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Japanisches Schlachtschiff Yamato (1/350, Tamiya) von Michael Franz Drucken
Montag, 02. Mai 2016 um 05:00

Das Original

"Die Yamato (jap. 大和; nach der Provinz Yamato, auch archaische Bezeichnung für das Ur-Japan, vgl. Yamato-Reich) war ein japanisches Schlachtschiff im Zweiten Weltkrieg. Sie war das Typschiff der Yamato-Klasse. Ihre schwere Artillerie hatte mit 46 Zentimetern das größte bisher bei Hinterladergeschützen auf Schiffen verwendete Kaliber. Das Schiff wurde von 1937 bis 1941 auf der Marinewerft in Kure gebaut und in der Folge, wie auch das Schwesterschiff Musashi, im Pazifikkrieg eingesetzt. Die Yamato wurde am 7. April 1945 rund 300 Kilometer südlich der japanischen Insel Kyūshū von US-amerikanischen Trägerflugzeugen versenkt.

Planung und Bau der Yamato erfolgten unter strengster Geheimhaltung, die in diesem Ausmaß bei keinem anderen Schlachtschiffbau der damaligen Zeit betrieben wurde. Es sollte unbedingt verhindert werden, dass nähere Informationen zu der neuen „Superschlachtschiff-Klasse“ an die Öffentlichkeit gelangten. So wurden die Werftanlagen in Kure hinter aus Holz und Sisal gefertigten Sichtschutzanlagen verborgen, um das entstehende Schiff vor unbefugten Blicken zu schützen. Nur die führenden Konstrukteure und die Spitzen der Marine kannten sämtliche Details der Yamato und ihres Schwesterschiffs Musashi, alle anderen an der Planung und am Bau beteiligten Ingenieure und Arbeiter kannten jeweils nur die Bauabschnitte, an denen sie unmittelbar beschäftigt waren. Auch später, nach der Fertigstellung des Schlachtschiffs, erhielten nur die führenden Offiziere Einblick in sämtliche Spezifikationen; so blieb beispielsweise das Kaliber der Hauptwaffen für die meisten einfachen Besatzungsmitglieder ein gut gehütetes Geheimnis.

Dieser enorme Aufwand wurde selbst nach der Versenkung der Yamato weiter betrieben – kurz vor der Kapitulation Japans wurden gezielt Fotografien und Konstruktionspläne der Schiffe vernichtet. Diesem Umstand ist es geschuldet, dass von den Schiffen der Yamato-Klasse nur sehr wenige und qualitativ meist eher minderwertige Fotografien existieren. Lediglich die während der Probefahrten der Yamato im Oktober 1941 angefertigte Bilderserie stellt eine Ausnahme dar. Am 8. August 1940 erfolgte dann der Stapellauf des Schlachtschiffes, wobei – anders als bei den meisten anderen prestigeträchtigen Großkampfschiffen – auf ein großes offizielles Zeremoniell verzichtet wurde, um die strikte Geheimhaltung zu wahren. Bis zum Herbst 1941 wurde die Yamato dann im Ausrüstungsbecken der Werft fertiggestellt. Um die riesigen Hauptgeschütze heranzutransportieren, wurde – bisher einmalig in der Geschichte des Schlachtschiffbaus – ein eigens zu diesem Zweck konstruiertes Schiff verwendet, der 11.000 ts große Transporter Kashino. Im Oktober absolvierte die Yamato dann ihre Probefahrten im Japanischen Meer, wobei sie eine Höchstgeschwindigkeit von knapp über 28 Knoten erreichte.

Das Wrack der Yamato wurde inzwischen in etwa 340 Metern Wassertiefe geortet und kartografiert; dabei wurden kleinere Gegenstände geborgen. Das Wrack ist in zwei große Teile zerrissen, der Haupt- und Heckteil liegt kieloben und die Bugsektion auf ebenem Kiel direkt daneben."

