Das Original
Die Supermarine Seafang F.Mk.32 war ein trägergestütztes Jagdflugzeug der Royal Navy und stellte den letzten Entwicklungsschritt in der Linie dar, die von der Supermarine Spitfire und Seafire über die Supermarine Spiteful zur Seafang führte. Das Muster entstand auf Grundlage der Spiteful, deren modernes Tragflügelprofil mit laminaren Strömungseigenschaften übernommen wurde. Die Seafang war für den Einsatz auf Flugzeugträgern vorgesehen und erhielt dazu unter anderem einen Fanghaken, klappbare Tragflächenspitzen und gegenläufige Propeller zur Verringerung des Drehmomenteffekts. Die Version F.Mk.32 war die endgültige und leistungsstärkste Ausführung. Sie wurde nach der Spezifikation N.5/45 entwickelt und sollte die Seafire als Standardjäger der Fleet Air Arm ablösen. Aufgrund des raschen Übergangs zum Strahlflugzeugzeitalter blieb die Produktion jedoch sehr begrenzt. Insgesamt wurden lediglich 18 Seafang gebaut, darunter Prototypen und Vorserienmaschinen. Die Fertigung erfolgte in den Jahren 1946 bis 1947.
Die Supermarine Seafang F.Mk.32 hatte eine Länge von 10,39 m und eine Spannweite von 10,67 m. Das maximale Startgewicht lag bei 4.750 kg. Angetrieben wurde das Flugzeug von einem flüssigkeitsgekühlten Rolls-Royce-Griffon-89-Zwölfzylinder-V-Motor mit einer Leistung von 2.350 PS, der zwei gegenläufige Dreiblattpropeller antrieb. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 413 kn beziehungsweise 765 km/h. Die Besatzung bestand aus einem Piloten. Zur Bewaffnung dienten vier 2-cm-Hispano-Mk.V-Maschinenkanonen in den Tragflächen. Zusätzlich konnten unter den Tragflächen zwei Bomben mit je 454 kg Gewicht oder Raketenbewaffnung mitgeführt werden.
Die Maschine mit der Seriennummer VB895 war einer der beiden Prototypen der Seafang F.Mk.32 und gilt als das bekannteste Exemplar dieses Typs. Ihr Erstflug fand im Juni 1946 statt. VB895 war mit dem Griffon-89-Motor, den gegenläufigen Propellern und den klappbaren Tragflächen ausgestattet und repräsentierte damit die vorgesehene Serienausführung. Im August 1946 wurde das Flugzeug der niederländischen Marine in Valkenburg vorgeführt, um mögliche Exportaufträge zu gewinnen. Anschließend diente die Maschine zu umfangreichen Erprobungen. Am 21. Mai 1947 führte der Testpilot Mike Lithgow mit VB895 Decklandungen auf dem Flugzeugträger HMS Illustrious durch. Die Versuche verliefen erfolgreich und bestätigten die grundsätzliche Eignung des Musters für den Trägerbetrieb. Dennoch entschied sich die Royal Navy angesichts der aufkommenden Strahlflugzeuge und der Konkurrenz durch die Hawker Sea Fury gegen eine Serienbeschaffung.
Das Modell
Der Bausatz stammt von AZmodel. Über den Bau kann ich sagen, dass die Hauptkomponenten recht gut passen. Anfallende Arbeiten waren: Fahrwerksschächte einpassen, Sinkstelle am unteren Seitenruder beseitigen, Kameraöffnungen öffnen und verglasen und fehlende Positionsleuchten und Staurohr ergänzen.
Dargestellt ist einer der beiden Prototypen, die VB895, im Jahre 1946.
Manfred Rausch
(Text über Original von Lars)







