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Baubericht HMRT Samsonia - Teil 1: Der Rumpf Drucken
Samstag, 17. März 2007 um 16:31
Dies ist eine einfache Schritt-für-Schritt Beschreibung um einen Schlepper, die HM Rescue Tug Samsonia, im Maßstab 1/700 zu bauen. Das Original besaß eine Länge von 61,5 und eine Breite von 3,7 Meter.
Benötigtes Material:
NorthWest Short Line true sander
NorthWest Short Line the chopper
Mission models Mikro-Meissel
Stahllineal
Zuerst müssen die Zeichnungen auf den gewünschten Maßstab heruntergerechnet werden. Dabei wendet man folgende Formel an:
Skalierungsfaktor = Maßstab der Zeichnung / gewünschter Maßstab
Kleines Rechenbeispiel: Der Maßstab der Zeichnung beträgt 1/200, das Modell sollte aber 1/700 haben, so ergibt das den Skalierungsfaktor 200/700 = 0,2857. Danach kann der Bau in Angriff genommen werden.
Der Plan im richtigen Massstab
Als ersten Bauschritt beginnen wir mit der Wasserlinie des Rumpfes und fügen noch ca. 0.2-0.5mm an Tiefe hinzu (damit man das Schiff im Diorama in die Wellen legen kann, ohne daß es zu tief im Wasser liegt).
Ich verwendete zwei 1mm-Platten, die ich mit Plastikleim miteinander verklebte. Ich ziehe normalen Plasikklebstoff dem Sekundenkleber vor, weil man ansonsten bei den groben Schleifarbeiten gerne die Klebenaht zwischen den verschiedenen Schichten aufreißt. Das ist mir schon ein paarmal bei 0,1mm-Platten passiert, und dieses Malheur zu beheben ist absolut kein Vergnügen!
Die verklebten Platten werden beschwert und mindestens 48 Stunden ruhen gelassen, damit der Klebstoff gut durchtrocknen kann. Danach wird das Deck gemäss dem Plan ausgeschnitten, und auf den laminierten Rumpf geklebt. Ich verwende „3M Super 77“-Kleber, da man ihn gut mit Terpentin entfernen kann und er das Plastik nicht angreift.
Nun kann man den Rumpf in die richtige Form schleifen, und dabei noch ca. einen 0,25 mm breiten Rand lassen. Dazu verwende ich den "North West Short Line true sander", da ich damit absolut senkrechte Seitenwände erhalte.
Fahren wir nun mit dem Rumpfbau fort. Ich lege den Rumpf auf die Seitenansicht und überprüfe, wo noch weiter in die Höhe gebaut werden muss. Dann klebe ich so lange 0,25mm-Streifen auf, bis ich zum höchsten Punkt des Rumpfes gelangt bin. Die selbe Arbeit muss man auch für die Heckpartie ausführen. Danach verspachtet man die entstandenen Treppenstufen mit Tamiya-Spachtel und man läßt die Spachtelmasse mindestens 48 Stunden trocknen.

Die aufgeklebten Platten Die verspachtelten StufenIch begann nun damit, die mittlerweile getrocknete Spachtelmasse wieder abzuschleifen, bis die Treppenstruktur der aufgeklebten Platten wieder sichtbar wird. Am besten geht dies mit Nassschleifpapier, da das Wasser gleich den Schleifstaub entfernt.
Die Stufen, nach dem Verschleifen
Anschliessend muß man mit einer Polierfeile (wie man sie in jeder Drogerie für die Maniküre bekommt) die Deckrundung herausarbeiten. Dabei immer wieder das Profil mit dem Bauplan vergleichen. Da das Plastiksheet durch den Spachtel etwas aufgeweicht wurde, muss der Rumpf wieder zwei Tage trocknen, danach wieder mit Spachtelmasse dünn überstreichen, damit alle Unregelmässigkeiten ausgeglichen werden. Das Bild der „Cherokee“ zeigt, wie es am Schluss aussehen soll.
Ein fertiger Rumpf
Nach drei dünnen Schichten Spachtelmasse ist der Rumpf bereit für die letzte 0,25mm-Lage Polystyrol. Die Spachtelmasse muss absolut durchgetrocknet sein; wenn nicht, so wird sie sich noch etwas zusammenziehen und dabei das Deck verformen (ich spreche da aus Erfahrung...). Ich lassen den Rumpf noch einen oder zwei Tage durchtrocknen und schleife ihn dann in die endgültige Form. Nächste Woche erläutere ich den Bau der Kabine und der Decksausrüstung.
Harry Abbott
Aus dem Englischen übersetzt von AlexRumpf mit aufgeklebtem Oberdeck