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Britische Zerstörer HMS Forester und HMS Phoenix (1/700, NNT) von Reiner Vögel Drucken
Mittwoch, 18. Januar 2017 um 06:00

Das Original

Die Acheron-Klasse der Royal Navy war eine ab 1911 in Dienst genommene Klasse von 23 Zerstörern, die bei der Benennung der britischen Zerstörer-Klassen nach Buchstaben ab August 1912 auch als I-Klasse bezeichnet wurde. HMS Forester und HMS Phoenix gehörten zur 1. Gruppe mit normalen Abstand zwischen den Schornsteinen und später mit höherem vorderen Schornstein.

HMS Forester wurde auf der Werft J. Samuel White in Cowes gebaut. Kiellegung war im September 1910, der Stapellauf am 1.6.1911 und die Indienststellung im Januar 1912.

HMS Phoenix wurde bei Vickers in Barrow in Furness gebaut. Kiellegung war im Januar 1911, der Stapellauf am 9.10.1911 und die Indienststellung im Mai 1912.

Für beide Zerstörer erfolgte der erste Kampfeinsatz in der 1. Zerstörerflottille im Gefecht bei Helgoland am 28.8.1914. Der nächste Einsatz, die Teilnahme am 24.1.1915 am Gefecht auf der Doggerbank, verlief ohne Gefechtsberührung. In das auf große Entfernung und mit hoher Geschwindigkeit geführte Gefecht der Schlachtkreuzer konnten die Zerstörer nicht eingreifen.

Zum Zeitpunkt der Skagerrakschlacht befand sich Forester mit dem 3. Schlachtgeschwader (alte Schlachtschiffe der King Edward VII-Klasse) in der Themsemündung und Phoenix zur Überholung in der Werft. Ab Mitte 1916 war Phoenix der 2. Zerstörerflottille in Devonport zur Geleitsicherung, zugeteilt, später auch Forester. Am 18. Februar 1917 lief der leer fahrende australische Truppentransporter HMAT Berrima im Ärmelkanal auf eine Miene. Forester nahm die Besatzung auf und schleppte das beschädigte Schiff am folgenden Tag nach Portland Harbour.

Vom Dezember 1917 bis Juni 1918 wurden alle Boote bis auf Ariel und Sandfly an die 5. Zerstörerflottille im Mittelmeer abgegeben. Am Morgen des 14. Mai 1918 erhielt Phoenix an der Otranto-Sperre vom kuk U-Boot U 27 einen Torpedotreffer. Beim Einschleppen des beschädigten Bootes sank dieses kurz vor dem Hafen von Valona. Die Besatzung konnte, bis auf zwei Tote, vor dem Kentern des Bootes noch abgeborgen werden. Forester überlebte in der 5. Flottille im Mittelmeer den Krieg und wurde im November 1921 dem Abbruch zugeführt.

Das Modell

Meine Modelle entstanden aus dem NNT-Bausatz 70006. Forester entspricht dem Bauzustand bei der Home Fleet 1916 und Phoenix dem Bauzustand 1918 im Mittelmeer.

Für beide Modelle wurde der vordere Schornstein von Teil B abgetrennt und durch den höheren Schornstein Teil R ersetzt. Bei dieser Variante wird auch die Scheinwerferplattform S benötigt. Wer als Unterbau das Ätzteil PE9 wählt hat Probleme, denn dieses Teil ist etwas zu groß ausgefallen. Ich habe hier meinen Fundus an Ätzteilen bemüht und etwas passendes zurechtgeschnitten. Als Reling kam WEM PE 702 zum Einsatz. Auch wurden die Masten aus Messingdraht gelötet.

Für die Kennung der Forester (77) konnten Aufreibezahlen verwendet werden. Mit Eduard-Figuren wurden die Modelle belebt und auf Fahrt geschickt. Die weißen Mützen sind aus 0,13 mm Evergreenfolie mit 0,5 mm Draht gestanzt.

Farbangaben für Forester
Rumpf GW03 Revell 378
Aufbau Weiß Revell 301
Deck GW04 Vallejo MA 71.115
Persenning GW01 Humbrol 127

Farbangaben für Phoenix
Rumpf und Aufbau GW01 Humbrol 127
Deck GW04 Vallejo MA 71.115
Persenning GW03 Revell 378
Geschütze Dunkelgrau Vallejo MA 71.052

Quellen

  1. Warships of World War I von H. M. Le. Fleming, Ian Allan Ltd, London, Großbritannien 1967
  2. Destroyers von Antony Preston, Hamlyn Publishing Group Ltd., London, Großbritannien 1978
  3. British Destroyers in World War one, Warship illustrated #7 von R. A. Burt, Arms and Armour Press London, Großbritannien 1984
  4. All the worlds Figthing Ships 1906 – 1921 von Robert Gardiner, Randal Gray,Conway Maritime Press Ltd., London, Großbritannien 1985
  5. www.wikipedia.org

Reiner Vögel