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Baubericht Lövsta, Teil 3 Drucken
Samstag, 17. Dezember 2005 um 14:32
Das Schiff nimmt nun langsam seine endgültige Form an: Mit dem Einpassen des Decks wurde ein wichtiger Zwischenschritt vollendet.
DeckmontageDie Grundlage für das Einpassen des Decks - Eine Holzleiste, in diesem Fall 2x3mm. Damit die Leiste der Krümmung des Rumpfes folgen kann, wurde sie alle 4-5mm mit der Laubsäge eingeschnitten. Danach wurde sie mit heißem Wasser noch biegsamer gemacht, und mit klammern an der Innenwand des Rumpfes fixiert. Beim Abtrocknen nahm die Leiste dann die Form an. So kann man die Spannung, die ansonsten auf den Klebstoff wirken würde, auf ein Minimum beschränken.
Die Leiste wurde mit viel Sekundenkleber an den Rumpf geklebt, und danach plan geschliffen (Durch die Rumpfform hat es die Leiste leicht verdreht, was dazu führen würde, dass die Kontaktfläche zwischen Leiste und Deck sehr klein wird). Befestigung StänderDie Befestigung des Ständers wurde ebenfalls in den Rumpf geklebt. Eine einfache Steckverbindung aus Messingrohre. Durch das geringe Gewicht konnte ich auf eine aufwändige Verschraubung verzichten. Die Rohre wurden leicht angesägt (damit das Epoxy besseren halt findet) , in die Löcher des Rumpfes gesteckt und mit viel Leim fixiert. Das Holzbrettchen dient dazu, dass die Rohre wirklich parallel bleiben.
Deck eingeklebt!Das Deck wird eingeklebt! Beim Deck handelt es sich um 1mm ABS. Als Klebstoff habe ich 5-Minuten Epoxy verwendet. Dabei ist es wichtig, die Oberfläche des ABS etwas anzurauhen, um die Haltekraft zu verbessern.
Deck montiert!Das Deck hält! Der Überstand der Rumpfwand zum Deck (ca. 0.1-1mm) ließ sich gut abschleifen. Bei dieser Arbeit unbedingt Handschuhe und Staubmaske tragen, GKF-Staub ist gesundheitsschädlich!Heck 1Hinten musste noch das Heck modelliert werden. Das ist geometrisch keine so leichte Aufgabe, da es sich oben um eine zweiachsige Krümmung handelt. Unten wäre eine Abwicklung möglich gewesen. Ich entschloss mich, die vordere Wand aus 0.5mm ABS zu schneiden, und der Rest aus Balsa zu schleifen. Alternativen wie Tiefziehen etc. wären vermutlich aufwändiger gewesen. Auf dem Bild ist die vordere Wand sichtbar, mit der Öffnung und dem Deckel (vermutlich den Zugang zur Ruderachse)Heck 2Der untere Teil entstand aus 10mm Balsa, das mit Sekundenkleber auf das Deck geklebt wurde. Danach wurde die grobe Form geschnitten und geschliffen. Darüber kam eine Platte aus 0.5mm ABS, die ich bereits in die richtige Form geschnitten habe. Dies dient der scharfen Abgrenzung der zwei Krümmungen. Da das ABS widerstandsfähiger ist als Balsa, wird zuerst das Balsa abgeschliffen. So konnte ich den relativ scharfen Übergang der zwei Formen problemlos in die richtige Form schleifen. Das Holz, das hinter der Öffnung rechts auf dem Bild zum Vorschein kommt, wurde vorsichtig mit dem Proxxon weggefräst. Heck 3Das fast fertige Heck. Um die Oberfläche zu härten und die Poren zu schließen, wurde das Holz gut mit dünnflüssigem Sekundenkleber getränkt, und danach mit 400-Schleifpapier verschliffen. Das musste ca. 3 mal gemacht werden, um eine saubere Oberfläche zu erhalten. Man sieht gut den Übergang der zwei verschiedenen Krümmungen.Heck 4Das praktisch fertige Heck. Die 2 "Bleche" entstanden aus 0.5mm-ABS. Man sieht noch die dünnen ABS-Streifen, die als Verstärkung dienen. Die Unregelmäßigkeiten wurden noch mit Tamiya-Spachtel aufgefüllt und verschliffen. Schrauben 1Die Schrauben entstanden aus dünnem Alublech. Die Form wurde grob geschätzt, dann wurden 6 Schichten Blech mit Sekundenkleber übereinander geklebt, danach mit der Laubsäge vorsichtig ausgeschnitten. Die Blätter wurden vorsichtig und leicht gebogen, und mit Sekundenkleber auf ein Stück 3mm-Messingrohr geklebt. Das Resultat sieht brauchbar aus!Schrauben 2Die Schrauben wurden anschließend mit "Stahl" von Modelmaster bemalt.Schrauben fertigDie fertigen Schrauben. Das Endstück besteht aus in Form geschliffenem Gussast. Die Schrauben sind drehbar. Vielleicht hätte ich die Schrauben aus Messingblech machen sollen, das hätte den Vorteil gehabt, dass ich die Propellerblätter hätte löten können. Das wäre sicher stabiler als nur zu kleben.
Zwischenstand Dezember 2005Das Zwischenresultat. Die Form ist schon ganz gut sichtbar. Es fehlen noch viele Details, aber der Fortschritt ist nun nicht mehr aufzuhalten!