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HMS Achilles, 1757 - Teil 3 Drucken
Sonntag, 25. April 2010 um 07:00

Steuerbordansicht der HMS Achilles

HMS Achilles 1757
Die Ausrüstung

Im heutigen Teil des Berichts möchte ich auf verschiedene Ausrüstungsgegenstände des Modells näher eingehen.

Die Bewaffnung

Die Kanonen des Schiffes wollte ich „verzurrt“ und bei geschlossen Stückpforten darstellen. Hierzu wurden sie „seemäßig auf Fahrt“ getakelt und fixiert sowie mit Radkeilen und Rohröffnungskappen versehen. Die oberen beiden Bilder zeigen die verzurrten Kanonen auf der Back (links) und dem Schanzdeck (rechts), die beiden unteren einen Blick auf die Stückpforten.

Die Anker

Die fünf Anker fertigte ich aus Holz, wonach sie ihren Platz auf den Rüsten bzw. hängend am Penterbalken einnahmen.

HMS Achilles
Ankersortiment (mit Barkasse im Hintergrund)

Der Vertäuanker hängt am Kranbalken und 2 Stromanker wurden auf der Fockrüste verzurrt. In den Fockwanten hängen die Ankerbojen, die, je nach Anker, unterschiedliche Größen hatten (linkes Bild). Das rechte Bild zeigt die "Catheads" am Kranbalken, Kattblock, Katt-Talje und Perturleine

Der Penterbalken (= Davit) war bis 1780 ein vierkantiger, in seiner Länge der Backdeckbreite entsprechender Balken mit Pentertakel und seitlich angebrachten Haltetauen. Er diente zum Einholen (Pentern = von hängender, vertikaler Position am Kranbalken in die Waagrechte bringen) des Ankers. Auf der Steuerbordseite liegt der Buganker auf der Rüste, und der Pflichtanker hängt am Penterbalken

Die Beiboote

Der Bau der Beiboote erfolgte „auf Block“, d.h. die verlängerten Spanten wurde auf einen vorgeformten Holzblock im oberen Bereich angeklebt, anschließend beplankt, das verlängerte Spantenstück jeweils abgetrennt und anschließend das Spantgerüst von der Form abgehoben.

HMS Achilles HMS Achilles HMS Achilles
Holzblock und Spantgerüst nach der Trennung             während des Ausbaus                             Kutter                         

Um für den Betrachter die Sicht in die Kuhl freizugeben, wurde nur die Pinasse auf den Reservespieren gelagert und verzurrt sowie die Anzahl der Reservestengen und –rahen über der Kuhl reduziert. Neben Bootsmasten und Riemen wurde auch das Ruderblatt im Boot gelagert. Querbalken über der Kuhl zur Boots- und Spierenlagerung wurden erst in späteren Jahren eingesetzt.

Die restlichen Boote werden außerhalb des Schiffes gezeigt oder am Rahtakel hängend dargestellt.

 

Dr. Volker Wendt