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Seeaufklärer/U-Jagdflugzeug Lockheed P-3C Orion (1/144, LS) von Matthias Pohl Drucken
Freitag, 06. April 2018 um 05:00

Das Original

Die Lockheed P-3 Orion wurde in den 1950er als Seefernaufklärer und U-Jagd-Flugzeug für die US Navy entwickelt. Der Entwurf beruht auf der Passagiermaschine L-188 Electra. Die erste Version ging 1962 in Dienst, die letzte Maschine wurde 1990 gebaut.

Das Modell

Hier stelle ich euch einen weiteren Kandidaten aus meiner US Navy-Sammlung in 1/144 vor, der erst kürzlich fertig gestellt werden konnte – nachdem er Jahre im Schrank der sich ansammelnden Bausätze verbracht hatte.

Zum Bau wurde ich von einem Kollegen der IG Waterline/Modellmarine motiviert, der mir den aktuellen Bausatz im Bonsai-Maßstab von Tomytec zeigte. Da ich ohnehin vorhatte, mir diesen zu besorgen, ihn aber zu motorisiert zu bauen, stieg ich zunächst einmal mit dem vorliegenden Oldie ein.

Der Bausatz ist ein alter Bekannter aus den späten 70er bzw. frühen 80er Jahren des letzten Jahrhunderts. Aber weit gefehlt, wenn man im LS-Bausatz (der auch schon mal bei Arii erschienen ist) erhabene Blechstöße oder ähnliches vermutet. Insgesamt nichts weltbewegendes, aber ein guter, solider Bausatz, der an manchen Stellen zusätzliche Detaillierung vertragen könnte, aber auch bereits direkt aus dem Kasten gebaut eine gute Figur macht.

Im Bausatz ist lediglich eine Decalversion vorgesehen, die der VP-19 „Big Red“, NAS Moffet Field, CA, 1975, diese hier:

Quelle: Scalemates

Jedoch waren die Decals schlichtweg überaltert und auch nicht sonderlich schön gedruckt, so dass ich mir einen Decalbogen von Starfighter besorgte. So wurde eine Maschine der VP-23 „Seahawks“ von der NAS Brunswick, Maine, aus dem Jahr 1976 realisiert.

Letztendlich war es ein Bau schlankweg aus der Box. Innen, direkt auf dem Waffenschacht, der geöffnet dargestellt werden kann, platzierte ich zwei Gewichte a 10 g aus dem Kfz-Bereich. Die sind auch zwingend nötig, will man keinen „Tailsitter“ produzieren.

Das ansonsten spartanische Cockpit wollte ich nicht weiter ausarbeiten, man sieht ohnehin nach dem Einsatz der Kanzelverglasung kaum mehr etwas davon. Lediglich die typischen orangeroten Sitze plus Gurte kamen zum Tragen.

Dann ging’s auch schon ans Lackieren mit Vallejo-Farben. Wie immer vor den Decals eine Schicht Tamiya-Klarlack, ein Pin-Washing mit verdünnter Ölfarbe, erneut Klarlack und schließlich der Decklack, Revell matt.

Die Figuren der kleinen Szenerie stammen von Preiser, der Jeep (verfeinert), das Service-Podest, Fahrrad und die NC-8A (Mobile Electric Power Plant) mit dem Anhänger (Airfield Utility Cart) kommen von Brengun. Lediglich die Einstiegsleiter der Orion kommt aus dem Bausatz von Tomytec, die ich dort nicht benötigen werde. Die kleinen Radkeile sind Eigenbau.

Ein Bausatz, der meines Erachtens immer noch seine Berechtigung hat – zumal in diesem Maßstab. Auch wenn er mit dem neuen Bausatz von Tomytec, der ja bereits vorlackiert, jedoch ausschließlich in japanischen Versionen erhältlich ist, nicht mithalten kann – für den Fan der modernen US Navy ist er fast alternativlos. Denn für eine hochdetaillierte Maschine der US Navy müsste man den Tomytec-Bausatz abbeizen. Damit gingen aber die vielen kleinen Details wie Wartungshinweise usw. verloren, die das Modell so überaus realistisch machen.

Matthias Pohl
PMC Fritzlar-Homberg e.V.