Modellsuche

Suchen


Querschnitt HMS Triton, 1773 - Teil 2: Spanten Drucken
Sonntag, 21. Januar 2007 um 14:38

Nachdem mich das Ergebnis meines ersten selbstgebauten Spants enttäuscht hatte, musste eine andere Lösung gefunden werden, um die Stoßfugen zwischen den einzelnen Hölzern sauber ausbilden zu können.
Bei der Suche nach einer Lösung stieß ich auf ModelShipWorld auf Bilder eines sehr schönen POF-Modells (Plank on Frame). Bei diesem wurden die Spanten zuerst aus kleinen Leisten zusammengeklebt und anschließend wurde die Form des Spants ausgesägt.
Dieses Variante wollte ich als nächstes ausprobieren.

Variante 2


Zuerst habe ich die Stoßkanten der Hölzer mit einem Bleistift verlängert und die Lage der Brettchen festgelegt. 3 mm seitlicher Überstand sollten zum späteren Aussägen reichen. Als nächstes habe ich die Winkel zwischen der Stosskante und der Seite mit einem Geodreieck bestimmt und die Länge der jeweils inneren Seite der Leisten gemessen.



Nun habe ich die Brettchen mit einer kleinen Tischkreissäge und einem Winkelanschlag zugeschnitten und anschließend mit Hilfe der Vorlage auf einer Glasplatte zusammengeklebt.



Nach Fertigstellung der beiden Rohspanten habe ich auf einen die Vorlage für den Spant mit Tamiya Tape geklebt und die Form auf der Innenseite grob ausgeschnitten.



Anschließend habe ich die Einzelspanten zu einem Doppelspant zusammengeklebt.



Nun kam der schwierigste Moment, das Aussägen des Doppelspants. Immer im Hinterkopf, dass eine kleine Unachtsamkeit den Spant und die bisherige Vorbereitung zu nichte macht, habe ich diesen vorsichtig mit einer Dekupiersäge ausgesägt. Auf der Innenseite habe ich die Geschwindigkeit des Sägeblatts herunterreguliert, um sauberer sägen. Dieses hat zu kleinen "Riefen" geführt, so dass ich auf der Außenseite wieder mit maximaler Leistung gearbeitet habe.



Das Ergebnis ist nicht perfekt; aber wie heißt das alte Sprichwort: Übung macht den Meister. Da der Rumpf des Querschnitts beplankt wird, kann ich die kleinen Unsauberkeiten leicht beseitigen.



Wie ein Vergleich mit meinem ersten Versuch zeigt, sind die Stoßkanten dieses Mal gelungen.



Mit der zweiten Variante kann ich meine Spanten mit der erforderlichen Qualität bauen. Trotzdem hat dieses Verfahren in meinen Augen zwei große Nachteile.

  • Der Verschnitt durch das Zusägen der Leisten ist sehr hoch.

  • Bei einem Fehler oder einer kleinen Unachtsamkeit beim Aussägen des Spants muss nicht nur ein Holz sondern der ganze Spant weggeworfen werden.


Das Ausägen der Spanten benötigt seine Zeit. Bis jetzt habe ich die den Hauptspant (Spant 0) und die 5 in Richtung Heck liegenden Spanten (Spant 1-5) ausgesägt. Das neue Verfahren hat sich bewährt. Den Zuschnitt der Leisten konnte ich etwas optimieren. Die Reststücke, die beim Aussägen der Spanten anfallen, hebe ich auf, um später die Kniee und andere kleine Bauteile zusägen zu können.
Für die Bilder habe ich die Spanten provisorisch auf einer kleinen Leiste befestigt.



Vorne im Bild sieht man den Hauptspant, den ich zuerst ausgesägt habe. Ihm folgen die hinteren Spanten 1 - 5. Spant 3 ist kürzer, da dort eine der beiden Stückpforten-Paare des Querschnitts liegt.



Auf den Bildern sieht man meine Fortschritte beim Sägen der Spanten. Die zuletzt ausgesägten Spanten 3-5 kommen meinen Vorstellungen schon sehr nahe, um später das vollständige Schiff als Plank on Frame Modell mit sichtbarem Spantgerüst im Bereich des Unterwasserrumpfes bauen zu können.



Im nächsten Teil des Berichts geht es um die Helling und das Aufrichten der Spanten.