Modellsuche

Suchen


FlyHawk: deutscher Zerstörer G 39 (1/700) Drucken
Dienstag, 31. Juli 2018 um 05:00

G 39 Deckelbild (beim Transport beschädigte Packung)

Modell: German Großes Torpedoboot G-39 1916
Hersteller: FlyHawk
Maßstab: 1/700
Material: Polystyrol (Spritzguss), Abziehbilder
Art.Nr.: FH1309
Preis: 9,3 € (bei NNT)

Das Original

Der deutsche Zerstörer, klassifiziert als Großes Torpedoboot, G 39 gehörte mit G 37 bis G 42 zu dem Teil des 1914er Programms, das an die Kieler Germania vergeben wurde. Schon vor dem Krieg wurde festgestellt, dass der Fahrbereich zu gering war. Deshalb wurden die Nachfolger ab G 41 und G 42 um 3,5 m verlägert.

Technische Daten von G 39 (G 37G 40):
Länge: 79,5/78,6 m
Breite: 8,36
Tiefgang: 3,45/3,74 m
Verdrängung: 822/1.051 t
Maximale Geschwindigkeit: ca. 35 kn
Reichweite: 1300 sm/20 kn
Bewaffnung: 3-8,8 cm TK, 2 MG, 6-50 cm TR (2x2 und 2x1) und 24 Minen
Besatzung: 87 Mann

Indienststellung der Boote: zwischen Juni und September 1915

G 39 war das Boot, auf welches Admiral Hipper nach der schweren Beschädigung der Lützow in der Skagerrakschlacht umstieg. Das Schwesterboot G 37 hat später die Lützow per Torpedoschuß versenkt.

Quellen:

  • Fock: Z-vor!
  • Gröner: Die deutschen Kriegsschiffe Band 2 Torpedoboote, Zerstörer…

Der Bausatz

Der Bausatz besteht aus einem Gießast in einer Tüte. Diese Bauteile sind von guter Qualität. Leider liegen keine Minen bei. Das ist kein Problem, da es von 3D Model Parts gute Minen gibt. Die Abziehbilder sind separat verpackt.

Leider hatte diese Verpackung auf dem Transport etwas gelitten, was zu einer Verformung einer Rumpfseitenwand führte. Dies dürfte nach dem Verkleben mit der Bodenplatte und dem Deck behoben sein.

Hier der Rumpf im Sollzustand, da ich mir noch zwei Bausätze gekauft habe:

Die Brücke der Klasse wurde im Laufe des Kriegs umgebaut, wobei der Scheinwerfer auf eine Plattform am Fockmast verlegt wurde. Dazu wurden die 8,8 cm-Geschütze gegen 10,5 cm-Geschütze ausgetauscht. Das Teil A9 auf dem Heck könnte etwas mit dem Minenlegen oder Minensuchen zu tun haben und wurde entweder nachgerüstet oder nur zeitweise mitgeführt.

Die Anleitung

Der Bauplan ist mit den Farbangaben auf der Rückseite der Verpackung abgedruckt.

Seitlich ist eine Seitenansicht und eine Draufsicht abgebildet, welche aber nicht mit den Farben auf der Schablone (siehe unten) übereinstimmt. Bis Kriegsbeginn waren die Rumpfseiten im Regelfall schwarz, wobei Rumpfseiten im Laufe des Krieges, wahrscheinlich je nach Werft, zwischen hell- bis dunkelgrau je nach Foto schwanken.

 

Maskierschablone

Modell: German Großes Torpedoboot G-39 1916 - Paint mask
Hersteller: FlyHawk
Maßstab: 1/700
Material: Maskierschablone
Art.Nr.: FH710049
Preis: 8,8 € (bei NNT)

Zusätzlich ist eine Maskierschablone erhältlich.

Hier wird für das Deck Linoleum angegeben. In Kaiserliche Marine geheim von Lakowski gibt es auf Seite 170 ein Foto von S 144 im Dock nach Beschädigung mit einem sehr dunklen (dunkelgrau bis schwarz, eventuell auch dunkelgrün?) Deck, welches mit der Darstellung auf der Bausatzschachtel übereinstimmen würde. Dort ist die Kanone sehr hell entsprechend der hellen Farbe der Rumpfseiten.

 

Zurüstteile

Modell: German Großes Torpedoboot G-39 1916 - Photo-Etch & Barrels
Hersteller: FlyHawk
Maßstab: 1/700
Material: Fotoätzteile, Messingrohre
Art.Nr.: FH710047
Preis: 9,3 € (bei NNT)

Dazu gibt es auch einen Satz mit Fotätzteilen und Messingrohren. Hier der Bauplan für die Zurüstteile. Auf den ersten Blick erscheint er mir etwas sparsam. Damit muss man sich in Ruhe beschäftigen:

Hier die Ätzplatine und die Kanonenrohre:

Fazit

Endlich ein Großes Torpedoboot als Spritzgussmodel, was schon längst überfällig war! Bei einem Preis ca. 10 € lassen sich mit 30 € Teile der 1. Halbflottille mit G 38, G 39 und G 40 von 1916 bauen. Dazu hat man dann in der Lützow-Sonderedition sozusagen noch die G 37! Mit den T-Booten allein kann man z.B. ein ein kleines Diorama bauen, das man mit dem einen oder anderen Ms-Bootes beim Ablegen/Auslaufen darstellen kann. Ist mal etwas anderes als das Dickschiffeinerlei. Ich hoffe, dass Flyhawk mit solchen „Exoten“ weitermacht. Dafür vergebe ich

alt sehr empfehlenswert


Wolfgang

Wir danken FlyHawk für das Bausatzmuster