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CMK: Dieselmotorenraum eines Typ IXC (1/72) Drucken
Freitag, 05. Juni 2015 um 05:00

Deckelbild

Modell: U-Boot typ IXC Diesel Engine Section/ Dieselmotorenraum. Set for Revell kit U-boot IXC
Hersteller: CMK Navy Series
Maßstab: 1/72
Material: 65 Resinteile, 34 Fotoätzteile und ein Feinsägeblatt
Art.Nr.: N72017
Preis: ca. 64 €

Fast zeitgleich mit der Ankündigung des Typ IXC U-Boots von Revell begannen auch die Planer der diversen Zubehör-Hersteller mit den Vorüberlegungen zu ihrer eigenen Produktpalette bezüglich des zu erwartenden Verkaufsschlagers. Ausgehend vom Erfolg ihrer Innenraum-Sets zu Revells Typ VIIC U-Boot war man sich bei CMK sofort einig, auch für den neuen U-Boot-Bausatz wieder Innenräume anbieten zu wollen. Inzwischen sind acht Sets erhältlich, weiteres Zubehör soll folgen. Ich möchte Ihnen diese Sets nun gerne, in der Reihenfolge von Bug nach achtern, nacheinander vorstellen: Torpedoraum, Bugraum (Unteroffizierswohnraum), Kombüse, Kapitäns- und Offiziersräume, Zentrale und hier der Dieselmotorenraum.

Der Bausatz

Wenn die Zentrale das Hirn eines U-Boots ist, dann ist der Maschinenraum das Herz. Und im Herz des Typ IXC U-Boots schlug es doppelt: Zwei MAN 9-Zylinder-Viertakt-Dieselmotoren lieferten zusammen 4.400 PS auf zwei Wellen. Der Bausatz liefert nur einen der beiden Diesel und zwar den Backbord-Diesel. Der Vordergrund des Maschinenraums, also die Steuerbordseite, ist leer, kann aber durch einen separat angebotenen Motor bestückt werden. Da der Rumpf in diesem Bereich immer noch sehr breit ist, wäre ein zweiter Motor weiter vorne im Einblickbereich durchaus zu überlegen, jedoch wäre der dahinter liegende Backbord-Diesel dann komplett verdeckt. Außer dem Motor mit seinen Anzeigegeräten bietet das Set auch noch die Druckluft-Anlassflaschen für beide Motoren, sowie die beiden 200 Liter Druckluftflaschen, die gleich daneben angeordnet waren. Zu dieser Baugruppe gehört auch der mittig zwischen den Flaschen angeordnete Treibölfilter. Der an Backbord an der "Decke" montierte Zulüfter, sowie die innere Dieselabgasklappe (achtern) sind auch vorhanden.

Unmittelbar vor dem gut detaillierten Druckschott zur Zentrale müssten aber noch Schränkchen mit Schubladen für Werkzeug und eine Werkbank zu finden sein, aber da ist leider nichts. Vermutlich hat dies wieder mit den etwas eigenwilligen, ursprünglichen Restaurierungsmethoden der Amerikaner an U-505 zu tun. Unter der "Decke" werden noch diverse Lampen und Handräder angebracht, wie auch das Süll des Einstiegluks zum Dieselraum. Etwas sonderbar sehen die Handräder der Dieselluftfussventile aus (Bauteile 37). Sie sehen aus wie Lautsprecher"tüten" Das gilt auch noch für andere an der Decke montierte Handräder (Teile 40 und 41). Hier wird man wohl nicht darum herum kommen, was eigenes zu "scratchen".

Das Trennschott nach achtern zum E-Maschinenraum ist ebenfalls gut detailliert und obwohl es nicht sehr wahrscheinlich ist, dass ein Modellbauer so etwas macht, ist es somit möglich, diese Sektion auch einzeln in den Rumpf des U-Boots einzubauen. Wie schon bei den ersten Sets ist auch in diesem Satz eine generelle, 34 Teile umfassende Ätzplatine mit unterschiedlich großen Handrädern und ein Feinsägeblatt enthalten.

Der Resinguss ist bei diesem Muster einwandfrei gewesen. Dass man hier und da ein paar Hilfsstege entfernen muss, ist auch kein Problem. Leider waren einige Teile von ihren Gussblöcken gebrochen, aber diese Teile wurden zusammen mit ihrem Gussblock sorgfältig in separaten Tütchen verpackt, sodass es kein Rätselraten über die Herkunft bzw. Zugehörigkeit der Teile gab.

Die Anleitung

Der farbige Bauplan ist klar und verständlich. Er liefert auch eindeutige Maße für den Rumpfausschnitt, sowie eine 1:1 Schablone zum Ausschneiden und Anlegen am Rumpf, sodass das Anzeichen des Ausschnitts leicht fallen sollte.

Fazit

Für alle Modellbauer, die keine "waterliner" sind und denen ein einfaches Standmodell des Typ IXC zu langweilig ist, bietet dieses Set eine Fülle an Möglichkeiten und Details. Wem es hier gelingt, außer zusätzlichen Leitungen und Kabelsträngen, auch noch Beleuchtung einzubauen, wird mit einer museumsreifen Darstellung des Dieselmaschinenraums eines Typ IXC U-Boots belohnt.

alt uneingeschränkt empfehlenswert

Olaf Krabbenhöft

Wir danken MPM/CMK für das Bausatzmuster