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McDonnell Douglas F-4B Phantom II (1/48, Academy) von Sven Schönyan Drucken
Freitag, 10. Juli 2015 um 05:00

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Um etwas Abwechslung auf dem Basteltisch zu haben, baue ich immer mal wieder gerne ein Trägerflugzeug in meinem bevorzugten Flugzeugmaßstab 1/48. An Fasching 2014 kam von Eduard die Sonderedition „Godd morning Da Nang“ in die Läden und fand schnell den Weg in mein Lager. Da ich auch bereits die Version von Academy hatte, beschloss ich letztere aus dem Kasten in der Lakierung der Staffel VF-111 Sundowners zu bauen, um zum einen eine gebaute 48er Phantom im Regal stehen zu haben und zum anderen eventuelle Bausatzschwächen zu finden, bevor ich das mit diversem Zubehör angereicherte Eduard-Modell am Ende noch ruiniere.

Als einziges Upgrade beschaffte ich mir ein Eduard Cockpit-Set aus der Zoom-Serie für diesen Bausatz. Leider beinhalteten die farbig bedruckten und teils selbstklebenden Fotoätzteile nur Instrumenten- und Seitenpanele. Dies ist aber dennoch schon eine enorme Aufwertung gegenüber Abziehbildern oder selbst bemalten Instrumentenbrettern.

Der Bau geht schnell vonstatten und bereitet keine größeren Schwierigkeiten. Nur beim seitlichen Übergang zwischen den separat gespritzten Lufteinlässen zum Rumpf entsteht auf beiden Seiten ein kleiner Spalt. Diesen habe ich mit Evergreenprofilen verschlossen und anschließend in Form geschliffen. Entsprechend dem Beladungszustand, ein Tank in der mittleren Position und Sidewinders sowie Mk 82 Bomben an den inneren Pylonen, musste ich Löcher in die Flügelunterseite bohren.

Leider gibt der Bausatz keine Option her, die Flügel gefaltet darzustellen. Scratchen wollte ich nicht, und da sowieso mit der „Da Nang“-Version eine weitere Phantom auf der zu bauen Liste steht, beschloss ich eine starbereite Maschine darzustellen. Dazu klebte ich die beiden vorhandenen Pilotenfiguren mit unterschiedlichen Armposen zusammen, bemalte sie und setzte sie in das Cockpit. Anschließend befestigte ich die Klarsichtteile der mehrteiligen Haube im geschlossenen Zustand.

Vor dem Lackieren entlieh ich dem Eduard-Bausatz die Maskierschablonen und deckte die Klarsichtteile ab. Als erster Schritt bekam die ganze Maschine ein Preshading. Für die Farbgebung im High-Viz-Schema verwendete ich für das Möwengrau der Oberseite Valejo 110. Die Unterseite lackierte ich mit Gunze H338, wobei ich die mittleren Bereiche der einzelnen Panele nochmals mit Tamiya Weiß XF2 aufhellte. Die metallischen Bereiche um die Schubdüsen lackierte ich zunächst mit Silber H8 und schattierte sie anschließend mit H28. Die Düsenaustritte selbst bekamen einen Überzug mit XF84.

Nach dem Versiegeln mit Klarlack X22 begann ich die Abziehbilder aufzubringen. Normalerweise brauche ich für ein Flugzeug dieser Größe dafür zwei bis drei Abende. Da es aber neben den Staffelabzeichen, welche ich ebenfalls der Eduard-Version entnommen habe, noch diverse Wartungshinweise gibt, zog sich dieser Schritt deutlich länger hin als zu Beginn vermutet. Ich glaube, ich untertreibe nicht, wenn ich behaupte, in diesem Fall zusammengenommen zwei Wochen beschäftigt gewesen zu sein, bei ein bis zwei Stunden Decalsaufbringen jeden Tag.

Parallel dazu bekamen die Außenlasten ihre Farbgebung. Die Sparrows erhielten einen Nasenkonus in H317 und die Sidewinders mehrere Schwarzgrautöne. Die Mk 82 Bomben lackierte ich in XF13.

Vor dem abschließenden Überlackieren mit Mattlack betonte ich sämtliche Blechstöße mit dem Panelliner für graue Anstriche von AK Interactive.

Und nun konnte ich endlich alle Komponenten zusammensetzen. Hier und da verwendete ich noch ein paar Pigmente, ebenfalls von AK Interactive, um den Schubdüsen einen leichten metallischen Glanz zu verpassen oder an Klappen Ölfahnen darzustellen.

Sven Schönyan