NNT Fregatte F211 Köln

Hersteller: NNT Modell+Buch
Katalog Nummer: 70014 - Fregatte der F122 Klasse Köln
Maßstab: 1/700
Preis: ca. 62 €
Inhalt: 89 Reinteile, 1 Ätzteileplatine, 1 Decalblatt, 4 DIN A4 Seiten Anleitung

NNT Torpedoboot der Schütze-Klasse

Hersteller: NNT Modell+Buch
Katalog Nummer: 70037 - Tordedoboot der Schütze-Klasse
Maßstab: 1/700
Preis: 18 €
Inhalt: 2 Resinteile, Ätzteileplatine, Anleitung


Modell: 40,6 cm Rohre für Schlachtschiff H-Klasse
Hersteller: NNT Modell+Buch
Maßstab:1:700
Art. Nr.: B12
Preis: 10,40 €
Inhalt: Acht gedrehte, vierfach abgestufte Messingrohre
Empfohlener Bausatz: Schlachtschiff H-Klasse von NNT
Detailfoto eines einzelnen Rohres:

Beachte die Präzision und High-end-Qualität. Vorne ist das Rohr aufgebohrt!
Vorteile:
Veredelt das tolle Modell des Schlachtschiffs H-Klasse.
Nachteile:
Keine!
Fazit:
Tolle Ergänzung zum kürzlich vorgestellten Schlachtschiff H-Klasse.
von Martin

Modell: Fregatte Brandenburg 1995
Hersteller: NNT Modell+Buch
Maßstab: 1:700
Art.Nr.: 70007
Preis: ca. 62 €
Inhalt: ca. 110 Resinteile, 1 Fotoätzteileplatine, 2 beidseitig bedruckte Din A4-Seiten Bauanleitung

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Hersteller: NNT Buch und Modell
Bausatz: 70030 - H.M.S. Queen Mary
Maßstab: 1/700
Preis: 89,60 €
Inhalt: 63 Resinteile, 1 Fotoätzteileplatine, 1 Hutgummi, 1 Flaggendecal. Als HighTech-Version zusätzlich gedrehte Messingrohre und Relings

Das Original

Die Queen Mary wurde am 6.3.1911 bei Palmers, Newcastle auf Kiel gelegt, lief am 20.3.1912 vom Stapel und wurde am 4.9.1913 in Dienst gestellt. QM nahm an der Skagerrak-Schlacht teil, bei der QM Seydlitz einige Treffer beibrachte, die zum Ausfall eines der Türme führte. Später jedoch wurde QM von Treffern der Derfflinger und Seydlitz versenkt. 57 Offiziere und 1209 Manschaften kamen dabei ums Leben. Lediglich 2 Offiziere und 5 Seeleute konnten von eigenen Einheiten gerettet werden, 2 Besatzungsmitglieder wurden von einem deutschen Torpedoboot aufgenommen.

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Quelle: www.wikipedia.org

Technische Daten

  • Länge: 201.17 m, 212.75 m an der Wasserlinie
  • Breite: 27.13 m
  • Tiefgang: 8.53 m
  • Bewaffnung: 8x 13,5in 45cal Mk V, 16x 4in 50cal Mk VII, 5x MG, 2x 21in Torpedorohre
  • Maschinenausstattung: 46 Kessel
  • Geschwindigkeit: 27,5 Knoten
  • Verdrängung: 26780 to, 31486 to im Einsatz
  • Besatzung: 1275 Mann

Das Modell

Alle Modelle, die in Zusammenarbeit mit der Firma Samek aus Tschechien entstanden sind, weisen eine hohe Gußpräzision auf. So sind am Rumpf zum Beispiel sehr deutlich Bullaugen zu erkennen sowie sämtliche erhabenen Teile. Das Deck hat eine sehr feine Plankengravur. Interessant am Rumpf ist auch die Darstellung der hauchdünnen Auflagerplattform für die Torpedonetze: Superfiligran...vorsicht! Nicht anfassen

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Detail der Bugsektion

Unglaublich wie fein definiert der Wellenbrecher mit den lotechten Aussteifungsblechen ausgefallen ist. Alle Barbetten sowie das erste Aufbautendeck sind am Rumpf mitabgegossen.

