Modellsuche

Suchen


Jagdbomber Douglas A-4C Skyhawk (1/48, Hasegawa) von Ralph Lehmann Drucken
Freitag, 27. Februar 2015 um 06:00

Das Original

Die Douglas A-4 (ursprünglich A4D) Skyhawk wurde als Ersatz für die Douglas AD Skyraider entworfen, wobei die Konstrukteure auf kleine Abmessungen und geringe Komplexität Wert legten. Die Maschine flog 1954 zum ersten Mal und wurde im großen Umfang als Jagdbomber für die US Navy und die US Marines verwendet. Bis 1979 wurden 2960 Maschinen gebaut. Beide US-Teilstreitkräfte setzten die Skyhawk vor 50 Jahren im Vietnam-Krieg ein, in dem 362 Maschinen verloren gingen.

Wegen der geringen Abmessungen eignete sich die Skyhawk gut für die älteren Träger der Essex-Klasse, aber auch für kleinere Träger anderer Marinen. So flogen Skyhawk auch von der argentinischen Veinticinco de Mayo, von der australischen Melbourne und fliegen heute noch von der brasilianischen São Paulo. Die US Navy setzte die Skyhawk als Jagdbomber bis 1976 ein, für die Feinddarstellung (Agressor) sogar bis 2003. Bei den US Marines flogen Skyhawk als Jagdbomber bis 1994.

Das Modell

Der Scooter ist einer meiner Lieblings-Navy-Flieger – und die Navy Jets der 1950er-80er sind mein Steckenpferd (was sicher an Rex bzw. Buck Danny liegt). Mein Modell zeigt eine Maschine der VA-34 "Blue Blasters" an Bord der USS Forrestal.

Der Bausatz von Hasegawa ist von sehr guter Qualität und leicht zu verarbeiten. Etwas anspruchsvoll fand ich die Maskierung der Cockpit-Kanzel, da die Hasegawa-Haube zur sehr dezente Konturen aufweist und man das (frische) Messer beim Anpassen des Tamiya-Tapes entsprechend vorsichtig führen muss. Die Spachtel- und Schleifarbeit hielt sich in Grenzen. Ich habe mich ein wenig mit dem Nachgravieren der runtergeschliffenen Panel-Lines beschäftigt.

Der Bau ging recht flott von der Hand, auf Aftermarket-Produkte habe ich verzichtet und den Scooter "out of the Box" gebaut. Nach Lackierung, Glanzlack, Decals und nochmal Glanzlack gab es noch ein Washing mit verdünnter Ölfarbe. Dazu noch ein paar Ölspuren mit verwischter unverdünnter Ölfarbe. Zum Abschluss kam Seidenmatt-Lack von Vallejo auf das Modell. Noch veranzter wollte ich die Maschine nicht darstellen, da fast alle meine Referenzbilder der Originale recht saubere Maschinen zeigen, da die -B und -C Versionen keine langen Einsatzzeiten hatten und recht schnell durch die -E ersetzt wurden.

Eine kleine Falle bietet die Bauanleitung: nach Verwendung der offenen Flaps mit vom Bausatz vorgegebenen Winkel passen leider die Drop-Tanks nicht. Bestückt habe ich die Skyhawk mit AGM-12 Bullpup-Raketen und einem Centerline-Droptank von Eduard (Resin).

Ralph Lehmann

(Text über Original von Lars)