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Japanischer Forschungseisbrecher Shirase (1/700, Seals Models) von Rui Matos Drucken
Montag, 19. Dezember 2011 um 07:00

 

14.12.1911 - 100 Jahre Entdeckung des Südpols

 

Forschungseisbrecher Shirase

Das japanische Polarforschungsschiff Shirase (I) wurde 1981-82 als Ersatz für die Fuji gebaut. Die Fuji wurde als zu schwacher Eisbrecher betrachtet, um ihre Aufgaben erfüllen zu können, weshalb Shirase eine fast drei Mal so starke Antriebsanlage erhielt und das Schiff auch größer ausfiel. Auch die Bug- und die Rumpfform wurde optimiert. Insgesamt wurde die Konzeption der Fuji aber beibehalten.

Shirase kann 1000 t Fracht mitführen, für deren Entladung sie über vier Kräne verfügt. Auch die zwei mitgeführten Sikorsky S-61 können zum Transport von Fracht genutzt werden. Für diese beiden Hubschrauber sowie einen leichten Hughes OH-6, der zur Aufklärung der Eisverhältnisse genutzt wird, stehen achtern ein großer Hangar und ein Flugdeck zur Verfügung.

Shirase ist 134 m lang, 28 m breit und verdrängt voll beladen 18 990 t. Der Antrieb ist diesel-elektrisch. Sechs Mitsui 12 Zylinder-Diesel treiben über sechs Generatoren sechs Elektromotoren an, die wiederum auf drei Schrauben wirken. Insgesamt leistet die Antriebsanlage 30 000 PS, womit 19 kn erreicht werden. Sie kann 1,5 m dickes Eis bei 3 kn Fahrt brechen.

Forschungseisbrecher Shirase

Shirase wurde von 1981-82 bei Nippon Kokan in Yokohama gebaut und hatte ihren Heimathafen in Yokosuka. Von dort fuhr sie zu 25 Expeditionen in die Antarktis, wobei auch jeweils die Forschungsstation Showa (Syowa) versorgt wurde. 1985 rettete sie das eingefrorene Polarforschungsschiff Nella Dan, das von der dänischen Reederei Lauritzen für die australische ANARE betrieben wurde. Im Oktober 2008 wurde sie außer Dienst gestellt und durch die neu gebaute Shirase (II) ersetzt. Shirase (I) soll unter gleichem Namen von dem Wetterdienst Weathernews betrieben werden, wahrscheinlich als stationäres Tagungszentrum.

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Rui Matos

(Text über Original von Lars)