Titelseite

Titel: Navires & Histoire 130 Avril/Mai 2022
Autor: Frédéric Stahl (Chefredakteur)
Verlag: Lela Press
Erscheinungsjahr: 2022
ISSN: 1280-4290
Umfang: 98 Seiten mit zahlreichen farbigen und schwarz-weißen Fotos und einigen Plänen
Preis: 13,6 € (bei NNT Modell + Buch)

Inhalt

Wegen der Erkrankung des Chefredakteurs erschien die Ausgabe 130 leider verspätet. Diese Ausgabe erschien mit Hilfe diverser Autoren. Gute Besserung an den Chefredakteur! In Heft 130 finden sich überwiegend Artikel über Schiffe und U-Boote des Zweiten Weltkriegs.

  • Quelques sujets d'Actualité von Jean Moulin. Den Anfang macht eine Übersicht über die maritime Entwicklung vom November 2021 bis zum Februar 2022. Es werden Neubauten, diverse Einsätze und Schiffsbewegungen behandelt bis hin zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. In diesem Artikel finden sich viele Farbfotos moderner Kriegsschiffe.
  • Le croiseur lourd HMS Exeter von Philippe Caresse: ein Artikel über den britischen Schweren Kreuzer HMS Exeter, der sowohl kurz die Entwurfsgeschichte und technischen Eigenschaften beschreibt, als auch den Lebenslauf in der Zeit vor dem Krieg über die Schlacht am Rio de la Plata bis zu ihrem Untergang der Javasee. Illustriert ist der Artikel mit einigen Zeichnungen, darunter Seitenansichten von 1933 und 1942 und einigen Zeichnungen der Geschütze, sowie vielen Schwarz-Weiß-Fotos. Passende Bausätze gibt es inzwischen einige, darunter im Maßstab 1/350 von Trumpeter und im Maßstab 1/700 von Aoshima.
  • Les liasions secrètes des sous-marins français von Jean Moulin: über Anlandung von Agenten bzw. deren Evakuierung durch französische U-Boote im Zweiten Weltkrieg, darunter Einsätze der Minerve und Junon 1940-43 in Norwegen und diverser U-Boote, insbesondere der berühmten Casabianca, 1942-43 im Mittelmeer. Illustriert ist der Artikel mit einigen Karten sowie Schwarz-Weiß-Fotos der beteiligten U-Boote. Es gibt z.B. einen Bausatz der Casabianca der 1500 t-Klasse im Maßstab 1/700 und 1/350 von L'Arsenal und den Turm der Casabianca kann man heute in Bastia besichtigen.
  • Les Pocket Liberty. Des Liberty "de poche"? von Jean-Yves Brouard: über die Frachter des Typs C-1-M-AV1, von dem 215 Schiffe während des Zweiten Weltkriegs gebaut wurden. Diese waren kleiner als die Liberty-Schiffe und hatten die Brücke achtern. Die Geschichte der Schiffe und ihrer Entwicklung werden kurz beschrieben und einige besondere Exemplare gezeigt, so die USCGC Courier, die als Schulschiff für die US Küstenwache fuhr (und davor als Radiosender für Voice of America). Genauer wird noch auf den Lebenslauf zweier französischer Schiffe des Typs eingegangen: Canche und Bresle. Die Fotos, überwiegend schwarz-weiße, zeigen die Schiffe in verschiedenen Bauzuständen (siehe Beispielseite unten).

Beispielseite

  • Les sous-marines type Antiope. Worms, budgets 1927, 1828, 1929 von Jean Moulin: über die vier U-Boote der Antiope-Klasse, die zum Untertyp Worms der Diane-Klasse gehörten: Antiope, Amazone, Oréade und La Sibylle. Der Typ wird kurz beschrieben, genauso der Lebenslauf der vier U-Boote. Skizzen zeigen die verschiedenen Bauzustände der Klasse, dazu sind zahlreiche Schwarz-Weiß-Fotos enthalten (siehe Beispielseite unten).

Beispielseite

  • L'odyssée de la class Fantasque. 4e partie: Années 1943: Fortsetzung der Artikelserie über die französischen Großzerstörer der Fantasque-Klasse (frühere Teile in Heft 127, 128 und 129). In diesem Teil geht es über die vier überlebenden Schiffe im Jahre 1943, die zu Leichten Kreuzern umklassifiziert wurden und auf Seite der Alliierten kämpften. 1943 war Triomphante noch im Indischen Ozean und wäre dort während eines Sturms fast gesunken. Fantasque und Terrible wurden im Mittelmeer eingesetzt, wobei Fantasque in Ajaccio auf einen Felsen lief und nur mit Mühe wieder geborgen werden konnte. Malin wurde 1943 endlich nach den Schäden, die sie in der Schlacht von Cassablanca erlitten hatte, in den USA repariert und modernisiert. Audacieux wird auch kurz erwähnt, da deren Wrack in Bizerte zurück erobert wurde, aber nicht repariert werden und nur noch ausgeschlachtet werden konnte. U.a. wurde ein Propeller genutzt, um einen beschädigten der Terrible zu ersetzen. Schwarz-Weiß-Fotos zeigen die vier Schiffe und einige andere, mit denen sie im Einsatz waren, darunter auch Fotos der Triomphante während und nach dem furchtbaren Sturm im Dezember 1943.

Fazit

Eine gelungene Ausgabe und es ist eine gute Nachricht, dass diese Ausgabe, wenn auch mit Verzögerung, erschienen ist. Die Artikel sind lesenswert und wie immer gut illustriert.

empfehlenswert


Lars