Titel: Paddle Warships - The earliest Steam Powered Fighting Ships, 1815-1860
Verlag: Conway Maritime Press
Autor: David K Brown
Umfang: 94 Seiten mit schwarz-weißen Photos, Bildern und Plänen
Erscheinungsdatum: 1993
ISBN: 0-85177-616-7
Preis: nur noch antiquarisch erhältlich, ursprünglich ca. 38 €

Titel

Titel: Warships for Export Armstrong Warships 1867-1927
Verlag: World Ship Society
Autor: Peter Brook
Umfang: 243 Seiten mit schwarz-weißen Photos plus Skizzen
Erscheinungsdatum: 1999
ISBN: 0 905617 89 4
Preis: 47 €

Der chilenische Panzerkreuzer O'Higgins

Inhaltsübersicht

Dieses englischsprachige Buch beschreibt alle von der berühmten britischen Werft Armstrong zwischen 1867 und 1927 gebauten Kriegsschiffe. Armstrong hatte einen starken Einfluß auf die Entwicklung der Kriegsschiffe. Besonders die Elswick-Kreuzer, Geschützte Kreuzer, die von Argentinien, Brasilien, Chile, China, Italien, Japan, Portugal, Rumänien, Spanien, Türkei, Uruguay und den USA eingesetzt wurden, waren sehr bekannt. Nach einer kurzen Einleitung über den Konzern, dessen Werften und Konstrukteure, werden alle Schiffe beschrieben. Diese sind in die Kapitel Kanonenboote, Geschützte Kreuzer, Panzerkreuzer, Schlachtschiffe/Schlachtkreuzer/Flugzeugträger, Torpedoschiffe/U-Boote, Leichte Kreuzer und Diverse und innerhalb der Kapital chronologisch eingeteilt. Jede Klasse wird mit einer allgemeinen Einleitung, technischen und historischen Daten, Bewaffnung, Panzerung und kurzen Lebensläufen charakterisiert. Dazu kommen noch mindestens ein Photo oder ein Profil, oft aber auch beides. Die Schiffe der Royal Navy werden trotz des Titels ebenfalls erwähnt. Die entsprechenden Abschnitte sind aber kürzer gefaßt. Abgeschlossen wird dieses Buch mit einem Kapital über Geschütze und Lafetten, sowie ein ausführliches Literaturverzeichnis.
Das norwegische Küstenpanzerschiff Tordenskjold

Fazit

Da ich schon lange einen der von Armstrong gebauten berühmten Elswick-Kreuzer bauen wollte, fand ich den Titel sehr ansprechend. Auf den ersten Blick ist das Buch dann enttäuschend, weil es nur Profile und Photos enthält. Allerdings ist das Buch eine wahre Fundgrube und sehr hilfreich wenn es um Details, Umbauten etc. eines dieser Schiffe geht, von denen es in 1/700 inzwischen doch einige Bausätze von Modelkrak und Kombrig gibt. Dafür ist das Buch

EMPFEHLENSWERT

Lars

Titel mit Barbaros Hayreddin in Selanik (Salonica), 1911

Titel: The Ottoman Steam Navy
Verlag: Conway Maritime Press
Autoren: Bernd Langensiepen, Ahmet Güleryüz, James Cooper
Umfang: 201 Seiten mit schwarz-weißen Photos plus Skizzen
Erscheinungsdatum: 1995
ISBN: 0-85177-610-8
Preis: ca. 45 €

Seite aus dem geschichtlichen Teil mit Photos von Ordu, Gödcedäg und Avnillah

Inhaltsübersicht

Dieses englischsprachige Buch beschreibt die Geschichte und die Schiffe der Osmanischen Marine von 1828-1923, also u.a. während des Krim-Kriegs, der Balkan-Kriege und des Ersten Weltkriegs.

Das Buch besteht aus vier Teilen: Eine mit vielen Aufnahmen von Schiffen bebilderte Geschichte der Osmanischen Marine; einen Photo-Teil mit großformatigen Photos der diversen Schiffe; einen Teil mit technischen und historischen Daten, sowie oft auch Photos und Zeichnungen aller Schiffsklassen; einen Anhang mit diversen Tabellen, u.a. mit Flottenlisten zu verschiedenen Zeitpunkten und Übersetzungen der Namen.

Die Photos sind überwiegend nirgends sonst zu finden und stellen eine Mischung aus Detailphotos und Gesamtansichten da. Bei vielen Klassen sind auch Skizzen vorhanden. Bei einzelnen Schiffen ist ein Profil, eine Aufsicht, Längs- und Querschnitte vorhanden, so dass das Schiff in kleineren Maßstäben wie 1/700 selbst gebaut werden kann: das Panzerschiff Mesudiye im ursprünglichen Zustand und nach dem Umbau 1903; das Panzerschiff Iclaliye im Zustand von 1870, 1905 und 1915; der Geschütze Kreuzer Mecidiye im Zustand von 1902; das U-Boot Abdülhamid von 1886 und das Kanonenboot Aydin Reis von 1912. Bei anderen Schiffen sind Profil und Decksansicht vorhanden, wobei mit Hilfe der Photos ebenfalls ein Eigenbau möglich sein sollte.

