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Deutscher Tender Lech und U-Boote U 13 und U 14 (1/700, NNT) von Reiner Vögel Drucken
Dienstag, 19. Dezember 2017 um 06:00

Tender mit U-Booten im Verband

Ein Tender mit U-Booten im Verband ging mir schon länger durch den Kopf. Mit den neuen NNT Bausätzen ließ es sich nun realisieren.

Bausatzvorstellungen bei Modellmarine:

Die Wahl fiel auf den Tender A-56 Lech mit den U-Booten Typ 206A U 13 und U 14 im Bauzustand 1985 auf der Heimfahrt nach Eckernförde.

Das Modell

Die Recherche ergab folgende Abweichungen zum Schwesterschiff A-55 Lahn:

  • Bugwappen etwas achterlicher und senkrecht zur Wasserlinie
  • am Backaufbau keine Rettungswesten
  • Deckel im Deck über der Öffnung für das Geschirr am Torpedokran
  • an Steuerbord vor der Motorbarkasse zwei Rettungsinselcontainer
  • das IFF (Sirene Teil S14) oben am Mast ist vorne auf kurzer Stange platziert

Hinweise auf Änderungen fanden sich bereits in der Bauanleitung unter Bemerkungen.

Am Modell wurden zusätzlich noch folgende Arbeiten durchgeführt:

  • Kürzen der kleinen Poller auf 0,8 mm und der großen achtern auf 1 mm Höhe. Evergreen 0,8 mm x 2 mm und 1,0 mm x 2 mm als Abstandsstücke zum Schneiden
  • Ersetzen der Rohre beider Zwillingsflaks durch längeren Messingdraht mit Durchmesser 0,2 mm (sichtbare Rohrlänge = 2,7 mm).
  • Als Ankerketten wählte ich etwas kleinere Ketten von Flyhawk.
  • Göschstock und Flaggenstock achtern ersetzte ich auch durch Messingdraht.
  • Als Reling kam die 2-zügige mit Handlauf aus Neusilber von BJ-Modellbau zum Einsatz. Sie hat die richtige Teilung und ist filigraner als die Reling von Saemann.

Zur Reling allgemein noch eine Bemerkung. Liegt dem Bausatz als Ätzteil eine Reling bei, so sollte sie an das Modell angepasst sein. Das heißt, richtige Teilung und Länge der Einzelstücke sowie Biegelaschen. Geht ein Teil kaputt so ist ein neuer Satz erforderlich. Mit laufender Reling entfällt diese Problematik und der Modellbauer hat gar die Wahl seiner Lieblingsreling aus Messing, Neusilber oder Stahl. Alles hat eben Vor- und Nachteile.

Die größte Herausforderung dieses Modells war der Hauptmast, bestehend aus Untermast und Obermast. Für die Montage wurden auf einer Pappe die Punkte der Mastfüße angezeichnet. Achtern 7,5 mm breit und der vordere mittige Punkt 4,5 mm vor der achteren Linie (gleichschenkliges Dreieck). Auf diesen Punkten musste der Untermast stehen. Als erstes erhielten die Plattformen die vordere Stütze. Ich brachte auf den beiden Plattformen mittig noch einen Durchbruch mit Leiter an. Für die Montage bot sich Evergreen 2,7 mm hoch x 2,5 mm breit als Abstandsstück an. Nun wurden die Einschnitte für die achteren Stützen schräg eingefeilt und in entsprechender Länge und Schräge (seitlich 70° und nach vorne 75°) eingeklebt. Die Verstrebungen, Ätzteil PE 6 passten hier nicht, deshalb war 0,2 mm Draht ein guter Ersatz.

Der Obermast wurde in ähnlicher Weise erstellt. Fotos in der Bauanleitung zeigen die Lage des Obermastes. Die Ausrichtung der Rah mit Sensorrahmen war von besonderer Bedeutung: waagerecht und rechtwinklig zur Schiffsachse. Als Verbesserung ließ sich achtern noch eine Leiter anbringen. Vorsicht war bei den Antennenhaltern PE8 geboten, Überlegungen wo das Teil gehalten wird und wie es gebogen und gedreht werden kann, waren hier wichtig (natürlich sind Ätzteile auch separat erhältlich). Nach Fertigstellung des Obermastes verband ich diese Einheit mit dem Untermast. Die dünnen Antennen wurden aus Polystyrol-Gussast gezogen.

Die Bootswiegen der Motorbarkassen mussten auch angepasst werden, damit die Boote nicht zu hoch lagen und sauber in die Lücke passten

Die restlichen Arbeiten waren dann Routine.

Dieses Diorama stellte eine Herausforderung dar und hat trotzdem richtig Spaß gemacht.

Reiner Vögel