U-Boot B-49

Das russische Jagd-U-Boot B-49 (Б-49) ist eines der Schiff des Projekts 641 (NATO-Name Foxtrot). Diese Klasse war eine Weiterentwicklung des Projekts 611 (Zulu) und unterschied sich u.a. durch die Anordnung des Sonars an der Spitze des Bugs. Insgesamt 75 Boote des Typs wurden von 1957-83 gebaut. Sie wurden neben der russischen (sowjetischen) Marine auch von der indischen, kubanischen, libyschen, polnischen und ukrainischen Marine eingesetzt. Heute werden sechs der Boote als Museumsschiff genutzt. Es folgte das Projekt 641B (Tango) mit verbesserter Rumpfform.

B-49 ist 91,3 m lang, 7,5 m breit und verdrängt 1952 t (aufgetaucht) bzw. 2550 t (getaucht). Der Antrieb ist Diesel-Elektrisch, womit 16 kn getaucht und 16,8 kn aufgetaucht erreicht wurden. Die Besatzung umfasste 70 Personen. Die Bewaffnung bestand aus sechs 53,3 cm Bug- und vier 53,3 cm-Hecktorpedorohren.

B-49 wurde 1966 in Leningrad (heute St. Petersburg) gebaut und war Teil der Nordflotte mit dem Heimathafen Polyarny. 1974 wurde sie Teil der Baltischen Flotte, wo sie in Riga beheimatet war. 1993 folgte die Außerdienststellung. 1994 wurde sie nach England als Museumsschiff überführt, wo sie erst in London (oder Portsmouth?), ab 1998 in Folkestone als U-475 Black Widow ausgstellt war. 2007 musste sie als Museumsschiff schließen und wurde aufgelegt. Sie wird öfters auch fälschlicherweise als B-39 bezeichnet.

Heute liegt sie auf dem Medway nahe der Brücke zwischen Stroot und Rochester, kann nicht besichtigt werden und ist in keinem guten Zustand. Die Fotos habe ich dort im Mai 2012 gemacht:

 

Modelle gibt es im Maßstab 1/700 von Admiralty Model Works und OKB Grigerov, im Maßstab 1/350 von Admiralty Model Works.

Quellen:

 Lars