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Querschnitt HMS Triton, 1773 - Teil 8: Beplankung des Unterwassserrumpfes Drucken
Sonntag, 23. September 2007 um 19:30

Nach einer längeren Sommerpause ist es an der Zeit meinen Baubericht fortzusetzen.
Bevor das Unterwasserschiff beplankt wird, setzt man normalerweise die Barkhölzer. Da ich noch das Unterdeck fertigstellen muss, habe ich beschlossen, von der Reihenfolge abzuweichen und zuerst das Unterwasserschiff zu beplanken.
Für die Beplankung werden Leisten von 5mm Breite (am Kiel 9mm) und 1,5mm Dicke benötigt. Um Materialungenauigkeiten ausgleichen zu können, habe ich die benötigten Leisten aus einem 2mm Brettchen geschnitten. Jeweils eine Seite der Planken wurde schräg angeschliffen, um die Krümmung des Rumpfes auszugleichen.
Da das Vorbohren der Löcher der inneren Beplankung (siehe Teil 5) sehr aufwendig war und auch nicht das gewünschte Ergebnis gebracht hat, habe ich meine Vorgehensweise geändert.
Ich habe nur noch die Löcher zur Befestigung am mittleren Spant vorgebohrt, da die Planken an dieser Stelle während des Trocknens des Weißleims mit kleinen Nägeln gesichert wurden. Außen habe ich die Planken mit kleinen Zwingen festgesetzt. Die Planken wurden nicht nur an den Spanten sondern auch untereinander verklebt.



Als Nächstes habe ich die aufgeklebten Planken mit einem kleinen Schwingschleifer (Proxxon) abgeschliffen. Anschließend wurden die überstehenden Planken mit einer kleinen Trennscheibe abgeschnitten.
Zum Verschleifen der Kanten habe ich mir aus einer 15x5mm Kiefernleiste einen Schleifklotz gebaut. Mit diesem wurden die Planken vorsichtig mit dem äußeren Spant plangeschliffen.



Nach knapp 2 Stunden Schleifarbeit bildeten Spant und Planke eine Flucht.

Die beiden Detailaufnahmen zeigen die Fugen und auch einige Stellen am Kiel, bei denen ich noch einmal nacharbeiten muss.



Nach Fertigstellen der Beplankung müssen als nächstes die Löcher zum Anbringen der Holzdübel gebohrt werden; bei 29 Plankengängen pro Seite, 9 Doppelspanten und 2 Dübeln pro Doppelspant macht das 1044 Bohrungen (Ich darf gar nicht daran denken, wieviele Bohrungen bei einem kompletten Schiff auf mich zukommen.)
Als Erstes habe ich die Achsen jeder Nagelreihe am obersten Spant angezeichnet und anschließend auf ein passend zurechtgeschnittenes Stück Tamiya Tape übertragen. Mit diesem wurden die Achsen auf etwa jeden 7. Plankengang übertragen.



Entlang der Markierungen habe ich 5mm breite Streifen Tamiya Tape zur Markierung der Achsen aufgeklebt.



Mit einem kleinen Dorn wurden nun die Bohransatzpunkte markiert. Hierbei ist mir bei der äußersten Reihe ein kleiner Fehler passiert. Nach Fertigstellung der Backbordseite, habe ich nicht daran gedacht, dass die Löcher auf der Steuerbordseite spiegelbildlich angeordnet werden müssen. Nach dem Einkleben der Holzdübel und Überschleifen des Rumpfes sollten die Macken nicht mehr sichtbar sein. Mit einem 1mm Bohrer habe ich abschließend die Löcher gebohrt. Mittlerweile kann ich zwar auch deutlich kleinere Dübel herstellen, doch wollte ich die Größe der Dübel bei dem Modell nicht variieren.



Das Verfahren ist sehr viel einfacher und rationeller, wie die zuerst auf der Rumpfinnenseite verwendete Methode. Gleichzeitig ist die Ausrichtung der Bohrungen am Spant erheblich genauer.


Zur Herstellung der Dübel, habe ich mir aus Buchenbrettechen Leisten geschnitten und 0,9mm Dübel gezogen. Für die 1044 Bohrlöcher habe ich dabei etwa 4m Dübel verbaut.



Nach dem Einkleben aller Dübel habe ich die überstehenden Enden der Dübel abgeschliffen. Hierbei hat mir mein kleiner Schwingschleifer wieder gute Dienste geleistet. Abschließend wurde die Beplankung mit Leinöl geölt.