Modellsuche

Suchen


Flugzeugträger USS Hornet (1/200, Merit) von Wolfgang Wurm Drucken
Montag, 14. Januar 2019 um 06:00

Das Original

Der Flugzeugträger USS Hornet (CV-8) war das dritte und letzte Schiff der Yorktown-Klasse. Die Klasse wurde im Rahmen der Begrenzungen durch die Flottenverträge, aber auf der Basis der bisherigen Erfahrungen der US Navy gebaut. Diese zeigten, dass große und schnelle Träger besser waren. Deshalb wurden, im Gegensatz zu dem kleinen Träger Ranger, bei der Yorktown-Klasse die erlaubten Grenzen der Verträge wieder voll ausgeschöpft. Das Ergebnis war ein gelungener Entwurf, der die Basis für die Essex-Klasse bilden sollte.

Da die verbliebene Resttonnage aus den Verträgen nicht ausreichte, um drei solcher Träger zu bauen, wurden nur Yorktown (CV-5) und Enterprise (CV-6) in Auftrag gegeben. Die verbliebene Tonnage wurde für einen kleinen Flottenträger, die Wasp (CV-7), genutzt. Wegen der akuten Gefahr eines neuen Kriegs wurde 1939 ein weiterer Träger der Yorktown-Klasse, die Hornet (CV-8), nach einem nur leicht modifizierten Entwurf bestellt. Obwohl das Flottenvertragssystem mittlerweile zusammengebrochen war, wurde die Hornet innerhalb dessen Größenbegrenzungen gebaut, um möglichst schnell weitere Träger zur Verfügung zu haben. Die nächsten Träger wurden nach einem Entwurf gebaut, der nicht mehr auf diesen Größenbegrenzungen beruhte, die Essex-Klasse. Die Yorktown-Klasse trug zusammen mit den beiden Trägern der Lexington-Klasse die Hauptlast der Trägerschlachten 1942. In diesen gingen Yorktown und Hornet verloren und Enterprise war zeitweise der einzige verfügbare Träger der US Navy im Pazifik - und diente trotz schwerer Schäden.

Die Hornet war 252,5 m lang, 33 m breit und verdrängte voll beladen 25.900 t. Der Antrieb erfolgte über neun Kessel und vier Dampfturbinensätze, die insgesamt 120.000 PS leisteten, womit 32,5 kn erreicht wurden. Die Besatzung bestand aus 2.919 Mann.

Bewaffnung 1942
8 x 12,7 cm L/38
16 x 2,8 cm (vier Vierlinge)
30 x 2 cm Oerlikon
80-90 Flugzeuge

Die Hornet wurde 1939-41 bei Newport News Shipbuilding gebaut. Im April 1942 war sie der Kern der Kampfgruppe, die den Doolittle Raid ausführte. 16 B-25 Bomber der USAAF starteten von der Hornet zu Luftangriffen auf japanische Städte. Am 4. Juni 1942 nahm Hornet an der Schlacht von Midway teil und war am 6. Juni an der Versenkung des japanischen Schweren Kreuzers Mikuma beteiligt. Im August 1942 unterstützte sie die Landung auf Guadalcanal und war nach der Beschädigung der Enterprise und Saratoga sowie der Versenkung der Wasp zeitweise der einzige verfügbare Träger im Pazifik.

Am 26. Oktober 1942 kämpfte sie zusammen mit der Enterprise in der Trägerschlacht bei den Santa Cruz-Inseln. Ihre Flugzeuge beschädigten den japanischen Träger Shokaku und den Schweren Kreuzer Chikuma schwer. Beim japanischen Gegenangriff wurde aber Hornet selbst von zwei Torpedos, drei Bomben und zwei Val-Sturzkampfbombern, die beschädigt in das Schiff stürzten, getroffen. Das schwer beschädigte Schiff wurde zunächst vom Schweren Kreuzer Northampton abgeschleppt, musste aber nach einem weiteren Torpedotreffer aufgegeben werden. Versuche der Zerstörer Mustin und Anderson, die Hornet zu versenken, scheiterten. Japanische Überwasserkampfverbände erreichten das Wrack. Wegen der schweren Beschädigungen wurde die Hornet nicht als Kriegsbeute eingeschleppt, sondern mit vier Torpedos von den japanischen Zerstörern Makigumo und Akigumo versenkt. 140 Mann der Besatzung starben bei Santa Cruz.

Hornet erhielt für ihre Einsätze im Zweiten Weltkrieg vier Battle Stars.

Das Modell

Das Modell des Flugzeugträgers USS Hornet (CV-8) im Maßstab 1/200 habe ich aus dem Bausatz von Merit (Trumpeter) gebaut. Leider kommt dieser nicht an die Qualität des Bausatzes der Bismarck aus dem gleichen Haus heran. Als ich mit dem Bau begonnen hatte, gab es noch keine Zubehörsets, so dass ich den Bausatz selbst verbesserte, z.B. den Splitterschutz dünn schliff oder komplett ersetzte, dessen Abstrebungen ergänzte und die Bordkräne auf "Blechstärke" schliff. Das Modell stellt die Hornet während des Doolittle Raid dar. Hierfür mussten die speziell angebrachten weißen Decksmarkierungen, die bei den Abziehbildern fehlen, selbst ergänzt werden.

Wolfgang Wurm

(Text über Original von Lars)