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Tamiya: Landungsschiff JMSDF Ohsumi (1:700) Drucken
Mittwoch, 20. Juni 2012 um 06:00

Seitentitel

Modell: JMSDF LST-4001 "Ohsumi"
Hersteller: Tamiya
Maßstab: 1:700
Material: Spritzguss
Art.Nr.: 31003
Preis: ca. 21€ (bei HLJ.com)

Das Original

Über die japanische Ohsumi ist im Internet nicht viel zu finden, jedenfalls nicht, wenn man kein Japanisch kann... das Schiff wurde 1995 in Maizuru auf Kiel gelegt, und am 11. März 1998 in Dienst gestellt. Die Ohsumi-Klasse beinhaltet noch zwei weitere Schiffe, die LST-4002 Shimokita und LST-4003 Kunisaki. Die Bezeichnung LST ("Landing ship tank") weist darauf hin, dass es sich um ein Landungsschiff handeln sollte, allerdings weist die Ohsumi keine Laderampe am Bug auf, was diese Typen eigentlich auszeichnet. Am ehesten ist sie als Docklandungsschiff zu bezeichnen, sieht sie doch vom Grundaufbau her einer Wasp-Klasse ziemlich ähnlich. Wie so oft ist die Bezeichnung aus politischen Gründen etwas geradegebogen worden. Die Ohsumi ist ein eher kleines Landungsschiff mit einer Länge von gerade 178 m und maximal 14000 Tonnen (als Vergleich, die erwähnte Wasp-Klasse hat 252 m Länge und ca. 40000 Tonnen Verdrängung...)

Technische Daten:
Länge:          178 m
Breite:          25.8 m
Tiefgang:      6 m
Verdrängung: 8'900 t, max. 14'000 t
Antrieb:             2x Mitsui Dieselmotoren mit 27'000 PS
Geschwindigkeit: 22 kn

Ausrüstung / Bewaffnung:
60 m langes Welldeck für max. 2 Luftkissenfahrzeuge (LCAC)
Flugdeck für 4 Hubschrauber (je 2 CH-47 Chinook und SH-60J). Kein Hangar vorhanden
10-20 Kampfpanzer, 40 Fahrzeuge, 330 Soldaten
Bei Hilfseinsätze: ca. 1000 Zivilisten
2x Phalanx 20 mm CIWS
6x Mk. 36 Täuschkörperwerfer
Besatzung: 135 plus 330 Marineinfanteristen 

Der Bausatz

Bei diesem Schiff handelt es sich um ein altbekanntes Modell von Tamiya; der Copyrightvermerk datiert von 1999. Die Detailierung des einteiligen Rumpfes geht in Ordnung; positiv fällt auf, dass die rote Wasserlinienplatte wie angegossen unter den Rumpf passt, so dass eine separate Lackierung möglich ist. Die Gangway weist etwas wenig Tiefe aus, kann aber mit einem Washing schnell behoben werden. Ein Innenraum ist abgesehen vom Welldeck nicht vorhanden. Wer seinem Modell ein Innenleben spendieren möchte, kann auf die Shimokita vom selben Hersteller zurückgreifen, da ist das gesamte Fahrzeugdeck samt Fahrzeuge und transparentem Deck vorhanden.


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Nebst dem Rumpf sind noch drei weitere Spritzlinge vorhanden - derjenige mit dem Flugdeck (leider zweigeteilt) und zwei etwas kleinere mit der Ausrüstung, wobei nur die LCAC und CH-47 enthalten sind. Schade, zwei Seahawk und Kampfpanzer wären wirklich nützlich gewesen, um die LCAC nicht ganz leer darstellen zu müssen.


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Die Details sind ansprechend. Beim Luftkissenfahrzeug kann man wählen, ob man ihn in Fahrt (=Schürze aufgeblasen) oder im Ruhezustand (=Schürze schlaff) darstellen möchte. Die ummantelten Propeller wirken etwas grob, aber das lässt sich ohne photogeätzte Teile schwer besser darstellen. Beide Varianten sind je zwei mal vorhanden.


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Die Aufbauten sind annehmbar detailliert, man sollte aber mindestens die Plattformen dünner schleifen und in der Grabbelkiste nach einem Ersatz-Radar Ausschau halten; auf dem Flugdeck sind die Zurrpunkte als leichte Vertiefungen dargestellt. Der Aufzug ist als Gravur sichtbar, wer ihn absenken möchte, muss das Messer anlegen. Die Heckklappe lässt sich beweglich motieren, falls gewünscht.

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Decals

Der Bogen mit den Nassschiebebildern enthält die Markierungen für das Deck, sowie diverse kleinere Decals für die Ausrüstung. Es sind genügend Decals vorhanden, um alle 4 LCAC auszustatten. So hat man noch etwas für die Grabbelkiste übrig. Als weitere kleines Extra ist noch ein Drachen auf dem Bogen zu finden, der vermutlich das "Maskottchen" des Schiffes ist. Jedenfalls wird der Drachen nicht verwendet. Die Decals sind Tamiya-typisch etwas dick und glänzend.

 

Die Anleitung

Sie besteht aus einem ca. A4 grossen Faltblatt. Auf der Vorderseite ist in der oberen Hälfte die Geschichte samt technischen Daten zu finden, und in der unteren die Bemalungsanleitung, samt Photo eines fertigen Modelles. Bei den Farbangaben werden erwartungsgemäss Tamiya-Farben angegeben. Auf der Rückseite ist der Bau in gerade einmal drei Schritten erläutert. Wo Teile selbst gefertigt werden müssen (Antennen), ist die exakte Länge angegeben.


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Fazit

Ein unspektakulärer Bausatz eines unauffälligen Schiffes. Wer das Schiff in ein interessantes Diorama einbetten möchte, sollte gleich zur Shimokita greifen. Nebst kompletter Ausstattung an Fahrzeugen sind dort noch zwei Tragflächenboote vorhanden, so dass man fast aus der Schachtel heraus ein kleines Diorama bauen kann. Wer darauf verzichten kann, ist hingegen mit der etwas günstigeren Ohsumi gut bedient.

alt guter Durchschnitt

Alex