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YS Masterpieces: Schlachtschiff USS Oregon (1/350) Drucken
Montag, 10. März 2014 um 06:00

Deckelbild

Modell: USS Oregon BB3
Hersteller: YS Masterpieces
Maßstab: 1/350
Material: Resin, Ätzteile
Preis: ca. 280 € (bei NNT)

Das Original

Die USS Oregon war ein amerikanisches Schlachtschiff der ersten Generation. Sie lief bereit 1893 vom Stapel und wurde erst 1956 abgewrackt. Die ganze, abwechslungsreiche Geschichte des Schiffes ist auf Wikipedia nachzulesen.

Der Bausatz

Die USS Oregon ist nach der Georgios Averoff und der USS Brooklyn das dritte 1:350’er Resinschiff des griechischen Herstellers YS Masterpieces. Ihr folgte die französische Bouvet und aus gut unterrichteten Kreisen wurde bekannt, dass 2014 ein weiteres Modell zu erwarten sein wird.

Im Bausatz finden sich neben dem einteiligen Rumpf, zahlreichen Kleinteilen aus Resin auch zwei Ätzteilplatinen. Die Oregon ist ein Komplett-Paket; der Kauf weiterer Zurüstsätze und Aftermarkt-Teile ist nicht nötig.

Rumpf

Der einteilige Rumpf ist absolut sauber gegossen. Alle Oberflächendetails, von der Holzstruktur des Decks bis hin zum Splitterschutz, den Luken und den Oberlichtern sind blasenfrei, wirken gelegentlich aber auch etwas „weich“ und nicht immer ausreichend scharfkantig. Nacharbeiten, wie Spachteln oder Schleifen sind überflüssig. Lediglich an der Unterseite des Schiffes sind produktionsbedingt einige kleinere Blasen erkennbar.

Allerdings wird eine Darstellung als Wasserlinienmodell dank des soliden, einteiligen Rumpfes nur schwer möglich sein.

Kleinteile

Was die Guss-Qualität betrifft, gibt es auch bei den Kleinteilen nichts auszusetzen. Die Geschütztürme sitzen an verhältnismäßig starken Angussblöcken. Was vorsichtiges Entfernen und auch einiges an Schleifarbeiten erforderlich machen wird. Etwas unglücklich an einer gut sichtbaren Stelle sind die Angüsse der Lüfter angebracht. Auch hier muss mit Sicherheit sehr vorsichtig nachgeschliffen werden. Weitaus feiner und leichter zu entfernen sind die Sockel der anderen Kleinteile, soweit vorhanden. Beiboote, Kräne und Mastsegmente kommen sogar ganz ohne aus. Das dünne Brückendeck weist etwas Fischhaut auf, die sich aber leicht entfernen lässt. Das Brückenhaus selbst ist fein detailliert. Lediglich die Geschützrohre würde ich durch Drehteile aus Messing ersetzen.

Die Fotoätzteile

Zum Bausatz gehören zwei geätzte Platinen. Während die kleinere hauptsächlich die benötigte Reling und einige Abgänge beinhaltet finden sich auf der Zweiten alle anderen Teile, von den Plattformen der Masten, über Bootsaufleger, Schutzschilde, Davits, bis hin zu Steuerrad, Decksbewaffnung und viele weitere Kleinteile. Wie eingangs bereits erwähnt, brauchen zum Bau der Oregon keine zusätzlichen Ätzteilsets und Upgrades dazugekauft werden.

Die Anleitung

Für die Bauanleitung sind Englisch-Kenntnisse eine große Hilfe, denn zwischen den zahlreichen Zeichnungen gibt es viele Textpassagen, die die Reihenfolge der einzelnen Bauschritte zusätzlich erklären.

Sehr schön sind auch die drei unterschiedlichen, farbig abgedruckten Bemalungsvarianten, die das Schiff im Laufe ihrer Karriere trug. Auch wenn genaue Farbangaben, oder Verweise auf Farbsortimente der „üblichen“ Hersteller fehlen. Abgerundet wird die Bauanleitung durch einen einfachen Takelplan.

Fazit

Ja, der Preis mag anfangs abschrecken, doch im Vergleich mit anderen Herstellern relativiert sich das wieder, bedenkt man, dass diese zwar günstigere Grundbausätze anbieten, welche dann aber zig Zurüstteile wie Reling, etc benötigen. Und die Qualität von YS Masterpieces spricht für sich!

alt empfehlenswert

Wolfgang

Wir danken YS Masterpieces für das Bausatzmuster