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Herstellung von Holzdübeln für historische Schiffsmodelle Drucken
Samstag, 03. Februar 2007 um 21:10

Die Planken historischer Segelschiffe waren übwerwiegend mit Holzdübeln an den Rumpfspanten befestigt. Um diese in größeren Maßstäben markanten Details an Schiffsmodellen wiederzugeben stellt man Holzdübel bis 1mm am Besten durch Ziehen her.
Ein Zieheisen kann man kaufen (vermutlich nicht billig) oder man stellt es selbst her:
Ausgangsmaterial zur Herstellung des Zieheisens ist ein altes Metallsägeblatt; wenn man kein altes hat, verwendet man eben ein neues. Dann bohrt man eine Reihe Löcher mit abgestuften Durchmessern alle 0,1mm von 1mm aufwärts bis 2mm oder 2,5mm, je nach Ausgangmaterial der zukünftigen Dübel.



Der sich beim Bohren ergebende Grat wird nicht entfernt da er die Bohrlöcher erst richtig scharf macht.

Zur Herstellung von Holzdübeln kleiner Durchmesser schneidet man auf der Kreissäge eine Vierkantleiste zu (Länge bis 1m), deren Diagonale möglichst knapp über dem Fertigdurchmesser der Dübel liegen sollte. Dieser Vierkant wird leicht angespitzt und mit einer Zange durch das kleinstmögliche Loch des Zieheisen gezogen, dann durch das nächst kleinere usw.



Bei jedem Ziehvorgang werden die Kanten mehr abgeschält bis man am Ende ein Rundholz mit dem gewünschten Durchmesser erhält. Bei Durchmessern unter 1,5 mm empfiehlt es sich (je nach Holzart) 2 bis 3 mal durch das gleiche Loch zu ziehen, bevor man auf den nächst kleineren übergeht.



Material für die Dübel


Ich finde es sieht am besten aus, wenn die Dübel etwas dunkler sind als die Planken (das ist allerdings Geschmackssache).





















Buchsbaum: sehr gut, hebt sich farblich gut von Birnenplanken ab
Ahorn: lässt sich gut sehr gut ziehen, ist aber sehr hell
Ramin: ebenfalls gut zu ziehen, ist etwas dunkler als Ahorn, aber heller als Planken aus Birne
Birne: reißt sehr leicht beim Ziehen, daher kaum für sehr dünne Durchmesser geeignet
Bambus: lässt sich ist schwer auf die richtige Größe zu schneiden und ist auch schwer zu ziehen; Bambusdübel sind aber die beste Wahl, wenn es um Festigkeit geht.

Klaus Deisenberger