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Baubericht: HMS Tiger (C20) in 1/600 Teil 3 Drucken
Dienstag, 26. Januar 2010 um 07:00

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Das Achterdeck wurde mit zwei aufgeleimten 1,5mm Sheetstreifen auf seine Endbreite gebracht. Im Anschluss daran wurde die Kontur des nächsten Decks angepasst. Hier wurde der Winkel der Längsseiten und die Breite des Deckhauses korrigiert.

Baubericht HMS Tiger in 1/600 - Teil 3Baubericht HMS Tiger in 1/600 - Teil 3
Die Vorgehensweise erfolgte nach der bereits vorgestellten und bewährten Technik:
1. Veringerung des alten Winkels durch Abfräsen.
2. Verbreiterung des Decks durch Aufkleben von Sheetstreifen (hier 2x 1,5mm)
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Bei den darüber liegenden Decks wurden anschließend die Höhen angepasst und alle Details entfernt.

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Die Schanzkleider wurden, wie schon bei der Brücke, aus 0,3mm Sheet angefertigt. Danach wurden die beiden Einzelteile der hinteren Aufbauten ausgerichtet und miteinander verleimt.

Dumm gelaufen: Kaum verleimt, mussten die gerade angebrachten Schanzen wieder entfernt werden, um den Block hochkant in einen Schraubstock einspannen zu können. Der  viel zu breite Sockel des Hauptmastes musste schmaler gefräst werden. Maßgeblich war dabei kein Originalmaß, sondern die Abmessungen des geätzten Mastbauteils von WEM. Schanzkleidkleben Teil 2: Im Vergleich mit dem vorherigen Bildern ist deutlich ist die schmaler gefräste Mastbasis zu erkennen.

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Als nächstes folgten einige kleine Hauptdeckarbeiten. Die Breite des Mittschiffdurchgangs unter den 5“ Zwillingsgeschützen war noch immer nicht ausreichend. Zusätzliches Laminieren mit 1mm Sheetstreifen sorgte für Abhilfe.

Baubericht HMS Tiger in 1/600 - Teil 3Baubericht HMS Tiger in 1/600 - Teil 3

Der gesamte Mittschiffsbereich bereitete mir noch immer Kopfzerbrechen, da faktisch jede angespritzte Struktur „out of scale“ war. Auch der viel zu niedrige Decksprung machte sich wieder unangenehm bemerkbar. Ich entschied mich für die radikalste Vorgehensweise und entfernte alle Erhebungen.Eines der Probleme, das durch die niedrige Deckhöhe entstand: Die Türen passten nicht.

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Vorsichtig wurde der Bereich tiefer gefräst, bis das Deck dort nur noch hauchdünn war.Das Resultat:
Die Tür passt, das Deck ist noch unversehrt. Das Ganze ist natürlich Blendwerk, denn eigentlich müsste nicht nur dieser schmale Mittschiffsbereich, sondern das gesamte Achterdeck auf diese Weise abgesenkt werden. Aber das war mir zu brisant. Dazu hätte ich vorher eine Platte zur Verstärkung unter das Achterdeck kleben müssen. Schlechte Vorplanung rächt sich immer.

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Aber zumindest die Mittschiffsbereiche konnte ich noch anpassen. Zunächst verschloss hierzu ich die Montagelöcher für die Beiboote und Barkasen mit Pfropfen, die ich aus Gießästen gezogen hatte und verspachtelte die Kerben, die die Säge hinterlassen hatte. Nach dem Trocknen/Aushärten wurde die Fläche mit einer Feile egalisiert.

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Das nächste Bild ist ein Kontrollfoto, wie ich es häufiger knipse. Das erste Decksegment ist verleimt und mit einem aufgelegten Lineal halte ich die Abstände und Positionen der Aufbauten fest.

Nachdem die Maße notiert waren, wurden die fehlenden Deckolatten aufgeleimt. Damit ein stufenloser Übergang der aufgeleimten 0,5mm Platten zum Vorderdeck entsteht, wurden zwei schmale 0,5mm Streifen entlang der vorderen Aufbauten geklebt und keilförmig angeschliffen.

Diese Aktion mit dem Abfräsen und Deckaufkleben war zwar wieder aufwändig, führt aber zu wichtigen Verbesserungen:
A) Die Kante zum gepanzerten Bereich der Mittelartillerie wird flacher und vorbildgetreuer.
B) Der hintere Decküberhang konnte dargestellt werden
C) Ebenso der vordere Überhang
D) Der Decksprung wirkt deutlich größer (obwohl es nur ½ mm ist)
E) Für die Aufbauten entstand ein ebener und fehlerfreier Deckbereich.

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Das komplette Achterdeck der HMS Tiger war mit Teak beplankt. Um die Plankenstruktur nachzuempfinden gravierte ich mit einer hochkant gestellten Feile parallele Kerben in die Deckfläche. Ein gerader Pappstreifen, der in Längsrichtung ausgerichtet war diente hierbei als Führung, denn die Streifen konnten nur in ca. 5mm breiten Streifen angefertigt werden.

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Jetzt konnte ich auch zum ersten Mal eine kleine Vormontage durchführen und einen grundsätzlichen Eindruck von den veränderten Proportionen gewinnen. Hier zum Vergleich mit dem echten Tiger in ähnlicher Perspektive. Unzufrieden bin ich nicht, aber ich hatte den Eindruck, dass beim Modell das Vorschiff zu kurz ist.

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Lutz

Ende Teil 3