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CFP: Schlepper Empire Ariel (1/250) Drucken
Dienstag, 12. April 2011 um 07:00

Deckelbild

Modell: Britischer Marineschlepper "Empire Ariel" (1942)
Hersteller: Coastal Forces in Paper (CFP)
Maßstab: 1/250
Material: Karton
Art.Nr.: CFP130
Preis: 11 €

Das Original

Die Empire Ariel war einer der Schlepper der Warrior-Klasse, die im Zweiten Weltkrieg im Auftrag des britischen Ministry of War Transport (MoWT) gebaut wurden. Alle Schiffe dieses staatlichen Programms hatten den Empire-Prefix in ihrem Namen, dabei wurden so unterschiedliche Schiffe wie Hilfsflugzeugträger (Merchant Aircraft Carrier, MAC) über Frachter, Tanker, Küstenfrachter etc. bis zu Schleppern gebaut. Für die Schlepper wurden überwiegend erprobte Vorkriegsentwürfe als Vorbild genommen, u.a. die 1935 gebaute Warrior, die das Vorbild für die Empire Ariel war. Letztere wurde 1942 von der Richard Dunston Ltd.-Werft in Thorne, Yorkshire gebaut. Wie viele andere der für das MoWT-gebauten Schiffen, wurde das Schiff auch schon im Krieg von einer privaten Reederei betrieben. Im Falle der Empire Ariel war dies die Overseas Towage & Salvage Co Ltd.

Empire Ariel war 27,6 m lang und 6,2 m breit (nach anderen Angaben 28 m lang und 6,25 m breit) und verdrängte 129 t. Sie war 10 kn schnell. Im Zweiten Weltkrieg war sie mit zwei Zwillings-MGs bewaffnet.

Nach dem Krieg wurde das Schiff 1947 an Compagnie Rem. Les Tuyaux Bleus in Bordeaux verkauft und in Ariel umbennant. 1951 wurde sie an J Lasry & Sons in Oran verkauft und in Jolasry 5 umbenannt. 1956 wurde sie wiederum verkauft und zwar an D Tripcovich & Co in Triest. Erneut erfolgte in Umbenennung und zwar in Velox. 1976 kaufte Marittima Farsoura das Schiff und baute sie zu einem Leichter um, der Manuella F genannt wurde.

Der Bausatz

Der Bausatz stellt das Schiff im Zustand des Zweiten Weltkriegs dar. Wie bei CFP üblich werden die Bögen gebunden mit der Anleitung geliefert. Die Teile haben keine Klebelaschen und die Knickkanten sind nicht auf die Teile gedruckt, so dass sie auch nach dem Zusammenbau auch nicht übermalt werden müssen. Die Teile sind auf grauen Karton in zwei verschiedenen Stärken gedruckt, so dass die Rückseiten auch schon eingefärbt sind.

Der erste Bogen (linkes Foto) enthält die Rumpfseiten, Aufbauten, Beiboote und diverse Details. Die Rumpfseiten dürften sehr schwer zu biegen sein, insbesondere am Heck. Die Türen und Klappen der Oberlichter liegen auch als extra Teil bei, so dass sie auch geöffnet dargestellt werden können.

Der zweite, auf dickerem Karton gedruckte Boge (Foto rechts oben) enthält die Wasserlinienplatte, Längs- und Querspanten, Decks, Davits, Rettungsflöße etc. Am Längsspant erkannt man gut, wie flach der Rumpf ist und die kompliziert entsprechend dessen Bau werden dürfte. Die enthaltenen Niedergänge haben keine Stufen und können eventuell durch Ätzteile verbessert werden.

Das Modell im Glasgow Museum of Transport hat einen prominenten Fender am Bug, den man aber nicht auf allen Fotos ähnlicher Schiffe erkennen kann - und der auch nicht dem Bogen beiliegt (und wahrscheinlich auch nur schwer aus Karton herstellbar ist).

Die Anleitung

Die Anleitung beinhaltet einen Abschnitt über das Original und dessen technischen Daten, ein Verzeichnis der verwendeten Quellen sowie die eigentliche Bauanleitung, in 32 Schritten mit Hilfe von Text und Fotos den Zusammenbau erklärt.

Das Schiff kann relativ leicht zu einer zivilen Variante umgebaut werden (siehe auch die Links unten).

Quellen

Fazit

Der Bogen der Empire Ariel dürfte den Bau eines guten Modells dieses Schleppers ermöglichen, sollte aber nicht gerade einfach zu bauen sein. Vom Vorbild her ist sowohl eine bewaffnete Variante aus dem Zweiten Weltkrieg als auch - mit kleinen Änderungen und anderem Anstrich eine zivile Version.

alt sehr empfehlenswert

Lars

Wir danken CFP für das Bausatzmuster