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CMK: Torpedoraum für Typ IXC (1/72) Drucken
Sonntag, 01. März 2015 um 06:00

Deckelbild

Modell: U-Boot typ IXC Front Torpedo Section. Torpedoraum. Set for Revell kit U-Boot IXC
Hersteller: CMK
Maßstab: 1/72
Material: Resinteile, Fotoätzteile und ein Feinsägeblatt
Art.Nr.: N72011
Preis: ca. € 64,- zzgl Porto & Verp.

Fast zeitgleich mit der Ankündigung des Typ IXC U-Boots von Revell begannen auch die Planer der diversen Zubehör-Hersteller mit den Vorüberlegungen zu ihrer eigenen Produktpalette bezüglich des zu erwartenden Verkaufsschlagers. Ausgehend vom Erfolg ihrer Innenraum-Sets zu Revells Typ VIIC U-Boot war man sich bei CMK sofort einig, auch für den neuen U-Boot-Bausatz wieder Innenräume anbieten zu wollen. Die ersten fünf Sets sind nun seit einiger Zeit erhältlich und die letzten drei stehen vor der Tür. Ich möchte Ihnen diese Sets nun gerne, in der Reihenfolge von Bug nach achtern, nacheinander vorstellen.

Der Bausatz

Das (Bug)Torpedoraum-Set besteht aus dem vorderen Abschluss des Druckkörpers, einer Bodenplatte, zwei Druckkörper-Wandteilen, dem trennenden Druckschott nach achtern sowie diversen Einbauteilen und einem Torpedo.

In das vordere Abschlussteil des Druckkörpers werden die vier Endstücke der Torpedorohre, in zwei Paaren, eingesetzt. Die Endstücke sind geschlossen dargestellt und somit massiv gegossen. Eine Torpedolade- bzw. Wartungsszene, bei der ein Torpedo halb im Rohr steckt, wäre somit nicht ohne weiteres darstellbar. Die Rohrsätze werden noch mit diversen Anbauteilen aus Resin und Ätzteilen verfeinert und sehen anschliessend sehr überzeugend aus. In die Bodenplatte ist ein Lagerschacht für einen Torpedo eingelassen. Die Pallungen für den Torpedo lassen diesen allerdings zu weit aus dem Schacht herausstehen. Hier müsste man etwas Material abtragen, damit der Torpedo tief genug einsinkt. Der Torpedo ist der einzige Schwachpunkt des Sets. Er wird zwar mit Ätzteilen verfeinert, kann aber nicht ansatzweise mit dem Torpedo von Schatton konkurrieren und leider ist der Kopf auch noch etwas zu stumpf! Wenn man den Schacht abgedeckt darstellen möchte, fehlen einem leider die Flurplatten. Für einen mit Torpedos gefüllten Raum, wie er zu Beginn einer Feindfahrt aussah, fehlen natürlich die ganzen Torpedos, die über den Flurplatten lagerten, aber da kann man ja dann auf andere Produkte von CMK oder Schatton etc. zurückgreifen. Zu den Einbauteilen gehören noch sechs Kojen, Lampen, ein Luk für den Durchstieg nach achtern, die Stahlschienen zum Bewegen der Torpedos sowie das Torpedoladeluk für den Einführschacht oben auf dem Druckkörper. Der Einführschacht wurde natürlich deshalb dargestellt, da es in der Zukunft auch ein "Torpedolade-Set" geben wird!

Das Druckschott, das die Trennung zum Unteroffizierswohnraum darstellt, ist auf beiden Seiten detailliert, da es ja auch im Set "Bugraum" Verwendung findet.

Das Set ist so konstruiert, dass es auch alleine eingebaut werden könnte, aber das macht ja nicht so richtig viel Sinn. Dadurch, dass die Lampen an der Decke der Röhre einzeln eingeklebt werden können, wird der Einbau von LEDs erleichtert, denn man braucht nichts wegzuschneiden, sondern lediglich passende Löcher zu bohren. Prima!

Zum Set gehört auch noch ein Feinsägeblatt, das die Bearbeitung der Teile sicher erleichtert. Löblich! Der Resinguss ist einwandfrei, und dass man hier und da ein paar Hilfsstege entfernen muss, ist ja kein Problem.

Die Anleitung

Der farbige Bauplan ist klar und verständlich. Er liefert auch eindeutige Maße für den Rumpfausschnitt sowie eine 1:1 Schablone zum Ausschneiden und Anlegen am Rumpf, so dass das Anzeichen des Ausschnitts leicht fallen sollte.

Fazit

Für alle Modellbauer, die keine "Waterliner" sind und denen ein einfaches Standmodell des Typ IXC zu langweilig ist, bietet dieses Set eine Fülle an Möglichkeiten und Details. Wem es gelingt hier auch noch eine Beleuchtung einzubauen, wird mit einer museumsreifen Darstellung des Innenlebens eines Typ IXC Bootes belohnt. Der schwache Torpedo ist in meinen Augen kein überzubewertendes Manko.

alt uneingeschränkt empfehlenswert

Olaf Krabbenhöft

Wir danken MPM/CMK für das Bausatzmuster