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Fregatte Jupiter - Teil 3: Die Dekorationen Drucken
Sonntag, 25. Dezember 2005 um 15:48

Sämtliche Dekorationen am Modell sind aus Fimo – Knetmasse modelliert.
Es fiel mir schwer die Rankenmuster im Plan in einzelne Elemente aufzulösen. Die organischen, ineinander verdrehten Formen fand ich recht komplex. Deshalb habe ich mir erst einmal ein paar passende Häuserfassaden angesehen. Hat man mal einen dreidimensionalen Eindruck bekommen, geht es gleich viel leichter.




Schnitzereien am Heck


Das Heck des Schiffes ist sehr reich geschmückt. Neben Rankwerk gibt es auch plastische Adlerfiguren.



Die untere Seitengalerie ist mit Verzierungen versehen. Das Fensterkreuz fehlt noch. Ich hatte die Konturen der Seitengalerie auf ein Stück Backpapier übertragen und die Ornamente darauf modelliert. Grundform sind Fimo – Würste und Fimo – Kugeln, die ich dann mit Skalpellklingen und Nadeln bearbeitet habe. Die Fimomasse darf nicht zu kalt sein, sonst bröckelt sie. Ist sie zu warm, ist sie zu klebrig. „Handwarm“ geht ganz gut. Nach einigen Proben und Ausprobieren kann man mit der Knetmasse recht feine Strukturen hin bekommen. Auch eine aufgebogene Form wie das Ornament links außen ist möglich und übersteht das Aushärten im Tischgrill. Mit der Heizzeit kann auch experimentiert werden. Läßt man die Masse zu lange im Ofen wird sie zu hart und sieht auch etwas zerlaufen oder gequollen aus. Bei kürzerer Trockenzeit bleibt die Masse noch etwas biegsam und hält besser die Form. Beim Abkühlen härtet sie eh noch etwas nach. Schrumpfen der Stücke konnte ich nicht beobachten.
Die Bemalung erfolgte mit zwei unterschiedlichen Gelbtönen (Acrylfarbe).
Das Galeriegeländer besteht aus Holz (rechteckige Stützen und Handlauf) und Papier (elliptische Stützen). Für die Elliptischen Stützen wird ein dünner Papierstreifen (Breite = 1mm) mit Weißleim bestrichen und mehrfach über ein Rundholz gewickelt. Ist die gewünschte Stärke erreicht, wird die Papierrolle vom Rundholz geschoben und anschließend platt gedrückt. Damit die Enden nicht zu spitz werden, werden diese über eine Stecknadel geformt. Die schrägen Stützen im vorderen Bereich wurden ähnlich hergestellt. Nur war die Breite des Streifens größer, die eigentliche Stütze wurde dann aus dem Breiten Streifen ausgeschnitten.
Die Arbeit ist etwas knifflig. Aber nach einer Eingewöhnungsphase kommt man ziemlich schnell voran.




Das noch unverzierte Heck und nach Aufbringen der Ornamente

Die Adlerfiguren bestehen aus mehreren Einzelteilen und wurden weiß bemalt, um den Kontrast zu erhöhen. Der untere Teil des Hecks ist noch nicht verziert, die Fensterkreuze fehlen noch. Einige Details im Bereich der oberen Fensterreihe und am Balkongeländer sind ebenfalls noch nicht angebracht.



Die Ornamente des Heckbogens vor dem Aushärten.
Der Unterbau der Seitengalerie wird angebracht. Er besteht im Wesentlichen aus einem Balsaklötzchen und ist mit Holzpaste verspachtelt.



Der komplette Unterbau mit Adlerfigur als Stütze.



Das Heck, nun auch mit den Verzierungen unterhalb der unteren Galerie.

Die Galionsfigur


Die Galionsfigur ist aus mehreren Einzelteilen zusammengesetzt.



Zunächst wurde der Torso geformt und in die Aussparung im Galion eingepasst.
Danach wurden die Beine angebracht und die Adlerfigur auf die Galionsspitze gesetzt. Den Vogel habe ich später in Brauntönen bemalt, hat mir besser gefallen.
Der angewinkelte linke Arm des Gottes. Der Übergang zum Rumpf wird von dem blauen Tuch verdeckt. Das Tuch besteht nicht aus Fimo, sondern aus einer einzelnen Lage Papiertaschentuch. Diese wurde in verdünntem Weißleim getaucht und über die Schulter modelliert.



Der rechte Arm mit Blitzbündel (Draht). Hand und Arm sind getrennte Teile. Den Kopf muß ich nochmals überarbeiten, die Haare sollen grauer werden.
Galionsknie und Galionsregeln sind mit einem helleren Gelb abgesetzt. Einige Details im Bereich der beiden oberen Regeln fehlen noch.



Blick von oben auf das Galion. Die roten Kästen am Übergang von den Galionsgrätings zum Deck sind die Mannschaftslatrinen.