Quelle: Wikipedia

Das Modell

Die Yamato wurde als Vollrumpfmodell gebaut und wird auf einem Ständer (lose) präsentiert. Der Rumpf des Modells besteht aus vielen Einzelteilen, wurde teils verschraubt und mit Querträgern zusammengefügt. Ätzteile sorgten ebenso für weitere Details am Rumpf wie auch viele Kleinteile, die vor der Lackierung angebracht wurden.

Nur an wenigen Übergängen einzelner Bauteile waren kleinere Spachtel- und Schleifarbeiten notwendig, ein Großteil passt und "fließt" fast zusammen. Nach dem Zusammenbau und Versäubern des Rumpfs folgten eine erste Lackierung in Grau über das Überwasserschiff sowie erste Deckdetails, speziell am gesamten Deckbereich am Bug und Heck. Anschließend wurden dann die ersten Beiboote, die am Heck gelagert wurden, lackiert und aufgeklebt, bevor dann das hintere Teil vom Deck fixiert werden konnte. Die Lackierung erfolgte dann mittels Lifecolor-Farben (Dark-Seagrey für das Überwasserschiff, Rostrot für den unteren Bereich). Anschließend wurde dann das Holzdeck aufgeklebt.

Die Kommandobrücke besteht aus vielen Einzelteilen, die bis auf die Klarsichtteile komplett zusammengesetzt wurden. Diverse Ätzteile für Leitern, Treppen sowie weitere Kleinteile ergänzten den komplexen Aufbau, bevor dann die fertiggestellten Komponenten lackiert wurden. Eine weitere Detaillierung erfolgte mit Ätzteilen von Eduard, so das sämtliche Plattformen dann noch über Relings verfügen. Nachdem die einzelnen Baugruppen lackiert wurden, wurden diese auf dem Hauptdeck montiert und vervollständigt, teilweise hier dann noch mit dem Pinsel bemalt. Nachdem sämtliche Baugruppen an Deck montiert wurden, erhielten diese fotogeätzte Relings aus dem Zubehörset von Eduard. Die Relings wurden dann an Ort und Stelle lackiert. Nach Fertigstellung der Aufbauten und vollständiger Lackierung wurde der Kran am Heck sowie die beiden Katapulte zusammengefügt, montiert und ebenfalls lackiert. Die Yamato war an dieser Stelle nun fertig für das Altern, bevor es mit der Bewaffnung weiter ging.

Das Altern selbst besteht aus einem Washing mit stark verdünnter, schwarzer Ölfarbe. Diese wird flächig aufgetragen und entsprechend der Ablaufrichtung von Wasser etc. verblendet. Eine abschließende Schicht matter Klarlack versiegelte die Lackierung.

Die Hauptgeschütze wurden jeweils separat fertiggestellt und mit gedrehten Metallrohren aufgewertet. Die "on-top" liegenden kleinen Geschütze sind aus dem Zubehörhandel. Hierbei handelt es sich um mehrteilige Spritzgussbausätze, die extremst detailliert sind und das Modell weiter aufwerten. Sämtliche Bauteile wurden nun ergänzt: Kleinteile wie Anker, Maschinengewehre, weitere Geschütze, Verglasung der Fenster und weitere Details. Anschließend wurden diese am Modell bemalt und entsprechend der anderen Teile mit einem Ölfarbenwashing (Schwarz) und Trockenmalen (Hellgrau) gealtert.

Die Takelage entstand mittels EZ-Line, welche mit Sekundenkleber entsprechend befestigt wurde. Ein Plan im Maßstab 1/100 sowie diverse Bilder und Zeichnungen halfen bei einer korrekten Darstellung der Takelage.

Nach der Fertigstellung der Takelage wurde die Reling entlang des Hauptdecks aufgeklebt, diese stammt wieder aus dem Zubehörset von Eduard und passt perfekt.

Weitere Fotos finden sicher hier:

Link zur Bildergalerie

 

Michael Franz
www.world-in-scale.de