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Flugzeugträger Kaga in 1/700 von Lars Juel Mosbaek Drucken
Dienstag, 08. September 2009 um 07:00

Flugzeugträger Kaga in 1/700 von Lars Juel Mosbaek

Der Flugzeugträger Kaga (benannt nach der Provinz Kaga, heute Präfektur Ishikawa) der Kaiserlich Japanischen Marine wurde ursprünglich als schnelles Schlachtschiff der Tosa Klasse auf Kiel gelegt. Das Schiff war am Angriff auf Pearl Harbor beteiligt und wurde am 4. Juni 1942 in der Schlacht bei Midway versenkt.

Der Stapellauf der Kaga erfolgte am 17. November 1921 auf der Kawasaki Heavy Industries Werft in Kobe als Schlachtschiff der Tosa Klasse. Am 5. Februar 1922 wurde der Bau der beiden Schiffe der Tosa Klasse gestoppt und sie wurden nach den Bedingungen des Washingtoner Flottenabkommens zur Verschrottung vorgesehen.

Das Abkommen erlaubte den Umbau von zwei Schlachtschiffs- oder Schlachtkreuzerrümpfen bis zu 33.000 Tonnen zu Flugzeugträgern. Ursprünglich wurden die beiden begonnenen Schlachtkreuzer Amagi und Akagi für den Umbau ausgewählt, aber der Rumpf der Amagi wurde bei dem großen Kano Erdbeben 1923 irreparabel beschädigt. Stattdessen wurde die Kaga zur Fertigstellung als Flugzeugträger ausgewählt.

Flugzeugträger Kaga in 1/700 von Lars Juel MosbaekFlugzeugträger Kaga in 1/700 von Lars Juel Mosbaek

Der Umbau der Kaga begann 1923 und dauerte bis 1928. Nach Fertigstellung besaß das Schiff zwei Hangardecks und einen dritten Hilfshangar mit einer Gesamtkapazität von 60 Flugzeugen. Die übereinanderliegenden Hangars waren zum Bug hin offen und für den Start von Flugzeugen vorgesehen. Theoretisch ermöglichte das gleichzeitige Starts direkt aus den Hangars und Landungen auf dem Hauptdeck. Die Rauchgase wurden in zwei langen horizontalen Schornsteinen zu beiden Seiten des Flugdecks abgeleitet. Die Kaga war mit 10x20cm Geschützen bewaffnet die als Zwillingstürme oder Kasemattgeschütze aufgestellt waren. Die Seiten- und Deckspanzerung wurde deutlich reduziert, es waren
keine Katapulte installiert.

Flugzeugträger Kaga in 1/700 von Lars Juel MosbaekFlugzeugträger Kaga in 1/700 von Lars Juel Mosbaek

Nach der Fertigstellung durchlief die Kaga eine zweijährige Testphase bevor sie in Dienst gestellt wurde. Die Anordnung mehrfacher Flugdecks erwies sich in der Praxis als untauglich. 1934 durchlief die Kaga deshalb einen zweiten größeren Umbau. Das Flugdeck und die Hangars wurden bis zum Bug vergrößert was die Flugzeugkapazität auf 90 und die Flugdeckslänge auf 812,5ft(?) erhöhte. Ein dritter Aufzug erschloß die erweiterten Hangars. Neue Boiler und Turbinen erhöhten die Antriebsleistung von 91.000 auf 127.400 Wellen-PS. Der Rumpf wurde am Heck um 34ft verlängert und die langen Schornsteine wurden zu einem zusammengefaßt der an Steuerbord die Rauchgase nach unten ableitete. Zusätzlich wurde an Steuerbord eine kleine Insel errichtet. Die Standardverdrängung erhöhte sich um fast 9.000 Tonnen von 29.600 auf 38.200.

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1935 kehrte die Kaga in den aktiven Dienst zurück. Während der späten 1930er Jahre unterstützte die Kaga Operationen in China und war am Shanghai Zwischenfall sowie in den frühen Jahren des zweiten chinesisch-japanischen Krieges beteiligt.

Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde die Kaga von Kapitän Okada Jisaku kommandiert. Zusammen mit der Akagi bildete sie die 1. Trägerdivision der Streitmacht beim Angriff auf Pearl Harbor. Am 7. Dezember 1941 startete sie zwei Angriffe auf Oahu. In der ersten Angriffswelle konzentrierten sich 26
Nakajima B5N "Kate" Torpedobomber auf die Arizona, Vestal, Tennessee, West Virginia, Oklahoma und Nevada, neun Mitsubishi A6M "Zero" Jäger griffen den Flugplatz Hickam Field an. In der zweiten Angriffswelle mit 23 Aichi D3A "Val" Sturzkampfbomber waren die Nevada, Maryland und West Virginia das Ziel.

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Im Januar 1942 unterstützte die Kaga zusammen mit der Akagi die Invasion von Rabaul im Bismarck Archipel. Am 9 Februar lief sie vor Palau auf ein Riff und schlug Leck. Nach provisorischer Reparatur setzte sie den Einsatz in der Timor See fort und startete am 19. Februar 1942 einen Luftangriff auf Darwin, Australien, bei dem neun Schiffe, inkl. der USS Peary, versenkt wurden. Im März sicherte die Kaga die Invasion von Java ab.

Wegen der im Februar erlittenen Schäden konnte die Kaga nicht an dem Einsatz im Indischen Ozean teilnehmen, stattdessen kehrte sie nach Sasebo zu Reparaturen zurück.

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Im Mai 1942 lief die Kaga zu ihrer letzten Mission mit 20 Zeros, 23 Vals und 30 Kates an Bord aus. Am 4. Juni 1942 startete die Kaga Luftangriffe auf Midway und wurde in Folge von land- und trägergestützten amerikanischen Flugzeugen angegriffen. Um 10:22 Uhr erzielten SBD Dauntless Sturzkampfbomber von der USS Enterprise mindestens vier Treffer mit 1000lb (453,6kg) Bomben und lösten damit eine Folge von Explosionen und Bränden bei den aufgetankten und bewaffneten Flugzeugen im Hangardeck aus. Kapitän Okada wurde von einem Bombentreffer auf der Brücke getötet. Die Brände konnten nicht unter Kontrolle gebracht werden und so wurde um 14:00 Uhr der Befehl zum Verlassen des Schiffs gegeben.

 

Um 14:00 Uhr erzielte das U-Boot USS Nautilus einen Torpedotreffer, allerdings war der Torpedo ein Blindgänger. Die Besatzung der Kaga wurde von den Zerstörern Hagikaze und Maikaze übernommen, um 19:25 Uhr wurde sie schließlich mit zwei Torpedos selbstversenkt und ging an Position 30-23.3'N, 179-17.2' W unter.

Im Jahr 1999 entdeckte die Firma Nauticos Wrackteile, die der Kaga zugeordnet werden konnten.

Technische Daten:

• Länge: 247,70 m
• Breite: 32,52 m
• Tiefgang: 9,50 m
• Leistung: 127,400 Shp
• Geschwindigkeit: 28,5 kn
• Besatzung: 2016 Mann
• 10 Geschütze (10x1) 8' (20.3 cm)
• 28 leichte Flak 25mm (14x2)
• 16 schwere Flak (8x2) 5' (12.7 cm)
• bis zu 90 Flugzeuge

 

Quelle: Wikipedia

Lars Juel Mosbaek

Aus dem Englischen übersetzt von Stefan