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Britisches X-Craft Kleinst-U-Boot (1/35, Merit) von Michael Beduhn Drucken
Donnerstag, 26. September 2019 um 05:00

Das Original

Die X-Craft-Kleinst-U-Boote der Royal Navy wurden für Spezialoperationen, insbesondere für den Angriff auf vor Anker liegende Großkampfschiffe, entworfen. Bei einem typischen Einsatz schleppte ein größeres U-Boot das Kleinst-U-Boot in die Nähe des Einsatzorts und dieses versuchte in den Hafen einzudringen. Um Netzsperren zu überwinden, konnte ein Taucher ausgeschleust werden. Unter dem Ziel legte das X-Craft die beiden schweren Sprengladungen auf den Grund und zog sich zurück. Soweit der Plan. Es wurden 20 Stück gebaut, die ab 1942 eingesetzt wurden. Sieben davon gingen während des Kriegs verloren, heute ist noch X 24 im Royal Navy Submarine Museum in Gosport erhalten. Ihr bekanntester Einsatz war Operation Source am 22. September 1943 gegen deutsche Großkampfschiffe im Kåfjord. Bei diesem Einsatz wurde das Schlachtschiff Tirpitz schwer beschädigt. 

Ein X-Craft war 15,6 m lang, 1,8 m breit und verdrängte 27 t (getaucht 30 t). Der Antrieb erfolgte über Wasser mit einem 42 PS-Dieselmotor, unter Wasser mit einem 30 PS-Elektromotor. Aufgetaucht wurden 6,5 kn, getaucht 5,5 kn erreicht. Die Besatzung bestand aus vier Mann, einer davon ein Taucher. Als Bewaffnung waren zwei je 2.032 kg schwere Sprengladungen vorgesehen.

Das Modell

Endlich mal wieder etwas fertig bekommen! Wie geplant aus dem Kasten ging es aber nicht. Der Propeller war einfach grottig und musste ersetzt werden, das Periskop hatte keinen Kopf und das Gestänge für das Tiefenruder gab es auf der Backbord-Seite überhaupt nicht. Auch die Schäkel am Bug mussten ersetzt werden. Nach dem Beseitigen der Öffnungen für das Tiefenrudergestänge musste noch eine Schweissnaht hergestellt werden - Archer konnte helfen. Es war also etwas zu tun.

Für das Altern habe ich erstmals die neuen Stifte von AK benutzt, sie sind aber nicht so mein Ding. Also neu Lackieren und nach einem „cold grey wash“ kamen Rost-Pigmente zum Einsatz.

Michael Beduhn

(Text über Original von Lars)