Modellsuche

Suchen


Deutsches U-Boot U 217 (1/350, Revell) von Wolfgang Kring Drucken
Freitag, 24. Mai 2013 um 06:00

 

24.05.1943 - 70 Jahre Schlacht im Atlantik

 

Heute, am 24. Mai, schließt sich Modellmarine mit Fine Waterline zusammen um gemeinsam dem 70. Jahrestag der Schlacht im Atlantik zu gedenken. Wir werden auf unseren beiden Internetseiten in den folgenden Tagen eine Vielzahl von zum Thema passenden Modelle präsentieren. Den Abschluss werden Fotos von den Gedenkveranstaltungen in Liverpool bilden. Wir freuen uns, dass wir heute in der Lage sind, zusammen unseren kleinen Beitrag zu leisten, um an die Männer und Frauen beider Seiten und aus vielen Ländern zu erinnern, die in dieser längsten Seeschlacht kämpften.

Das Original

Das Typ VII D Boot U 217 wurde am 30. Januar 1941 auf Kiel gelegt und ein Jahr später in Dienst gestellt. Zur Ausbildung wurde es der 5. U Boot Flottille unterstellt. Auf der ersten Feindfahrt im Sommer 1942 gelang die Versenkung eines kleinen Segelbootes, wurde aber selbst getroffen und schwer beschädigt. Auf zwei weiteren Feindfahrten gelang noch die Versenkung zweier feindlicher Schiffe bevor U 217 selbst mit der ganzen Besatzung am 5. Juni Wasserbomben zum Opfer fiel.

Das Modell

Beim Thema U Boote denkt man wohl zuerst an die Wolfsrudel, die Jäger der Meere, doch im Endeffekt waren es die Boote selbst, die im Verlauf des zweiten Weltkrieges mehr und mehr zu Gejagten wurden. Am 19. August 1942 wurde auch U 217 aus der Luft angegriffen, konnte aber schwer beschädigt entkommen. U 217 war eines von sechs Typ VII D Booten der Kriegsmarine, die auf der Basis des erfolgreichen Typ VII C als Minenleger konzipiert wurden und im verlängerten Rumpf bis zu 15 Ankertauminen aufnehmen konnte. Bei dem Bausatz handelt es sich um eine runterskalierte Version des gleichen Bootes im Maßstab 1:144. Die Montage des aus drei Bauteilen bestehenden Rumpfes ist einfach. Generell gilt, dass der Bau des kleinen, 22 cm langen Modells dank perfekter Passgenauigkeit absolut problemlos von statten geht.

Was sonst immer verboten ist, ist bei diesem Modell Pflicht! Und zwar das „Anschauen mit den Fingern“. Denn mit den Fingerspitzen lassen sich die filigrane Oberfläche des Decks und die feinen Nietenköpfe entlang des Rumpfes wunderbar „erleben“.

Glücklicherweise hat Revell darauf verzichtet, das kleine Modell unnötigerweise in zig Baugruppen und übertrieben viele Einzelteile zu zerlegen. 28 Bauteile plus Decals sind bei dieser Größe vollkommen ausreichend.

Bei meinem Boot reduzierte sich deren Anzahl weiter, da ich alles, was später im Diorama unter der Wasseroberfläche verschwinden würde, (Schrauben, Ruder,…) von Haus aus weg ließ. Auch die Bemalung und deren Alterung in verschiedenen Grau- und Rosttönen reduzierte ich auf der oberen Hälfte des Bootes.

Der kleine Ätzteilsatz, den Revell eigentlich für das Typ VII C Boot anbietet und der in erster Linie die Reling des Bootes enthält, passt wunderbar auch auf dieses Modell.

Aufwendiger als das Modell selbst war das Diorama, das ich in einen ausgedienten Bilderrahmen platzierte. Die Wasserfläche entstand aus einer Styroporplatte und sollte passend zur Szenerie dunkel und bedrohlich wirken, was ich mit einem Mix aus den beiden Humbrol-Farben 97 und 104 erreichte.

Mit dem Auftrag mehrerer Schichten des durchsichtig austrocknenden Acryl Struktur-Gel konnte ich die Wasseroberfläche modellieren, dabei Bereiche wie Bugwasser und Einschlagstellen besonders hervorheben und auch gleich das Boot im Diorama fixieren.

Die ganze Wasserfläche erhielt abschließend einen weißen, trockengemalten Überzug, um die unregelmäßige Oberfläche optisch hervorzuheben und die Wellenkämme zu betonen.

Zur Stabilisierung der späteren Wasserfontainen steckte ich in das Zentrum jedes dieser sich abzeichnenden Einschlagsringe einen dünnen, etwa 5 cm langen Rundstab aus Plastik. Daran klebte ich - mal wieder - mit Acrylgel soviel Wattefransen wie nur möglich und ließ das Ganze über Nacht durchtrocknen.

Am nächsten Tag hatte ich nichts anderes mehr zu tun, als so lange an der Watte zu zupfen und zu kämmen, bis schlanke, hohe Wassersäulen übrig blieben. Das Ergebnis fixiere ich noch mit ein wenig Haarspray; fertig.

Wolfgang Kring