1918 abgerüstet und am 7.4. außer Dienst gestellt. 1920 wurde sie Großbritannien zugesprochen und nach Tarent zum Abwracken verkauft. Das Modell Der Bausatz von WSW stellt die Sankt Georg im Zustand 1917/18 da. Der Rückbau in einen früheren Zustand ist relativ leicht, da lediglich die Plattform für das 6,6 cm BAG modifiziert und das BAG gegen ein 6,6 cm L/45 ausgetauscht werden muss, sowie diverse kleinere Veränderungen an den Masten (Anbringen der T-Antenne am Großmast und kein Krähennest am Fockmast) und den leichten Geschützen durchgeführt werden müssen. Dies würde eine Darstellung im olivgrünen Friedensanstrich ("Montecuccolin") ermöglichen. Ich habe aber vorgezogen Sankt Georg im Zustand des Matrosenaufstands zu bauen. Der Bau dieses Resinbausatzes bereitet keinerlei Probleme. Wie bei WSW gewohnt, ist der Rumpf sehr detailliert und es müssen nur wenige Baugruppen – z.B. die Schornsteine und die Brückendecks – noch hinzugefügt werden. Etwas störend bei meinen Exemplar des Rumpfs sind eine Reihe von sehr kleinen Luftblasen nahe der Wasserlinie. Die Bauanleitung ist sehr übersichtlich und besteht aus Photos, die klar die einzelnen Baustufen zeigen. Die Geschütze sind überwiegend gut dargestellt und für die Kasemattgeschütze liegen Rohre bei. Lediglich die 6,6 cm L/45 mittschiffs gefallen mir weniger, da es hier vereinzelte eingegossene Luftblasen gibt. Für die Davits, die Bootsständer mittschiffs, die Reling der Galerie achtern und für die Schornsteingrille liegen Ätzteile bei. Dazu gibt es noch geätzte Relings und Leitern, die ich aber nicht verwendet habe. Nach Anleitung habe ich die Rahe und das Krähennest aus gezogenen Gießästen selbst hergestellt. Die einzige Veränderung, die ich vorgenommen habe, war die Entfernung eines Lüfters auf dem Vorschiff direkt am Bug, da ich diesen auf keinem Photo entdecken konnte. Dargestellt habe ich den lichtgrauen Anstrich, der auch in der Anleitung beschrieben ist. Die vertikalen Flächen und Teile des Vorder- und Achterdecks habe ich mit Humbrol 64 gestrichen. Sankt Georg hatte hier eine Besonderheit, da das Vorder- und Achterdecks nicht beplankt waren, sondern einen Belag aus Asbestzement hatten, auf dem Linoleum in der Schiffsfarbe angebracht war. Teile des Vorderdecks waren in Dunkelgrau, wofür ich, wie für Teile der Aufbautendecks und die Poller, Humbrol 67 verwendet habe. Das Oberdeck mittschiffs, die Plattform auf dem achteren Aufbau, sowie das Brückendeck und die Innenseiten der Boote sind holzfarben. Die Schornsteinkappen, Scheinwerfer und Ankerketten habe ich schwarz bemalt. Zu der Sankt Georg kann ich "Marine Arsinal 27 Die Kreuzer der k. und k. Marine" (1994), "Die Kreuzer und Kreuzerprojekte der Österreichisch-Ungarischen k.u.k. Kriegsmarine 1884-1918" von Karl Schrott (Elbe-Spree-Verlag, 1995) und "Kreuzer und Kreuzerprojekte der k.u.k. Kriegsmarine 1889-1918" (Mittler, 2002) empfehlen. Fazit Die Sankt Georg von WSW kann ich uneingeschränkt empfehlen. Direkt aus dem Kasten gebaut kann man ein schönes Models dieses Panzerkreuzers der k.u.k.-Marine herstellen. Lars
Montag, 03. Oktober 2005
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Freitag, 23. September 2005
