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Japanisches Schlachtschiff Mutsu (1/350, Hasegawa) von Peter Petri-Schäfer Drucken
Montag, 28. Januar 2019 um 06:00

Das Original

"Die Mutsu (陸奥), benannt nach der alten Provinz Mutsu, war ein Schlachtschiff der japanischen Marine, das im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde. Sie war das zweite Schiff der Nagato-Klasse. Am 6. Februar 1922, drei Monate nach ihrer tatsächlichen Übergabe an die japanische Marine, schlugen die Vertreter der USA bei der Flottenkonferenz in Washington vor, die Mutsu solle ebenso wie zwei amerikanische Schlachtschiffe der Colorado-Klasse verschrottet werden, damit Japan die ihm erlaubte Gesamtmenge an Schiffsraum einhalten könne. Die japanische Delegation behauptete daraufhin, die Mutsu sei bereits am 10. September 1921 in Dienst gestellt worden und man habe ihren Bau durch Geldspenden japanischer Schulkinder bezahlt, die man nicht enttäuschen wolle. Aufgrund des heftigen japanischen Widerstandes einigte man sich schließlich auf eine Anpassung der Grenzen nach oben, so dass Japan die Mutsu behalten konnte und die Vereinigten Staaten nur eines ihrer Schlachtschiffe verschrotten mussten. Nach dem Abschluss des Vertrages blieb die Mutsu für fast 20 Jahre das letzte in Japan gebaute Schlachtschiff.

Nach dem Angriff auf Pearl Harbor wurde die Mutsu hauptsächlich zu Ausbildungszwecken in sicheren Gewässern eingesetzt. Während der Schlacht um Midway im Juni 1942 war die Mutsu einige hundert Seemeilen hinter den Flugzeugträgern eingesetzt und hatte keine Feindberührung. Sie übernahm einen großen Teil der geretteten Seeleute der versenkten Flugzeugträger Kaga, Akagi, Sōryū und Hiryū und transportierte sie zurück nach Japan. In den Flottenoperationen um Guadalcanal fungierte sie als Sicherungsschiff für die japanischen Flugzeugträger. 1943 führte sie einen Versorgungseinsatz für eine japanische Garnisonstruppe auf der Insel Attu durch.

Am 8. Juni 1943 lag die Mutsu nahe der Insel Suō-Ōshima vor Anker. Kurz nachdem die Besatzung zu Mittag gegessen hatte, ereignete sich im achteren Magazin der Hauptgeschütze unterhalb von Turm 3 eine schwere Explosion. Das Schiff wurde in zwei Teile zerrissen, von denen der vordere sofort sank, während sich ein Teil des Achterschiffs bis 2 Uhr am nächsten Morgen über Wasser hielt. Nur 353 Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden, während 1121 Seeleute, darunter der Kommandant und einige Besucher, ums Leben kamen. Eine Kommission, die das Geschehen untersuchen sollte, kam zu keinem eindeutigen Ergebnis. Obwohl sogar Teile eines Geschützturms nachgebaut und Experimente mit verschiedenen Munitionstypen, die sich an Bord der Mutsu befunden hatten, durchgeführt wurden, konnten Sabotage oder ein Angriff durch ein U-Boot zunächst nicht ausgeschlossen werden. Erst spätere Tauchgänge zum Wrack belegten eine Explosion der Munitionsvorräte ohne äußere Einwirkung. Neben einem Unfall bleibt bis heute mutwillige Sabotage eine mögliche Ursache für die Zerstörung des Schiffs."

Quelle: Wikipedia

Das Modell

Hier stelle ich das Modell des japanischen Schlachtschiffs Mutsu vor. Leider ist dieser Bausatz im Gegensatz zu dem der Nagato nur noch schwer zu bekommen. Das Modell ist im Maßstab 1/350 von Hasegawa und stellt den Rüstzustand von 1941 dar.

