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Geschützter Kreuzer USS Columbia (1/350, Iron Shipwright) von Felix Bustelo Drucken
Donnerstag, 27. Juni 2013 um 06:00

USS Columbia

Das Original

Die vier-schornsteinige USS Columbia war eine schneller Geschützter Kreuzer, entworfen als Handelsstörer und um Hilfskreuzer zu bekämpfen. Zum Zeitpunkt ihrer Indienststellung war sie mit fast 126 m das längste Schiff der US Navy. 1894 folgte ihr das mit zwei Schornsteinen ausgestattete Schwesterschiff USS Minneapolis. Columbia besaß einen leistungsstarken Antrieb, der über 18.000 PS erzeugte. Wegen ihrer starken Antriebsleistung besaß sie eine für damalige Verhältnisse ungewöhnliche Drei-Propeller-Anlage. Außerdem verfügte sie über große Kohlenbunker für eine lange Seeausdauer bzw. die hohen Geschwindigkeiten.

Um entsprechende Geschwindigkeiten zu erreichen, musste in anderen Bereichen Abstriche hingenommen werden – sie hatte eine dünne Panzerung und war unterbewaffnet. Ein Paar 15,2 cm-Geschütze auf der Back, um „Beute“ anzugreifen und ein 20,3 cm-Geschütz auf dem Achterdeck, um stärkere Gegner zu bekämpfen, während sie unter hoher Geschwindigkeit zu entkommen versuchte. In dem gut dokumentierten Rennen im Juli 1895 von Southampton, England, nach New York konnte Columbia den schnelleren Hamburg-Amerika-Dampfer Augusta Viktoria entscheidend schlagen. Sie vollzog die Atlantiküberquerung in knapp unter sieben Tagen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 18 Knoten.

Trotz dieser Leistung war ihre Karriere als Handelsstörer relative kurz. Bereits im Mai 1897 außer Dienst gestellt, wurde sie wegen des Spanisch-Amerikanischen-Krieges 1898 überstürzt reaktiviert und zu Patrouillen- und Aufklärungszwecken eingesetzt. Die folgenden zwei Dekaden wurde sie immer wieder in und außer Dienst gestellt und schließlich 1922 aus dem Flottenregister gestrichen und verkauft.

Das Modell

Die Iron Shipwright 1/350 USS Columbia wurde mit einigen Ausnahmen OOB gebaut:

  • Der Rumpf wurde auf meine Anfrage hin als Wasserlinienmodell gegossen
  • Kompass und Peilkompass auf der offenen Brücke stammen von Paper Lab und L'Arsenal
  • Ich baute die Masten aus Messingstäben nach, wobei mir die dem Bausatz beiligenden Resinteile und maßstäblichen Zeichnungen als Vorlage dienten
  • Von MicroScale stammen die Goldbuchstaben-Decals für den Schiffsnamen am Heck
  • Zum Takeln verwendete ich mit Blachen It geschwärzten 0,1 mm Stahldraht
  • B&D Brass Barrels lieferte Rohre für die 20,3 cm- und 15,2 cm-Geschütze. Jene für die Kasematten entnahm ich dem Master Models Borodino Set, da diese sehr gut passten
  • Figuren von L´Arsenal bemannen die Decks

Es hat Spaß gemacht, das Modell zu bauen. Die wunderschönen Linien des Schiffes werden gut wiedergegeben.

Felix Bustelo