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Torpedobomber Douglas TBD-1 Devastator (1/48)

Das Original

Der Torpedobomber Douglas TBD Devastator wurde 1934 von der US Navy bestellt und flog 1935 zum ersten Mal. Er war für seine Zeit sehr fortschrittlich. Er war der erste trägergestützte Eindecker der US Navy, das erste Ganzmetallflugzeug, das erste mit einem komplett geschlossenen Cockpit und das erste mit hydraulisch einklappbaren Flügeln der US Navy. Zwischen 1937 und 1939 wurden 130 Maschinen gebaut, die bei Beginn des Zweiten Weltkriegs zur Standardausrüstung der Träger der US Navy gehörten. Sie wurden in allen frühen Schlachten eingesetzt, so versenkten Devastator den japanischen Flugzeugträger Shosho in der Schlacht im Korallenmeer. In der Schlacht bei Midway erlitten sie aber katastrophale Verluste: 41 Devastator erzielten null Treffer und nur sechs Maschinen kehrten zu ihrem Träger zurück. Wegen schlechter Koordination griffen sie ohne Jagdschutz alleine an, lenkten damit aber die japanische Jagdflugzeuge ab, so dass die zu spät eingetroffenen Dauntless-Sturzkampfbomber drei der japanischen Träger schwer beschädigen konnten. Die Devastator wurde darauf von den Fronteinheiten zurück gezogen und durch die Grumman TBF Avenger ersetzt (von der bei Midway auch fünf von sechs Maschinen abgeschossen wurden).

Torpedobomber Douglas TBD-1 Devastator (1/48)

Die Douglas TBD-1 Devastator war 10,7 m lang, hatte eine Spannweite von 15,2 m und ein maximales Abfluggewicht von 4,6 t. Der Antrieb erfolgte durch einen Sternmotor mit 900 PS, womit 179 kn (332 km/h) erreicht wurden. Die Besatzung bestand aus drei Mann, die Bewaffnung aus zwei 0,76-cm-MG (eines starr nach vorne eingebaut, eines beweglich hinten im Cockpit) sowie einem Torpedo, einer 450-kg-Bombe, zwei 230-kg-Bomben oder zwölf 45-kg-Bomben.

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Das Modell

Great Wall Hobby (GWH) liefert eine sehr gute Basis. Die Qualität ist jedoch wieder erwarten nicht mit der der Fw 189 zu vergleichen. Klappen und auch die Tragflächen brauchen erhöhte Aufmerksamkeit, der Übergang Flächen-Rumpf zudem auch etwas Spachtel.

Ein weiteres Manko sind die Abziehbilder. Sie sind matt und sehr dick, wie auch gegen jede Form von Weichmacher resistent. Ersatz ist auf dem Zubehörmarkt leicht zu finden, nur war mir das vor der Verarbeitung noch nicht bewusst, dass auch Abziehbilder echte Sorgenkinder werden können.

Die beigefügten Fotoätzteile reichen absolut zur Detaillierung von Torpedo und Cockpit. Wer jedoch mehr haben möchte, Eduard hat einen schönen Fotoätzteilset für den Innenraum.

Gebaut ist das Modell aus dem Kasten bis auf die Gurte (Eduard Navy Set) und das Pilotrohr aus 0,6er Messingrohr und 0,2er Silberdraht aufgebaut.

Farben sind das Interiorgrün von Alclad, das Gunze H 56 für die Oberflächen und ein Weiß von Gunze Mr. Color für die Unterseite. Der Torpedo ist mit Stahl von Gunze Metal Color und ein Gunze Hobby Color H ? am Sprengkopf bemalt.

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Markiert ist die Devastator als Maschine, geflogen von Fähnrich George H. Gay am  4. Juni 1942 in der Schlacht von Midway von der USS Hornet aus und einzigen Überlebenden der VT 8 an diesem Tag.

Torpedobomber Douglas TBD-1 Devastator (1/48)

Jens Gerber

(Text über Original von Lars)