Für das Modell hab ich mir folgendes Zubehör besorgt :

  • Bausatz Mutsu im Maßstab 1/350 von Hasegawa
  • Detail Up Parts Basic A ( Nagato) Hasegawa
  • Detail Up Parts Basic B ( Nagato) Hasegawa
  • Detail Up Parts Mutsu Hasegawa
  • Holzdeck für Mutsu: Hasegawa
  • Gedrehter Rohrsatz Nagato-Klasse: Master
  • Ätzteile für Leitern, Treppen, Steigeisen: diverse Hersteller
  • Farben von Tamiya und Life Color

Als Literatur nutzte ich verschiedene Bücher, u.a.

  • Encyklopedia Okretow Wojennych (AJ Press) Nr.51 Nagato/Mutsu vol.1
  • Encyklopedia Okretow Wojennych (AJ Press) Nr.52 Nagato/Mutsu vol. 2
  • Monografie Morskie (AJ Press) Nr. 5 Nagato / Mutsu
  • Warship Pictorial Nr. 38 IJN Nagato Class Battleships
  • Kagero Japanese Battleships 1905-1942
  • Trojca Kaiserlich Japanische Kriegsschiffe im Bild

Zuerst begann ich mit den üblichen Arbeiten am Rumpf wie Bullaugen aufbohren, Ankerklüsen öffnen usw. Nach dem Zusammenfügen von Rumpf und Deck lackierte ich als erstes das Unterwasserschiff, um problemlos die Steigeisen und Details am Rumpf anzubringen, ohne Befürchten zu müssen, dass sie beim Abkleben beschädigt werden. Nach dem Lackieren des Rumpfes ging es ans Deck: Aufbringen des Holzdecks und Detaillierung durch Lüfter, Kisten usw. Hier merkt man schnell den Unterschied zwischen einem hochwertigen Modell, da sehr wenig auf dem Deck schon angegossen ist, was die Detaillierung erleichtert. Weiter ging es dann mit den Aufbauten, die man schön separat fertig bauen und anschließend komplett aufs Modell montieren konnte. Bei der Bewaffnung wie Flak hab ich für die Zukunft beschlossen nichts mehr durch Zurüstanbieter zu ersetzen, wenn die Bausatzteile im akzeptablen Bereich liegen, weil was gut ist, muss man nicht immer ersetzen. Klar es geht immer besser, aber von diesem Superdetailierungshype, der momentan im Umlauf ist, komm ich immer mehr ab, da irgendwo eine Grenze sein sollte. Man muss wirklich nicht alles ersetzen, da heutzutage eh die Modelle schon sehr fein verarbeitet sind - nur mal so kurz am Rande erwähnt.

Nachdem auch alle Kleinteile wie Beiboote usw. montiert waren, ging es an die Takelage. Hierzu muss ich kurz sagen, dass es nicht so schwer ist, wie viele befürchten und eine Scheu davor haben. Man muss sich nur Gedanken machen, wo was hingeht und wie man es am besten befestigt. Alles andere folgt einer Logik. Wichtig ist nur immer von innen nach außen zu arbeiten, dann passiert am wenigsten, dass man hängenbleibt. Ich verwende bei den Modellen, da ich ausschließlich im Maßstab 1/350 baue, für die Takelage Uni Canis (ca. 0,035 mm), Soft Strong Angelschnur in 0,05 - 0,07 mm Stärke Uni Canis für Signalleinen, 0,05 -0,06 er für Kran und Steigleinen und 0,06 - 0,08 für die Hauptseile. Es sieht optisch besser aus, wenn verschiedene Stärken verwendet.

Fazit

Der Bausatz war sehr detailliert und passgenau. Das Zubehör war mit dem Modell gut abgestimmt, so dass man mit Spaß ein schönes detailliertes Modell bauen kann. Nur schade, dass man diesen Bausatz leider nicht mehr offiziell bekommt. Dafür gibt es die Nagato in zwei Versionen, wobei sie doch in vielen Bereichen sehr verschieden sind.

Peter Petri-Schäfer