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Lenkwaffenkreuzer USS Vincennes (1/1250, HobbyBoss) von Michael Kaintoch Drucken
Mittwoch, 23. Januar 2013 um 07:00

Es ist ja so: Mein erstes Modell habe ich so um die Einschulung herum gebaut, das war die 1:1200er Bismarck von Revell. Sowas prägt! Und daß Herr Wiedling damals noch ein großes Spielwarengeschäft in München hatte, wo sich der kleine Michi sehnsüchtig die Nase an den Vitrinen mit Hunderten von 1:1250er Schiffen platt gedrückt hat, machte die Sache auch nicht gerade besser. Kein Wunder also, daß ich auch heute noch schnell zuschlage, wenn ein neuer Bausatz in einem dieser Maßstäbe herauskommt...

Das ist also meine USS Vincennes, gebaut aus dem Hobby Boss Bausatz im Maßstab 1:1250 (zur Bausatzvorstellung und Vorbildinformationen bitte hier entlang). Ein netter, kleiner Schüttelbausatz mit ausgezeichneter Paßgenauigkeit und ausreichender Detaillierung - das bei weitem Beste ist aber, daß Hobby Boss den Aufbautenblock und die Schornsteine in modernen, mehrteiligen Formen jeweils als ein einzelnes Bauteil gießt: Da gibt es keinen überquellenden Kleber, keine Lücken, kein Spachteln und keine Gefahr beim Versäubern der Klebestellen irgendwelche Details zu zerstören!

Man bekommt schon "aus der Schachtel" gebaut ein ordentliches Modell, besonders wenn man bei den Masten die Durchbrüche und das Gitterwerk in unterschiedlichen Farbtönen bemalt. Aber es gibt natürlich immer noch etwas, was man verbessern kann. Im einzelnen war das bei mir:

  • Entfernen und Neugravur der erhabenen Verfahrschienen auf dem Helodeck
  • Aufbohren des kleinen Abgaskamins links neben dem achteren Mk 26-Starter
  • durchbrochene Gittermasten aus Papier (mit Sekundenkleber gehärtet)
  • Fanggitter am Helodeck aus Papier (mit Sekundenkleber gehärtet)
  • Ergänzen der QR-82 SATCOMM Antenne auf dem Hangar (aber nicht die auf dem Brückendach... weia!)

Bemalt wurde meine Vincennes mit allem was so gerade da war, leider habe ich aber dabei ein zu dunkles Rumpfgrau verwendet... Die Decals habe ich nach dem Anbringen mit einer ganz leichten Lasur im jeweils darunterliegenden Grauton abgetönt. Die (rudimentäre) Takelage habe ich auch nur angebracht, weil ich die Call Signs aus Signalflaggen, die man häufiger am Vorbild beobachten kann, ganz nett finde - und irgendwo muß man die Flaggen ja auch befestigen! Die Signalleinen sind aus gezogenem Gußast, die Flaggen selbst habe ich auf Zigarettenpapier gedruckt. Und schließlich habe ich auch noch eine kleine Wasserfläche aus Acrylgel auf Aquarellpapier gestaltet.

"I find your lack of helicopter disturbing!"

Was allerdings in Hobby Boss gefahren ist, den Bausatz mit geöffneten Hangartoren und einer Inneneinrichtung für den Hangar, aber OHNE Bordhubschrauber zu produzieren, werden wir wohl nie erfahren! Das ist aber auch kein Beinbruch, passende Seahawks gibt es ja z.B. von CAP Aero oder Mountford. Ich habe allerdings einen anderen Weg beschritten und den Hubschrauber aus dem Wilhelmshavener Bogen Nr. 11271 "Airplanes for the NIMITZ carrier" in 20% der ursprünglichen Größe ausgedruckt und gebaut. Durch ein paar kleine Abänderungen (Position des Heckrads, Suchradar, MAD Anlage) ist er zum SH-60 geworden; die Rotoren sind wieder mit Sekundenkleber gehärtet.

Michael Kaintoch