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Japanischer U-Boottender Heian Maru (1/700, Hasegawa) von Robert Espenschied Drucken
Mittwoch, 06. November 2013 um 06:00

Das Original

Der japanische U-Boot-Tender Heian Maru wurde 1929-30 als Passagierschiff der Hikawa Maru-Klasse für die NYK-Linie gebaut. Sie fuhr vor dem Krieg auf der Route Yokohama-Seattle. Von Oktober bis Dezember 1941 wurde sie, wie ihr Schwesterschiff Hie Maru, zum U-Boot-Tender umgebaut. Das dritte Schiff der Klasse, die Hikawa Maru, wurde zum Lazarettschiff umgebaut (und existiert heute noch als Museumsschiff in Yokohama). Heian Maru war 163,3 m lang, 20,1 m breit und verdrängte 11615 RT. Die Bewaffnung bestand aus vier 15 cm-Geschützen und zwei 1,3 cm-Zwillingsflak. Sie war während des Kriegs u.a. in Kwajalein und Truk (heute Chuuk) stationiert. In Truk wurde sie am 17. Februar 1944 von amerikanischen Trägerflugzeugen schwer beschädigt und am 18. Februar durch eine Avenger des Trägers US Bunker Hill mit einem Torpedo versenkt. Das Wrack ist heute eine Attraktion für Taucher.

I-400 war das Typschiff der Sen-Toku-Klasse. Diese Klasse umfasst die größten konventionellen U-Boote, die bisher gebaut wurden. Die Boote sollten mit den mitgeführten Flugzeugen Ziele auf dem amerikanischen Kontinent angreifen, z.B. die Schleusen des Panama-Kanals. I-400 war 122 m lang, 12 m breit und verdrängte 5223 t (6560 t getaucht). Die Bewaffnung bestand aus acht 53,3 cm-Torpedorohren, einem 14 cm-Geschütz und zehn 2,5 cm-Flak. Sie konnte drei Flugzeuge mitführen. I-400 wurde von 1943-44 gebaut. Ihr erster Einsatz wurde abgebrochen, als sie drei Tage nach der japanischen Kapitulation von dieser Kenntnis erhielt. Sie wurde am 4. Juni 1946 als Zielschiff durch Torpedos des U-Boots USS Trumpetfish versenkt.

I-16 war das erste Boot der C1-Klasse, die aus der KD6-Klasse als große Angriffsboote entworfen worden war. Im Gegensatz zu der A- und B1-Klasse hatten diese Boote keinen Flugzeughangar, sondern konnten Typ A-Kleinst-U-Boote mitführen. I-16 war 109,3 m lang, 9,1 m breit und verdrängte 2554 t (getaucht 3561 t). Die Bewaffnung bestand aus acht 53,3 cm-Torpedorohren, einem 14 cm-Geschütz und einer 2,5 cm-Zwillingsflak. Sie wurde von 1937-40 gebaut. I-16 war am Angriff auf Pearl Harbor beteiligt, versenkte vier Handelschiffe während des Zweiten Weltkriegs befor sie am 19. Mai 1944 von dem Geleitzerstörer USS England versenkt wurde.

I-58 war ein Boot der B3-Klasse. Die B-Klasse war aus der KD-6-Klasse als Aufklärungs-U-Boote entworfen worden und waren deshalb mit einem Flugzeug ausgestattet. Die B3-Klasse unterschied sich von der B1- und B2-Klasse durch schwächere Maschinen und eine vergrößerte Reichweite. I-58 war 108,7 m lang, 9,3 m breit und verdrängte 2607 t (3688 t getaucht). Die Bewaffnung bestand aus sechs 53,3 cm-Torpedorohren, einem 14 cm-Geschütz und zwei 2,5 cm-Flak. Dazu konnte ein Flugzeug mitgeführt werden. Sie wurde später zum Träger für vier Kleinst-U-Boote umgebaut, wobei das Decksgeschütz und die Flugzeugeinrichtungen entfernt wurden. I-58 wurde 1942-44 gebaut und versenkte am 29. Juli 1945 den Schweren Kreuzer USS Indianapolis. I-58 selbst wurde nach dem Krieg von dem U-Boot-Tender USS Nereus am 1. April 1946 versenkt.

Das Modell

Es sollte eigentlich einer meiner Beiträge zum „Rising Sun" Projekt der Basler Modelbautage 2011 werden, aber durch widrige Umstände konnte ich es leider nicht rechtzeitig fertig stellen.

Zum Einsatz kamen die folgenden Bausätze:

Zurüstteile:

  • IJN SUBMARINE - Tom's Modelworks
  • IJN Figures - Eduard
  • Naval Figures - Eduard
  • Farben - Vallejo

Das "Treffen" der vier Schiffe, wie dargestellt, hat nie stattgefunden. Aber es zeigt schön, wie groß das I-400 für damalige Verhältnisse war.

Quellen

Robert Espenschied

(Text über Originale von Lars)