Segler nach IOM-Vorbild - Der Innenausbau Drucken
Samstag, 13. November 2004 um 09:52

So, nachdem ich das Schiff außen genug mit Schleifpapier bearbeitet habe, kommt jetzt die Innenseite dran. Dazu wird der Rumpf vorsichtig von Spantengerippe getrennt (Natürlich verbleiben der erste und der letzte Spant am Boot). Im derzeitigen Zustand wiegt der Rumpf gerade mal 224g - mal sehen wie schwer er nach der Innenbearbeitung ist.
Das Ganze sollte dann so aussehen! Wie ihr seht habe ich die Spanten einfach nur mit Brettchen/Leisten ausgesteift. Ich will damit auch keinen Preis gewinnen, es soll einfach nur stabil sein!
Jetzt bräuchte man nur Spant 0 und 10 einfach wieder aussägen und fertig wäre man für das nächste Boot. Deswegen kommt das Spantengerüst zur Aufbewahrung in den Keller. Vieleicht gibt es ja nach den ersten Testfahrten noch etwas zu verbessern.
Hier auch eine Aufnahme wo man die verklebten Leisten sehr gut sieht. Außerdem sieht man auf dem Bild auch noch die Punkte wo die Spanten gesessen haben und wie die Leisten eingepasst wurden.
Jetzt kommt eine Arbeit auf die cih mich besonders freue...der Rumpf wird innen geschliffen! Auch hier will ich keinen Scale-Preis gewinnen, sondern einfach die Innenseite des Rumpfes ein wenig glätten. Wenn die Innenseite einigermaßen glatt ist dann kommt wieder das Epoxydharz und das Glasfilamentgewebe zum Einsatz. Damit ist der Rumpf zwar nicht mehr wettbewerbskonform, aber ich baue ja nur nach "IOM-Vorbild". Es wird nur eine Schicht Harz und eine Matte eingebaut die hinterher nicht mehr groß geschliffen wird.
Wenn das alles soweit erledigt ist kommt die Mast- Kieltasche dran. Diese habe ich mir aus mehreren Balsaholzteilen zusammengeleimt und dann mit einer Schicht Epoxy und Gewebe laminiert. Zusätzlich kommen dann wieder zwei Spannten zur Stabilität ins Boot. Diese sind diesmal aber aus Balsaholz und liegen vorne und hinten an der Mast- Kieltasche an.
Die Kieltasche wurde wie auf dem Bild schön zu sehen ist aus mehreren Teilen zusammengefügt. Sie besteht aus 4 Teilen 4mm Balsa-Holz-Brettchen und aussen das Brettchen hat 2mm. Durch die Vorgabe des Mastdurchmessers von 12mm und der Breite der Masttasche von 16mm wurde der Rest rechts und links mit zwei Sperrholzbrettchen die in die Form der Masttasche eingepasst wurden aufgefüllt. Die beiden Formhälften wurden dann erst an der späteren Innenseite laminiert und nocheinmal nachgeschliffen. Erst jetzt wurden die beiden Teile miteinander verbunden.
Nun kommt eine Aufgabe mit der ich immer bis zum bitteren Ende warte: Ein Loch in den Rumpf schneiden und zwar an der Stelle wo später die Kieltasche drüber kommt. Anschließend wird der Kiel und die Kieltasche an den Rumpf angepasst.

Bei den beiden Spanten wird im Bauplan nur die Höhe und Breite durch den Rumpf vorgegeben. Der Radius für den Vordeckspant ist mit dem Zirkel so Pi mal Daumen angepaßt worden, denn Höhe und Breite waren ja bekannt. Die Spanten selber sind aus 2mm Balsa-Brettchen zusammengeleimt, die später 4mm starken Platten wurden an den Rumpf angepasst und dann zusätzlich mit einer Schicht Glasgewebe laminiert. Natürlich kann man die Teile auch aus einer Platte herstellen, aber da ich nur vorhandenes Material verwende mußte das ein wenig umständlicher gebaut werden.
Der hintere Spannt schliesst mit der oberkannte des Decks ab. Die Kieltasche liegt unterhalb der späteren Decks und der Kiel wird durch eine Holzschraube mit einer großen Unterlegscheibe gesichert.

Den Bootsständer habe ich mit Schraubzwingen festgeklemmt, damit er stabil den Rumpf aufnehmen kann. Dann die Rumpfschale durch Akkus (geht aber auch anderer Ballast) beschwert und am Anfang und am Ende des Rumpfes mittig ein Lot angebracht welches auf einer geraden Linie zeigt. An der Kieltasche ein entsprechend kürzeres Lot und auf dem Rumpf quer eine Wasserwaage. Der Kiel wurde mit einem Lot genau wie der Rumpf ausgerichtet. Alles so gut es eben geht ausrichten und dann alles erstmal schnell befestigt.
Immer wieder mal die Lote und Mittigkeiten überprüfen! Das ist eine Arbeit bei der man nicht weggehen sollte solange der Rumpf und die Kieltasche nicht durch ausgehärteten Kleber befestigt ist!!!!!!!! Lieber einmal zuviel überprüft als einmal zuwenig!!!!!
Hier gehts jetzt mit dem Ruderservo weiter. Ich benutze ein "Simprop SES 900 2BB" mit den Abmessungen (LxBxH in mm)45,3 x 22,7 x 24,6. Dieses Servo sollte mit seinen 9kg/cm Stellkraft und seinem Gewicht von 34g ausreichend sein. An dem Servohebel wurden zwei Gabelköpfe angebracht und diese dann mit dem Ruderhebel verbunden. Das Servo bekommt einen Platz unter dem hinteren Mittelholm, aber so daß man es eventuell wieder ausbauen kann.
Hier das Bild des Ruderservo mit den angebauten Gabelköpfen.
Jetzt ein Bild der Segelwinde. Ich habe mich für das Produkt der Firma HITEC (HS-785HB)entschieden, weil das laut Empfehlung von erfahrenen Modellseglern ein gute und außerdem preisgünstige Winde sein soll. Ich habe selbst noch keine Erfahrung auf dem Gebiet der Segelwinden.
Als Empfänger benutze ich einen robbe "RX 600" Mirco Empfänger (habe leider gerade kein Bild).Dieser paßt am besten zu meiner FC-16 Fernsteuerung und neigt auch nicht zum Servozucken sollte der Empfang mal beeinträchtigt sein.
Wenn ihr fragen habt einfach eine Mail an Burkhardt


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