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Detail der Mitschiffs

Beachte die Bootsstützen sowie alle anderen auf dem Deck mit angebrachten Applikationen

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Detail des Heckbereiches

Der hintere Aufbautenbereich mit Auflagerkonsolen für die Beiboote. Der im original unterschnittene Decksbereich ist hier vereinfacht solide ausgeführt!

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Seitliche Ansicht des Rumpfes

Am Heck zu sehen: Der leicht konisch verlaufende Aufbautenteil ausgehend vom tieferliegenden Deck.

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Die Plattformen

Sehr dünne Aufkantungen unterstreichen die tolle Qualität des Gusses.

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Die Türme der schweren Artillerie

Deutlich zu sehen: Die schuppenartig übergreifenden Panzerplatten. Die Rohrbalge (Spritzwasserschutz im Übergang von Turm zum Geschützrohr) sind mit abgeformt.

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Die Brücke und die 13,5 inch Rohre

Auch hier: Sehr dünne Aufkantungen.

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In der HighTech-Version gibt es zusätzliche Messingrohre:

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Die Beiboote

Anders als bei anderen Kleinserienhersteller sind die Boote hervorragend modelliert.

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Die Schornsteine

Die zwei ovalen und der kreisrunde Schornstein haben eine leichte, versenkte vertikale Gravur.

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Diverse Kleinteile

Auf dem oberen Sockel befinden sich die typischen britischen Doppelsuchscheinwerfer. Auf dem Unteren ein Teil des Mastes, der besser durch ein Messingprofil zu ersetzen wäre

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Mastzubehör und Rohre der Kasemattengeschütze

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Die Ätzteileplatine

Hier finden sich Teile wie: Leitern, Ketten, Anker, Kranzubehör, Davits, Niedergänge, dünne Wandungen und leichte Bewaffnung.

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Bei der HighTech-Version werden zusätzlich Relings mitgeliefert:

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Der Bauplan

Der Bauplan als Explosionsisometrie liegt als DIN A 3 Blatt bei. Groß genug, um noch übersichtlich zu sein. Dennoch Anfänger, die gewohnt sind Baupläne mit fortlaufenden Baustufen zu lesen, müssen sich umgewöhnen.

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Risszeichnung

Alles was nicht aus dem Bauplan ersichtlich ist, kann hier abgegriffen werden. So findet man hier die Lage der Davits, die Längen der Masten sowie die gesamte Takelage wieder.

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Vorteile: Super Präzision, tolle Umsetzung des Originals, Flaggendecal und Hutgummi für die Torpedonetze.

Anwendung: Zum Kleben taugt nur Sekundenkleber. Vielleicht die Teile mit Weißleim fixieren und im Anschluß Sekundenkleber in die Fugen laufen lassen. Das lässt ein Verschieben der Teile noch zu. Nichts ist schlimmer, als mit Sekundenkleber schief montierte Decksbereiche, die dann bombenfest sitzen.

Fazit

Endlich mal wieder ein Schiff aus dem Ersten Weltkrieg. Super umgesetzt, wie in der Vergangenheit von NNT gewohnt. Die wenigen Teile und der übersichtliche Bauplan lassen auch Anfänger im Resinbereich zum Ziel kommen.

Martin Kohring

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Modell: Vizeadmiral Popoff
Hersteller: NNT Modell+Buch
Art. Nr: 70013
Maßstab: 1:700
Preis: ca. 28 €
Inhalt: 29 Resinteile und eine Ätzteileplatine

Geschichte

Vitse-Admiral Popov (oder auch Vizeadmiral Popoff geschrieben) war eines der beiden kreisrunden Küstenverteidigungsschiffe, die für die russische Schwarzmeerflotte gebaut wurden. Andrej Aleksandrovich Popov konstruierte diesen Typ. Durch die runde Form sollte eine hohe Wendigkeit erreicht werden, die "Popovkas" (Spitzname dieser runden Schiffe), konnten auch tatsächlich auf der Stelle wenden. Dazu konnte durch diese Form der Tiefgang gering gehalten werden. Die Seeeigenschaften waren allerdings miserabel, insbesondere konnte der Kurs kaum gehalten werden. Neben den beiden Küstenpanzerschiffen wurde noch die Yacht Livadia mit dieser Form gebaut. Vitse-Admiral Popov war eine verbesserte Version der Novgorod. Sie war größer und schwerer bewaffnet und gepanzert. Dazu erhielt sie eine stärkere Maschine. Die 30,5 cm Geschütze waren auf eine versenkbare Zwillingslafette in einer gepanzerten Barbette montiert. Die Panzerung war ein Eisenpanzer, der seitlich 35,6 cm bis 40,6 cm stark war. Die Barbette hatte eine 40,6 cm Panzerung.

