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Jagdflugzeug Grumman F-14A Tomcat (1/48, Eduard) von Oliver Prang Drucken
Freitag, 11. Januar 2019 um 06:00

Das Original

Die Grumman F-14 Tomcat wurde in der zweiten Hälfte der 1960er als Abfangjäger für die US Navy entwickelt. Nach dem Scheitern der General Dynamics–Grumman F-111B wurde eine leichtere Maschine entworfen, die aber die Triebwerke, Raketen und die Schwenkflügelauslegung der F-111B übernahm. Die Tomcat flog 1970 zum ersten Mal und wurde ab 1974 bei der US Navy eingesetzt. Sie ersetzte die McDonnell Douglas F-4 Phantom II. Insgesamt wurden zwischen 1969 und 1991 712 Maschinen gebaut.

Die Tomcat war zu ihrer Zeit eines der schwersten und teuersten Jagdflugzeuge. Die Hauptbewaffnung waren weitreichende AIM-54 Phoenix Luft-Luft-Raketen. Anfangs wurden die Maschinen als reine Jagdflugzeuge verwendet, in den 1990ern wurden sie jedoch modifiziert, um sie auch als Jagdbomber verwenden zu können. Bei der US Navy wurde die Tomcat 2006 außer Dienst gestellt, heute fliegen Tomcat nur noch für die iranische Luftwaffe.

Die Grumman F-14A Tomcat war 19,1 m lang, hatte eine Spannweite von 10,2 m bis 19,6 m (Flügel voll eingeschwenkt bis voll ausgeschwenkt) und ein maximales Startgewicht von 32,8 t. Der Antrieb erfolgte über zwei Mantelstromtriebwerke mit je 68 kN Schub (92,9 kN mit Nachbrenner), womit 1359 kn (2517 km/h) erreicht wurden. Die Bewaffnung bestand aus einer 2 cm-Gatling-Kanone und bis zu 6,6 t Außenlasten (Phoenix-, Sparrow- und Sidewinder-Luft-Luft-Raketen). Die Besatzung bestand aus zwei Personen.

Das Modell

Mein Modell der F-14 Tomcat habe ich aus dem Bausatz von Eduard gebaut, der unter dem Namen "Danger Zone" auf den Markt kam. Es handelt sich dabei um den Hobby Boss-Bausatz, der mit schönen Resinteilen, schönen Decals, diversen netten Fotoätzteilen und absolut mülligen Farbätzteilen für das Cockpit bestückt wurde. Das Cockpit habe ich aufgrund der miesen Qualität der Farbätzteile (verwaschene und schwache Farben) bepinselt.

Ergänzt wurde der Bausatz um den Fotoätzteilsatz von Eduard für weitere Details, Staurohren von Master und Decals aus einem Revell-Uralt-Bausatz. Außerdem habe ich mir noch das Waffen-Set von Eduard gegönnt. So toll die Decals für die Markierungsvarianten von Eduard sind, so hat man sich leider sämtliche Waffendecals für die Bausatzraketen gespart. Man muss also quasi auf die Resin-Raketen aus dem Hause Eduard zurückgreifen, wenn man es ordentlich haben will... . Die Zurüstwaffen sind qualitativ aber über jeden Zweifel erhaben, sodass sich die Zusatzinvestition meiner Meinung nach wirklich lohnt. Außerdem bleiben zwei Sidewinder und zwei Sparrows für zukünftige Projekte übrig.

Obwohl der Eduard-Bausatz hervorragende Decals dabei hat, habe ich mir welche für eine bunte Maschine des VF-142 "Ghostriders" bei ebay besorgt. "Jolly Rogers" und "Sundowners" waren mir irgendwie einfach ein bisschen zu "mainstream". Die Decals mussten auf der Rückseite nach dem Ablösen im Wasserbad noch mit einem feuchten Wattestäbchen von einem vergilbten Belag befreit werden. Abgesehen davon ließen ich die Decals trotz des Alters aber gut verarbeiten. Zum Glück gab es die meisten Decals aber aus dem Eduard-Kit, sodass ich nur die Decals für die Maschine der Ghostriders von Revell verwenden musste.

Die Staurohre hätte ich mir schenken können, da die frühen Cats sie nicht hatten... . Hab ich aber erst nach dem Anbau gemerkt und zum wieder abrupfen und wegwerfen waren sie mir dann auch zu schade...

Der Bausatz ist an sich eigentlich gar nicht übel. Wahrscheinlich hat ihm der Bausatz von Tamiya aber den Rang abgelaufen, aber ich hatte den Bausatz schon vorher und sah keinen Grund ihn nicht auch zu bauen. Die Passgenauigkeit war eigentlich gut, lediglich am Cockpit- und Rumpfübergang musste etwas gespachtelt werden. Darüber hinaus hat mir die Detaillierung der Oberfläche gut gefallen. Ich habe allerdings die Nietenreihen nicht mehr mit dem Original abgeglichen, da ich bei diesem Bau auf eine derartige Nietenzählerei wirklich keine Lust hatte. In diversen Foren wird auch über Formprobleme am Lufteinlauf berichtet, aber da habe ich auch nicht mehr mit Fotos abgeglichen. Nur an der Luftbetankungssonde und den Fahrwerken habe ich noch etwas mehr nachgearbeitet. Am Ende erhält man nach dem Bau etwas, was auf jeden Fall wie eine Tomcat aussieht. Mir hat es Spaß gemacht und in meinen Augen muss es eben nicht immer Tamiya oder Hasegawa sein.

Ich habe die Tomcat auf eine kleine "Museums-Grundplatte" gestellt, denn da gehört sie in meinen Augen hin. Die Kettenabsperrungen habe ich aus Polystyrolplatten, Evergreen-Profil und feiner Messingkette gebaut und mit Aclad-Farbe lackiert.

Oliver Prang

(Text über Original von Lars)