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ShipCraft: New Orleans Class Cruisers Drucken
Donnerstag, 04. März 2010 um 07:00

Titel

Titel: New Orleans Class Cruisers (ShipCraft 13)
Autor: Lester Abbey
Verlag: Seaforth Publishing/Classic Warships Publishing
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN: 978-1-84832-041-3
Umfang: 64 Seiten mit schwarz-weißen und farbigen Fotos sowie farbige und schwarz-weiße Pläne
Preis: ca. 17 €

Inhalt

Dieses englisch-sprachige Heft der Shipcraft-Serie beschäftigt sich mit den sieben Schweren Kreuzer der New Orleans-Klasse. Die Entwicklung der Klasse wird ebenso beschrieben, wie der Lebenslauf der Schiffe. Hier wird aber nicht auf jedes Schiff einzeln eingegangen, sondern der Autor beschreibt die Schlachten im Pazifik-Krieg, an denen Schiffe der Klasse beteiligt waren. Tuscaloosa, die lange im Atlantik war, wird hier dann kaum erwähnt. Illustriert wird dieser Teil mit einer Mischung aus Gesamt- und Detailansichten der Schiffe, die überwiegend für den Modellbauer nützlich sind.

Der nächste Abschnitt beschäftigt sich mit den Bausätzen im Maßstab 1/350 und 1/700, die bisher von dieser Klasse herausgekommen sind (s. Beispielseite unten). Darunter sich auch die Bausätze, die heute nicht mehr erhältlich sind. Der Autor untersucht sowohl die Gussqualität und Detaillierung, als auch die Vorbildgetreue. In Bezug auf letztere ist z.B. interessant, dass sich hier die Trumpeter-Bausätze stark unterschieden - die Bausätze der  ersten vier Schiffe sind überwiegend gut, bei denen der letzten drei sieht das ganz anders aus. Der Autor geht auch auf die erhältlichen Zurüstteile (Resin, Ätzteile) ein (wobei er vollkommen berechtigt die 12,7 cm-Geschütze von Loose Cannon ignoriert, die teilweise falsch als L/25 bezeichnet werden, aber die L/38-Version darstellen. Die New Orleans-Klasse hatte L/25-Geschütze).

Beispielseite

An gebauten Modellen werden in dieser Ausgabe im Maßstab 1/350 eine Minneapolis im Zustand von 1945, Quincy (1942), San Francisco (1942) und New Orleans (1945) (siehe Beispielseite unten) sowie im Maßstab 1/192 die San Francisco im Zustand im farbenfrohen Vorkriegszustand gezeigt.

Für den Modellbauer sehr hilfreich ist das folgende Kapitel, in dem die Unterschiede zwischen den Schiffen, ihre Umbauten und Tarnschemen dargestellt werden. Neben diversen Fotos finden sich hier die Tarnschemen der Astoria (1942), Quincy (1942) (siehe Beispielseite unten), Vincennes (1942 - aber der Autor schreibt hier selbst, dass das gezeigte Tarnschema falsch ist!!), Minneapolis (1943 und 1945) und San Francisco (1944). Pläne gibt es von den Bordflugzeugen (Vought O2U-1 Corsair, O3U-1 Corsair und OS2U Kingfisher sowie Curtiss Seagull, Seamew und Seahawk), wobei von jedem Flugzeug eine Seiten-, Vorder- und Aufsicht enthalten ist. Dazu kommen jeweils eine Seiten- und Decksansicht der New Orleans (1934), Tuscaloosa (1935), San Fransico (1935, 1942, 1944), Minneapolis (1942, 1943, 1945), Astoria (1942), Vincennes (1942) und Quincy (1942). Leider fehlt eine Maßstabsangabe.

Beispielseite

Ein paar Fehler sind mir auch aufgefallen. In der Einleitung wird behauptet, dass die 20,3 cm-Türme individuelle Höhenrichtung der einzelnen Rohre erlauben würde - ein Merkmal, was aber erst die Wichita der nächsten Klasse aufwies. Bei den Unterschieden zwischen den Schiffen der Klasse wird übersehen, dass die Vincennes im Gegensatz zu ihren Schwesterschiffen bereits Mk. 34-Feuerleitgeräte für die 20,3 cm-Geschütze hatte - und nicht Mk. 31 wie falsch auf den Zeichnungen dargestellt. Die großen Brückenfenster der Minneapolis ab 1943 waren wohl auch nur aufgemalt - zumindest hatte sie 1945, als sie nicht mehr als Zerstörer getarnt war, nur kleine Bullaugen dort.

Fazit

Dieses Heft ist für Modellbauer, die einen der Schweren Kreuzer der New Orleans-Klasse bauen wollen, wegen der Besprechung der Bausätze und Zubehörteile, der Vorstellung von gebauten Modellen und die Beschreibung der Unterschiede


alt empfehlenswert

Lars