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Tauchgang zum Wrack der Titanic im Maßstab 1/350 von Karl Kapelari Drucken
Donnerstag, 21. November 2013 um 06:00
Steven

Im Sommer 1985 war Ballard an Bord des französischen Forschungsschiffs Le Suroît, um das Wrack der Titanic zu suchen. Als die Le Suroît zurückgerufen wurde, setzte Ballard seine Suche an Bord der R/V Knorr fort. In den frühen Morgenstunden des 1. September 1985 stellten Beobachter Anomalien auf dem sonst glatten Meeresboden fest. Am Anfang waren es kleine Krater, schließlich wurden Trümmer gesichtet. Dann wurde ein Kessel entdeckt und bald darauf der Rumpf selbst gefunden.

Ballards Team untersuchte das Äußere des Schiffes, um einen ersten Eindruck vom Zustand des Wracks zu erhalten. Am wichtigsten war die Bestätigung, dass das Wrack der Ttanic in zwei Teile zerbrochen war und das Heck in einem sehr viel schlechteren Zustand als der Rest des Schiffes war. Ballards Team hatte nicht viel Zeit für die Unterschung des Wracks, da die Knorr für andere Forschungsfahrten benötigt wurde.

Am 12. Juli 1986 kehrten Ballard und sein Team an Bord der Atlantis II zum Wrack zurück, um die erste detaillierte Studie des Wracks zu machen. Mit dem Tiefsee-U-Boot Alvin, welches Platz für drei Personen bietet, und Jason Junior, einem kleinen ferngesteuerten Fahrzeug, dass durch die Öffungen im Rumpf auch ins Innere der Titanic vordringen konnte, erstellte Ballard die erste detaillierte Aufzeichnung des Wrack-Zustandes.

Quelle: Wikipedia.org

Folgen wir nun Robert Ballard an Bord der Alwin bei einem seiner Tauchgänge zur Titanic.

Wir landen direkt vor dem Bug des Wracks:

Steven

Danach nehmen wir Fahrt auf und passieren den Anker an der Backbordseite...

Anker

...und danach die Risse in der Rumpfbeplattung:

Riss

Unser Tauchboot steigt an der Rumpfwand hoch und wir sehen die riesigen Ladekräne und den umgestürzten Vormast:

Kran

Wir steigen etwas weiter und überqueren dabei das Wrack in Richtung Steuerbordseite. Unser Blick fällt dabei auf die Front des Promenadendecks:

Promenade

Als das Boot auf Höhe des Bootsdecks schwebt, können wir die völlig zerstörte Brücke ausmachen. Nur die bronzene Steuersäule hat den Gewalten beim Untergang getrotzt:

Brücke

Während wir langsam zum hinteren Ende des Vorschiffs gleiten, ziehen unter uns die Überreste des vordersten Schornsteins und die gerissene Dehnfuge vorbei:

Schornstein

Auch der Funkraum, die große Freitreppe und die Öffnung des 2. Schornsteines gleiten vorbei:

Funkraum

Unser Boot beginnt an der Steuerbordwand zu sinken. Dabei können wir einen Blick die eingedrückte Wand des Gymnastikraumes und die Wand des Promenadendecks werfen. Auf dem Bootsdeck steht noch eine Davithalterung:

Gymnastikraum

Am Meeresboden angekommen werden der Schlingerkiel und die ersten Deformierungen an der Bordwand im Bereich der Bruchstelle erkennbar.

Schlinkerkiel

An der Bruchstelle wurden sämtliche Decks nach unten gedrückt, die Kessel sind trotzdem noch sichtbar:

Bruchstelle

Nach der Umrundung der Bruchstelle, wird an der Backbordwand die Verwüstung, die durch das Zerbersten des Rumpfes entstanden ist, sichtbar:

Bruchstelle

Unser Boot steigt an der Backbordwand empor und wir können durch die aufgerissene Wand einen Blick auf das Promenadendeck werfen:

Promenadendeck

Wir steigen weiter und betrachten die implodierte Freitreppe, diesmal von der Backbordseite:

Freitreppe

Ein letzter Blick auf das Bootsdeck zeigt die aufgerissenen Wände der Aufbauten und den Davit von Rettungsboot Nr. 2:

Davit

Unsere Tauchfahrt rund um das Wrack endet mit einem Blick auf das Vordeck:

Vorderdeck

Ich hoffe, die kleine Rundfahrt um die Titanic hat Spaß gemacht.

Das Modell

Mein Ziel beim Bau des Modells war es, das Vorschiff des Wracks der Titanic darzustellen, und zwar im Zustand seiner Entdeckung und Erforschung durch Robert D. Ballard in den Jahren 1985/86. Die Länge des Vorschiffes beträgt ca. 43 cm, die Breite ca. 12 cm und die Höhe ca. 11 cm.

Als Grundlage für das Modell diente der Minicraft-Bausatz im Maßstab 1/350, von dem nur wenige Teile übernommen wurden, wie z.B. Rumpf und Decks. Fast die kompletten Aufbauten und Details entstanden in Eigenbau, um die entsprechenden Schäden besser darstellen zu können.

Modell und Bilder: Karl (Puchi) Kapelari