Das Original Der Leichte Kreuzer Oyodo wurde von 1941-43 in Kure gebaut und war als Flaggschiff für Uboot-Flottillen vorgesehen. Um für die Uboote Ziele zu finden, sollten von der Oyodo die Aufklärer des Typs E15K1 "Norm" eingesetzt werden. Für diese wurden ein Hangar und ein 45m Katapult auf dem Achterdeck installiert. Die Oyodo wurde aber nicht in dieser Funktion eingesetzt, da die Taktik der japanischen Uboote verändert worden war. Zudem wurde die E15K1 nicht einsatzbereit. Deshalb erfolgte Anfang 1944 der Umbau der Oyodo zum Flaggschiff der Kombinierten Flotte, wofür der Hangar zu Wohnquartieren umgebaut, die Flakbewaffnung stark verstärkt, ein Standardkatapult eingebaut und nur noch zwei Achi E13A1 "Jake" (Typ 0 Dreisitzer) auf dem Achterdeck mitgeführt wurden. Die Oyodo war an der Operation SHO-I-GO (Schlacht um Leyte) im Oktober 1944 beteiligt und war dabei Teil von Admiral Ozawas Flotte. Sie verfügte als einziges Schiff dieser Flotte über Aufklärungsflugzeuge. Die Oyodo wurde am 28.7.1945 in Kure in flachen Wasser durch Flugzeuge der US-Marine versenkt. 1947 wurde sie gehoben und 1948 abgewrackt. Die Oyodo hatte eine Verdrängung von 11 433 t, eine Länge von 192 m und eine Breite von 16,6 m. Die Bewaffnung im Oktober 1944 waren zwei 15,5 cm Drillingstürme (ausgebaut aus der Mogami-Klasse), vier 10 cm Zwillinge, zwölf 2,5 cm Drillinge, 16 2,5 cm Einzelflak und zwei E13A1. Das Modell Der Bausatz von Fujimi gehört zu den älteren der Waterline-Serie und stellt etwa den Zustand während der Schlacht um Leyte da. Mein Modell stellt ebenfalls den Zustand der Oyodo im Oktober 1944 da. Dafür waren aber zahlreiche kleinere Modifikationen notwendig, wobei ich mich auf die Pläne in Profile Morskie Nr. 60 gestützt habe. Modifiziert ist der Bug, den Fujimi mehr als Klipperbug darstellt, die Lüfter unter dem Schornstein und vor dem Hangar und die Basis und Funkbuden des Fockmasts. Bei der Brücke habe ich diverse Plattformen hinzugefügt und den Windschutz der offenen Brücke neu gebaut. Auch die beiden Masten habe ich neu aus gezogenen Gußästen gebaut. Den Schornstein habe ich oben offen gelassen und auf die Darstellung der Unterteilung verzichtet. Die beiden Scheinwerferplattformen habe ich verbessert. Die Splitterschutzschilde der 2,5 cm Drillinge sind Papier, während die Splitterschutzschilder der 10 cm Flak hinten geöffnet wurden. Den Aufbau vor dem Katapult habe ich vorne gemäß den Plänen modifiziert. Bei den 15,5 cm Türmen habe ich die Blastbags ergänzt, während ich die 10 cm Flak ohne Verbesserung verwendet habe. Die Boote, Davits, 2,5 cm Drillinge, die Typ 94 FLG für die schwere Flak, die No.21 und No. 22-Radarantennen, das Katapult, die Scheinwerfer, die Anker und die E13A1 sind aus den Levithian-Sätzen. Die 2,5 cm Einzelflak habe ich selbst gebaut. Für den Anstrich habe ich Humbrol 156 und 100 (Decks) verwendet, die meiner Meinung passend sind. Ich empfehle diesen Fujimi-Bausatz wegen der zahlreichen notwendigen Änderungen nur eingeschränkt. Allerdings stellt dieser Bausatz bisher die einzige Möglichkeit dar, diesen interessanten Kreuzer, der sich durch seine Formgebung und dem großen ehemaligen Hangar von anderen japanischen Kreuzern hervorhebt, zu bauen. Lars Scharff
Samstag, 23. Juli 2005
Schiffsmodelle von Lars (maxim) im Maßstab 1/700 Teil 2 - 2. Weltkrieg und modern Link zur Bildergalerie
Dienstag, 24. Mai 2005
Schiffsmodelle von Lars (maxim) im Maßstab 1/700 Teil 2 - 1. Weltkrieg und älter Link zur Bildergalerie
Dienstag, 24. Mai 2005
Schiffsmodelle von Lars (maxim) im Maßstab 1/700 Teil 1 - Japanische Schiffe Link zur Bildergalerie
Dienstag, 24. Mai 2005

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