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Corsair Armada: Lenkwaffenfregatte USS Garcia FF-1040 (1/700) Drucken
Donnerstag, 17. Juni 2010 um 07:00

Corsair Armada: Lenkwaffenfregatte USS Garcia FF-1040 (1/700)

Modell: USS Carcia (DE/FF-1040)
Hersteller: Corsair Armada
Maßstab: 1/700
Material: Resin
Art.Nr.: CAP-7007
Preis: 37,40 € (NNT Modell + Buch)

Das Original

USS Garcia (DE/FF-1040) war eine Fregatte der United States Navy und Typschiff der Garcia-Klasse

Garcia wurde am 22. Juni 1961 ursprünglich als Geleitzerstörer (Destroyer escort, daher die DE Kennung) geordert und am 16. Oktober 1962 bei Bethlehem Steel in San Francisco, Kalifornien auf Kiel gelegt. Nach der Taufe durch die Schwester des Namensgebers lief das Schiff am 31. Oktober 1963 vom Stapel, die Indienststellung erfolgte am 21. Dezember 1964. Nach ersten Erprobungsfahrten vor der kalifornischen Küste wurde die Fregatte Anfang 1965 durch den Panamakanal in den Atlantik verlegt und machte in seinem neuen Heimathafen Newport, Rhode Island fest. Von dort aus operierte das Schiff in den folgenden Jahren vor allem als Begleitschiff für Trägerverbände und Konvois.

Am 10. November wurde die Garcia außer Dienst gestellt, am 31. Januar 1989 wurde sie an Pakistan übergeben. Bis zum 13. Januar 1994 diente das Schiff als Saif in der pakistanischen Marine, im März 1994 wurde es zur Verschrottung nach Singapur verkauft.

Diese Klasse wuchs parallel zu den FFG der Brooke-Klasse auf, denen sie im Aussehen sehr ähnlich ist. Es ist dies die erste mittelgroße Serie an ozeanischen Geleitschiffen, die groß genug waren, um SQS-26 Sonar und einen LAMPS-I-Hubschrauber mitzuführen. Der Entwurf für diese Schiffe wurde kritisiert, weil er an Stelle von neuen 12,7-cm-Geschützen Mk 42, die damals in ausreichener Anzahl offensichtlich noch nicht vorhanden waren, nur die alten L/38 vorsah. Ähnlich wie die der Brooke-Klasse wurden auch diese Schiffe für den DASH-Betrieb ausgelegt. Mit Ausnahme von FF-1048, 1050 und 1098 wurden die übrigen Einheiten auf bemannte LAMPS-I-Hubschrauber umgerüstet. Im Laufe der Bauzeit wurden die Nachlademagazine für ASROC entwickelt, so dass ab FF-1047 alle Einheiten je ein solches Magazhin unter den Brücke aufzuweisen hatten. Einige Einheiten hatten im Heckraum TR Mk 25. Auf den älteren Einheiten wurden diese später entfernt, auf den neueren erst gar nicht installiert. Eine Schlingerdämpfungsanlage ist vorhanden.

Innerhalb der Klasse gibt es Besonderheiten. So wurde auf Voge und Koelsch die sogenannte ASWC + CS-Anlage angebracht, die mit einer auf U-Jagd abgestellten NTDS-Anlage zu vergleichen ist. Die Verwendung der Schleppsonaranlage SQR-15 war der Grund dafür, dass auf Sample und Albert David die LAMPS-I-Modifikation nicht durchgeführt wurde.

 
Technische Daten
Wasserverdrängung:  3.400 ts
Abmessungen:          126,3 x 13,5 x 7,9 m
Antriebsanlage:         Getriebe-Turbinen, 2 Kessel
Leistung in PS:          35.000
Geschwindigkeit:        27 kn
 
Bewaffnung
2 x 12,7 cm-L/38 - Mk 30
1 ASROC - Mk 16
6 UTR-32,4 cm - Mk 32
1 H. LAMPS-I-SH-2 (nicht auf 1048, 1050 und 1098)
 

Der Bausatz

Corsair Armada aus USA schliesst mit dem Bausatz der USS Garcia FF-1040 eine Lücke in US-amerikanischen Lenkwaffenfregatten aus der Zeit des Kalten Krieges. In einer stabilen Pappschachtel findet der Modellbauer alle wesentlichen Teile zum Bau des Modells, sowie Plastiksheet für die Masten.
 
Corsair Armada: Lenkwaffenfregatte USS Garcia FF-1040 (1/700)
 

Sauber gegossen präsentiert sich der Rumpf, blasenfrei und ohne Verwerfungen. In der Länge ist der Rumpf für den Maßstab allerdings etwa 1 mm zu kurz, auch die Breite ist nicht ganz stimmig, der Deckssprung ist korrekt. Aufbauten, Ankerketten, Barbetten und Poller sind schon teilweise mit angeformt. Am Heckspiegel sollten die Öffnungen der UTR Mk 25 zum Bau späterer Versionen geschlossen werden. Hier hat der Modellbauer die Wahl.

 
Rumpf Rumpf Rumpf
In einen dünnen Trägerfilm eingegossen sind die Teile für den Brückenaufbau, der Schornstein, der ASROC-Raketenwerfer, der Hangar für die LAMPS-I-Hubschrauber. Weiterhin enthalten der für DASH-Dronen konzipierte niedrigere Hangar und ECM- Antennen. Carcia erhielt ihren ersten LAMPS 1973. Nicht umgerüstet wurden Sample, David und Glover , so dass auch diese Schiffe baubar wären.
 
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Die übrigen gesockelten Teile zeigen reichlich Fischhaut, die sorgfältig entfernt werden sollte. Der ersten Sockel unten zeigt das Nachlademagazin für die ASROC-Anti-U-Boot-Raketen, Mastplattformen, Teile für die Mack und Brücke, sowie die Splitterschutzschilde für seitlich des Brückenaufbaus. Das enthaltene SPS-40 Radar ist in der Resinform nicht besonders gelungen und sollte durch bessere Fotoätzteile ersetzt werden.Gleiches gilt für das SPS-10-Radar, im zweiten Sockel enthalten. Darin auch Beiboote, Geschützrohre, die auch auszutauschen sind, Davits. Der in gelblichem Resin gegossenen letzte Sockel enthält Radome, Plattformen, Torpedorohre, Anker.
 
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Die Anleitung

Der relativ großformatige Bauplan erinnert an jene von JAG, enthält Historisches, eine Auflistung aller zu verbauenden Teile und Zeichnungen mit Nummerierung zur Postionierung der einzelnen Bauteile. Eine Bemalungsanweisung fehlt allerdings. Im Bild rechts wird auf die Besonderheiten von FF-1048 Sample eingegangen, weiterhin wird auf die Fotoätzteile von Gold Medal Models und Tom's Modelworks zur Aufrüstung verwiesen, was gerade zum Bau von SPS-40 und SPS-10 interessant sein dürfte. Der Anfänger dürfte mit dieser Anleitung überfordert sein, der fortgeschrittene Modellbauer dürfte sich noch relativ gut zurecht finden.
 
Bauplan Bauplan

 

Quellen

 

Fazit

Recht gut umgesetzter Bausatz von auch relativ guter Gussqualität. Decals und Fotoätzteile fehlen allerdings. Weitere Recherche ist empfehlenswert. Für den fortgeschrittenen Modellbauer gedacht. Baubar sind ausser dem Typschiff weitere verschiedene Versionen dieser Klasse von frühen US-amerikanischen Lenkwaffenfregatten.

 

alt empfehlenswert


Jörg