Seite aus dem Photo-Teil, hier Muin-i-Zafer 1906,1912 und 1913Seite aus dem Teil über die einzelnen Klasse, hier u.a. Heybetnüma und Sinop

Fazit

Dieses Buch ist voller Anregungen für Eigenbauten. Besonders interessant sind die modernisierten Panzerschiffe. Von den ehemaligen deutschen Schiffen Torgud Reis (ex Weissenburg), Barbaros Hayreddin (ex Kurfürst Friedrich Wilhelm), Yavuz Sultan Selim (ex Goeben) und Midilli (ex Breslau) sind zwar keine Zeichnungen vorhanden, aber dafür viele Photos. Insgesamt ist dieses Buch über ein kaum behandeltes Thema

EMPFEHLENSWERT

Lars

Titel

Titel: Kaiserliche Marine geheim 1871-1918
Verlag: Brandenburgisches Verlagshaus
Autor: Richard Lakowski
Umfang: 216 Seiten mit schwarz-weißen Photos und Originalplänen
Erscheinungsdatum: 2006
ISBN: 3-87748-651-7
Preis: 14,95 Euro

Inhaltsübersicht

Hier wird die Taschenbuchausgabe eines Buches, das ursprünglich bereits 1993 erschienen ist, besprochen. Wie der Untertitel "Mit 230 Dokumenten aus den Akten des Amtes Kriegsschiffbau" schon besagt, geht es hier um eine Sammlung von Photos, Texten und Plänen und nicht um eine systematische Beschreibung der Kaiserlichen Marine. Nach einer kurzen Einleitung zeigt der Autor pro Seite eines oder mehrere Dokumente. In Gegensatz zu meiner Erwartung findet man aber kaum Pläne. Nur von dem Geschützten Kreuzer Emden I findet man alle notwendigen Ansichten für ein Modell, während ansonsten eher Pläne zu finden sind, die für den Modellbauer nur bedingt hilfreich sind, z.B. der Pumpenplan der Korvette Charlotte oder eine Skizze der Beschädigungen des Schlachtkreuzers Moltke aus der Schlacht von Skaggerak. Diverse Originaltexte sind abgebildet, aber oft sehr klein, so dass man sie relativ schlecht lesen kann.

Die eigentliche Stärke dieses Buches sind die zahlreichen Photos. Diese zeigen die Schiffe der Kaiserlichen Marine von frühen Panzerschiffen wie Kaiser aus den 1870er Jahren bis hin zu dem nie fertig gestellten Schlachtkreuzer Graf Spee. Die Photos stellen eine Mischung aus Gesamt- und Detailansichten dar. Die meisten der Photos zeigen Schiffe während des Baus, bei Umbauten oder Beschädigungen. Die Bildunterschriften sind überwiegend informativ. Allerdings haben sich auch vereinzelt Fehler eingeschlichen, z.B. wird als die ursprüngliche Bewaffnung der Kreuzer Graudenz und Regensburg die nach ihrem Umbau angegeben, u.a. 10,5 cm-Geschütze als 15 cm-Geschütze bezeichnet.

Beispielseite: Panzerkreuzer SMS Gneisenau

Fazit

Wer einfach eine Sammlung von Photos von Schiffen der Kaiserlichen Marine sucht, für den ist diese Neuauflage, auch wegen ihres günstigen Preises,

EMPFEHLENSWERT


Lars



Titel: The Complete Encyclopedia of Battleships and Battlecruisers
Untertitel: A technical directory of all the world`s capital ships from 1860 to the present day
Ausgabe: Gebunden
Umfang: 272 Seiten mit 322 Abbildungen, die meisten in Farbe, mit deutschen und englischen Untertiteln
Autor: Tony Gibbons
Verlag: Salamander Books Limited
Erscheinungsdatum: Juli 1983
Sprache: Englisch
ISBN: 0861011422
Preis: bereits vergriffen ab 30,-- Euro

alt

Titel: Steam, Steel & Shellfire
Reihe: Conway's History of the Ship
Autor: Robert Gardiner, Andrew, Dr Lambert
Verlag: Conway Maritime
Sprache: Englisch
ISBN: 0785814132
Preis: 22,90 Euro (Amazon)

Inhalt

  1. The Introduction of Steam
  2. The Screw Propeller Warship
  3. Iron Hulls and Armour Plate
  4. The American Civil War
  5. The Age of Uncertainty 1863 - 1878
  6. Warships of Steel 1879 - 1889
  7. The Pre-Dreadnaught Age 1890 - 1905
  8. Underwater Warfare and the Torpedo Boat
  9. Early Submarines
  10. Naval Armaments and Armour
  11. Warship Machinery

In nur 90 Jahren zwischen 1815 und 1905 vollzog sich im Schlepptau der industriellen Revolution ein dramatischer Umbruch im Schiffsbau. Die Verfügbarkeit immer leistungsfähigerer Antriebsmaschinen, der Bau von Rümpfen aus Eisen und schließlich aus Stahl sowie eine immer mächtiger werdende Artillerie veränderten das Erscheinungsbild der Flotten grundlegend.

Wo dreihundert Jahre lang hölzerne Segelschiffe mit in Breitseiten aufgestellten Batterien die Meere beherrschten, hatte innerhalb von zwei Generationen das dampfgetriebene, gepanzerte stählerne Schlachtschiff mit bis zu 18.000 Tonnen Verdrängung deren Nachfolge angetreten.

Dieses hervorragend illustrierte Buch zeichnet sehr detailliert die stürmische Entwicklung nach die der Schiffsbau damals nahm. Dabei wird entgegen gängiger Meinungen aufgezeigt, wie sorgfältig die Marineführungen der damaligen Zeit bei den technischen Neuerungen zwischen Wunschdenken und Praxistauglichkeit unterschieden.

Auch die Einführung neuer Waffen - Minen und Torpedos - sowie deren Auswirkungen auf Strategie und Taktik der Flottenführung wird ausführlich beschrieben.

Fazit

Ein ganz ausgezeichnetes Buch! Wer sich für dieses Thema interessiert kann hier für relativ wenig Geld ein sehr schön illustriertes und fundiert geschriebenes Buch bekommen.

Ein echtes Schnäppchen!

Stefan