Titel Navires & Histoire 91

Titel: Navires & Histoire N° 91 Août/Septembre 2015
Autor: Frédéric Stahl (Chefredakteur)
Verlag: Les Editions LELA PRESSE
Erscheinungsjahr: 2015
ISSN: 1280-4290
Umfang: 98 Seiten mit farbigen und schwarz-weißen Fotos sowie Zeichnungen
Preis: 12 € (beim Verlag), 14,6 € (NNT)

Inhalt

In der August/September-Ausgabe der französisch-sprachigen Zeitschrift Navires & Histoire finden sich Artikel über den französischen Freibeuter und Marineoffizier Jean Bart, das U-Boot Curie (das zeitweise als U.14 für die K.u.K-Marine fuhr), den deutschen Hilfskreuzer Seeadler, die Nutzung ehemaliger LCT-Landungsschiffe als Arbeitsschiffe sowie über ein Diorama des künstlichen Hafens Mulberry A während der Landung in der Normandie.

Im Einzelnen sind diese Artikel enthalten:

  • Le cas du sous-marin Curie, ex U.14, ex Curie von Gérard Garier: über das französische U-Boot Curie, das am 20. Dezember 1914 von der österreichisch-ungarischen Marine bei einem Angriff auf Pola erbeutet wurde. Diese stellte das Boot als U.14 wieder in Dienst und modifizierte es. Ihre erfolgreichsten Einsätze fuhr sie unter Georg Ritter von Trapp. Nach dem Ersten Weltkrieg fuhr sie wieder als Curie für die französischen Marine. Enthalten sind drei Pläne: vom ursprünglichen Zustand, nach dem Umbau als U.14 und wie sie nach dem Krieg wieder als Curie fuhr. Der Plan als U.14 ist eine Kopie eines Originalplans und nicht optimal wiedergegeben. Die anderen beiden dürften für Modellbauer aber sehr nützlich sein (siehe Beispielseite unten). Dazu gibt es noch zahlreiche Schwarz-Weiß-Fotos, die das U-Boot in verschiedenen Bauzuständen zeigen. Darunter sind auch einige Detailfotos. Außerdem findet man noch eine Reihe Fotos von Schiffen, die in der Geschichte des U-Boots eine Rolle spielten. Sehr empfehlenswert für alle, die den Bausatz der Curie bzw. U.14 von Kombrig/U-Boat Laboratorium im Maßstab 1/350 bauen wollen.

Beispielseite

  • 1694 sur mer, l'année Jean Bart von Patrick Villiers: über den berühmten französischen Freibeuter und Marineoffizier des 17. Jahrhunderts, der erst von Dunkerque (Dünkirchen) aus als Freibeuter operierte und später für die französische Marine gegen die Niederländer kämpfte. Illustriert ist der Artikel mit einigen Bildern von Seeschlachten sowie vielen Ansichten und Karten von Dunkerque. Hier wären mehr Abbildungen von den Schiffen Jean Barts interessant gewesen (falls existent).
  • Le Seeadler von René Alloin: Der fünfte Teil der Serie über deutsche Hilfskreuzer des Ersten Weltkriegs widmet sich der berühmten Seeadler, einem Dreimastvollschiff. Der Artikel erzählt die Geschichte der Seeadler, ihrer Kaperfahrt, ihrer Opfer (überwiegend große Windjammer) und ihres berühmten Kapitäns Felix von Luckner. Laut dem Artikel endete die Seeadler in einem versehentlich ausgelösten Brand. Illustriert ist der Artikel mit zahlreichen Fotos. Neben der Seeadler, darunter auch einige Fotos des ausgebrannten Wracks, finden sich Fotos von Schiffen, denen sie begegnet ist bzw. die sie versenkt hat (siehe Beispielseite unten).

Beispielseite

  • Le LCT de travaux maritimes (fin) von Jean-Yves Brouard: Fortsetzung der Serie über die zivile Nutzung von Landungsschiffen nach dem Zweiten Weltkrieg, hier über Arbeitsschiffe, die aus ehemals britischen LCT (4) umgebaut wurden und im Offshore-Geschäft für Öl- und Gasfirmen fuhren. Interessante Umbaumöglichkeiten, z.B. für die gedruckten LCT (4) der Kellbachs (soxfox2 auf Ebay).
  • Info maquettes über neue Bausätze und Neuheiten bei Modellbaufirmen.
  • Dioarama Port artificiel d'Arromanches au 1/350 par Alain Boivin: über ein eindrucksvolles Diorama des künstlichen Hafens Mullberry A am 16. Juni 1944 während der Landung in der Normandie. Der Artikel beschreibt das fertige Diorama. Viele Farbfotos zeigen sowohl Baustufen als auch den fertigen Zustand. Das Diorama im unfertigen Zustand kann man hier sehen.

Zum Abschluss findet man wieder farbige Zeichnungen von Offiziersuniformen der französischen Marine, in diesem Fall von Linienschiffsoffizieren (Captaine de Vaisseau und Lieutenant général) von 1786.

Fazit

Die vorliegende Auslage zeichnet sich durch eine interessante Mischung aus Artikeln aus und ist

alt sehr empfehlenswert

Lars