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US-amerikanisches Kampfflugzeug Douglas A-4F Skyhawk (1/48, Hasegawa) von Steffen Recter Drucken
Mittwoch, 21. Januar 2015 um 06:00

Das Original

Die Douglas A-4 Skyhawk wurde als leichter Jagdbomber für die U.S. Navy und das U.S. Marine Corps entworfen und 1956 in Dienst gestellt. Sie wurde in großem Umfang im Vietnam-Krieg eingesetzt, u.a. da sie den Vorteil hatte, dass sie - im Gegensatz zu neueren Flugzeugen - von den älteren und kleineren Trägern der Essex-Klasse eingesetzt werden konnte.

Im Vietnam-Krieg gingen 364 Skyhawk verloren, davon wurden 32 durch Flugabwehrraketen und eine durch eine MiG-17 abgeschossen. Die U.S. Navy setzte die Skyhawk bis 1975 in der Angriffsrolle ein. Bis 2003 wurde sie als Trainingsflugzeug und zur Feinddarstellung verwendet. Das Marine Corps setzte die Skyhawk in der Angriffsrolle bis 1994 ein.

Das Modell

Mein Scooter stellt eine A-4F der VA-155 dar, die mit der USS Ranger Ende der 1960er rund um Vietnam unterwegs war. Der Bausatz kommt von Hasegawa (what else?) und ist von vorzüglicher Qualität. Abgerundet wurde der Kartoninhalt von einem Aires- Sitz, Fotoätzteilen von Eduard sowie Abziehbildern von Superscale. Die Mk 82 und die Bullpup-Raketen kommen aus Hasegawas hauseigenen Waffensets.

Wir schreiben das anno domini 2010. Mit viel Elan wird ein Bausatzkarton aufgerissen, Teile aus den Spritzlingen gelöst und los gehts..  bis zu einem gewissen Zeitpunkt hier nachzulesen. Vier Jahre und einen Hausbau weiter fristete die Skyhawk noch immer in einem Karton versteckt ihr tristes, halbfertiges Dasein. Irgendwann hab ich dann doch den inneren Schweinehund überwunden und das Ding fertig gemacht - für die Mülltonne war sie mir dann doch zu schade. Ein Modell nach solch langer Wartezeit fertigzustellen ist beizeiten ein seltsamer Anachronismus. Nach vier Jahren hätte man vieles zwischenzeitlich anders gelöst, andererseits ists schön wenn ein paar Baustellen im Nachhinein gar nicht mehr so schlimm erscheinen: insbesondere die geschlossenen Airbrakes waren damals echte Motivationskiller.

Bei der Lackierung wollte ich damals auf Schattierungen weitestgehend verzichten und anstatt dessen die Wirkung einzeln abgetönter Panels ausprobieren... heutzutage würde ich wahrscheinlich beides kombinieren. Andererseits: das klassische weiß/ grau warf auch im Original einfach kaum Schattierungen ab, sondern vergammelte recht gleichmäßig. Die Rumpfunterseite ist mir eigentlich noch ein wenig zu "clean", aber so oft drehe ich die Mühle ja nicht auf den Rücken. Außerdem: Hauptsache feddisch.

Die selbstgeschnitzten FOD- Cover passen recht gut, auch wenn ich mir inzwischen nicht mehr ganz sicher bin ob sie von der Bauart an eine Navy-Mühle passen oder nur den Marines vorbehalten waren...? Jedenfalls war ich heilfroh, dass die Kanzelmaskierung die lange Zeit halbwegs anständig überstanden hat, auch wenn das Ergebnis nicht mehr so ganz taufrisch daher kommt.

Was mir an den späten Skyhawks gefällt ist die Gedrungenheit, die die Zelle durch den großen Elektronikbuckel erhält. Dazu noch ein anständiges Loadout untenrum - typisch A-4, halt. Auf den letzten Metern zur Fertigstellung wäre sicherlich noch ein wenig mehr drin gewesen, aber ich wollte das Modell nach den vielen Jahren Dornröschenschlaf primär endlich fertig stellen und aus dem Hinterkopf bekommen. Andererseits: im Regal liegt noch eine späte M; eine frühe B wär auch noch nett und eine TA-4J gehört eigentlich auch noch in die Sammlung... ist halt doch ein richtig schöner Bausatz!

Steffen Recter