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Amerikanische Fregatte Independence (1/700, Dragon) von Rui Matos Drucken
Donnerstag, 20. Februar 2014 um 06:00

 

Spezial – Marine 2014

 

Das Original

Die Independence (LCS-2) ist das Typschiff einer der beiden Klassen, die von der US Navy als Littoral Combat Ship (LCS, etwa Kampfschiff für küstennahe Regionen) klassifiziert werden und als Ersatz für die Lenkwaffenfregatten der Oliver Hazard Perry-Klasse gebaut werden. Die Idependence-Klasse weicht deutlich von den Vorgängerklassen ab.

Am auffälligsten ist die Rumpfform, ein Trimaran, die von der Fähre Benchijigua Express abgeleitet ist. In Kombination mit einem wave-piercing-Bug soll diese eine hohe Seetüchtigkeit, niedrigen Tiefgang und eine hohe Geschwindigkeit ermöglichen. Weniger auffällig ist, dass ein Teil der Bewaffnung, Sensoren und Ausrüstung zu Modulen gehört, die ausgetauscht werden können. Aktuell sind drei solcher Module geplant: zur Bekämpfung von kleinen Schiffen und Booten, zur U-Jagd und zur Minenjagd. Die Klasse ist also kein klassisches Mehrzweckschiff, das gleichzeitig für verschiedene Ausgaben ausgerüstet ist, sondern es kann innerhalb von etwa einem Tag für verschiedene Aufgaben umgerüstet werden.

Die Independence-Klasse ist, wie die zweite LCS-Klasse, die Freedom-Klasse, stark umstritten. Neben technischen Problemen mit Korrision, dem Antrieb und Vibrationen, gibt es Kritik an an dem gesamten Konzept und den Kosten. Ursprünglich sollten aus den beiden konkurrierenden Entwürfen einer ausgewählt werden, aktuell werden beide Klassen gebaut. Von der Independence-Klasse sind bisher neben dem Typschiff in Bau bzw. bestellt: die Coronado (LCS-4), Jackson (LCS-6), Montgomery (LCS-8), Gabrielle Giffords (LCS-10), Omaha (LCS-12), Manchester (LCS-14) und Tulsa (LCS-16). Insgesamt sollten 52 Littoral Combat Ships gebaut werden, eventuell wird die Zahl auf 32 gekürzt.

Die Independence ist 127,4 m lang, 31,6 m breit und verdrängt 3104 t. Der Antrieb erfolgt über zwei Diesel und zwei Gasturbinen, die vier Wasserstrahlantriebe antreiben. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 44 kn. Die Besatzung setzt sich aus 75 Personen zusammen (40 Kernbesatzung, 35 für die jeweiligen Module).

Bewaffnung
1 x 5,7 cm L/70 Mk 110 Bofors
(2 x 3 cm Mk 44 Bushmaster II) (Schiffsbekämpfungsmodul, bisher nicht eingebaut)
4 x 1,27 cm MG
(AGM-175 Griffin-Raketen zur Bekämpfung von Booten und Lanzielen, noch nicht eingebaut)
1 x 11fach SeaRAM-Nahbereichsabwehrraketenstarter
1-2 Sikorsky MH-60R oder S Seahawk-Bordhubschrauber
3-8 Northrop Grumman MQ-8B Fire Scout-Drohnen

Die Independence wurde von 2006-10 von Austal USA in Mobile gebaut und hat ihren Heimathafen in San Diego. Bisher wird sie neben den Tests dieses Entwurfs für die Erprobung des Minenjagd-Moduls genutzt.

Das Modell

Der Bausatz von CyberHobby (Dragon) wurde abgesehen von folgenden Zurüstteilen aus dem Kasten gebaut:

  • ein kleines RHIB-Beiboot an der Backbordseite von Battlefleet Models
  • Relings aus dem Satz GMM Modern USN railings
  • Takelung mit Caennis-Angelschnur
  • die Flagge ist eine Papierflagge von Tauro Models

Bemalt wurde die Independence mit einer Mischung aus WEM Colourcoats und Humbrol Emaillefarben. Zuerst wurde als Basis US Navy Haze Gray (WEM), Aluminium (Humbrol) und Weiß (WEM) in einem Mischungsverhältnis von 10/3/1 mit der Spritzpistole aufgetragen. Mit einer etwas dunkleren Variante der gleichen Mischung habe ich anschließend mit der Spritzpistole vom Bug zum Heck vertikale Stufen aufgetragen. Zuletzt habe ich das Gitter auf den Schiffseiten mit 1 mm dicken Klebeband abgeklebt und dann eine neue Mischung, bei der das Weiß durch Gunmetal von Humbrol ersetzt wurde, aufgetragen (nach dem ich einen Pinsel benutzt hatte, würde ich jetzt die Nutzung einer Spritzpistole vorschlagen!). Gealtert habe ich mit der Ölfarbe Rohe Umbra, wobei ich mich an Vorbildfotos orientiert habe.

Die Pier ist selbst gebaut, während der Traktor und das Boot im Wasser aus der Restekiste stammen. Einige Dutzend fotogeätzte Figuren von Eduard bevölkern die Pier und die Independence. Das Wasser besteht aus Aquarellpapier und wurde mit Acrylfarben und einer doppelten Schicht Klarlack gestrichen.

Hier weitere Fotos:

Link zur Bildergalerie

Rui Matos

(Übersetzung aus dem Englischen und Text über Original von Lars)