Sie war 36,58 m lang und breit – eben kreisrund – und hatte bei einer Verdrängung von 3550 ts eine Tiefgang von 4,11 m. Die Dampfmaschinen hatten 4500 PS, die auf sechs Schrauben wirkten und womit eine Geschwindigkeit von 8 kn erreicht wurde. Später wurden die äußeren Schrauben und Maschinen entfernt, wodurch die Leistung auf 3066 PS und 6 kn fiel.

Bewaffnung:
2 x 30,5 cm L/20 (ein versenkbare Zwillingslafette)
8 x 8,6 cm (später nur noch sechs)
2 x 3,7 cm (1 Pdr)

Vitse-Admiral Popov wurde von 1874-77 in Nicolaiev gebaut, ursprünglich Kiew genannt und später umbenannt. Sie und ihr Schwesterschiff Novgorod waren die ersten Panzerschiffe im Schwarzen Meer. Beide wurden als Teil der Donauflottille im Russisch-Türkischen Krieg 1877-78 eingesetzt. Ab 1892 wurde sie nur noch als Versorgungsschiff verwendet und 1903 außer Dienst gestellt. Nach 1912 wurde sie abgewrackt.

Das Modell:

Der runde Rumpf:

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Beachte die filigrane Deckstruktur.

Die paar übrigen Kleinteile:

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Die Teile sind durchweg gesockelt und erleichtern die Bemalung. Hier sieht man die beiden Anker (sehr schön, weil kein flaches Ätzteil!) Die beiden Schornsteine, die beiden Geschützrohre, der Drehkranz für letztere, leichte Bewaffnung die Lüfter und sehr schön gelungene Beiboote.

Die Fotoätzteileplatine

Komplette Relings und alle Deckskonsolen und Vertrebungen, Lafetten für die Geschütze sowie Bootsdavits sind mit dabei!

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Der Bauplan

Sehr schön, dass nicht nur Draufsicht und Seitenriss vorhanden sind, sondern auch alle übrigen Projektionen.

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Aus dem zweiten Plan lässt sich die Aufstellung der Bewaffnung entnehmen. Interessant auch die Bemalungshinweise.

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Der Bau

Das erste Baustufenfoto:

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Das fertige Modell:

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Fazit

Vorteile:
Wenig Teile = schnelles Ergebnis. Detaillierte Bemalungshinweise! Umfangreiche Risszeichnungen

Nachteile:
Ätzteile wie die Verstrebungen unter den beiden Plattformen verbiegen leicht und sind beim Verkleben etwas fummelig. Relings ohne untere Klebeleiste.

Interessantes und nicht ganz alltägliches Schiff. Könnte mit der von Samek lieferbaren und ähnlichen Novgorod Parade fahren. Der mit allem Zubehör ausgelieferte Bausatz ist eine schöne Bereicherung aller 1:700er Sammlungen. Anfänger werden in der Anwendung der Ätzteile extrem herausgefordert. Dennoch:

SEHR EMPFEHLENSWERT

von Martin Kohring
(Einleitung über das Original von Lars)

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Modell: Schlachtschiff H-Klasse H-39
Hersteller: NNT Modell+Buch
Maßstab: 1:700
Art. Nr: 70011
Preis: ca. 144 €
Inhalt: 189 Resinteile, 1 Photoätzteileplatine, 1 Flaggensatz, 1 farbige Seiten- und Draufsichtsdarstellung, 1 Bauplan in DIN A3, 1 Risszeichnung in DIN A3, 1 Seite technische Daten.

Original

Das bei Blohm + Voss am 15.7.1939 auf Kiel gelegte Schlachtschiff H-Klasse, war eines von 6 Schiffen, die gemäß des Z-Plans bis 1944 fertig gestellt werden sollten. Geplant waren die Schiffe H, J, K, L, M, N, von denen lediglich H und J begonnen wurden. Jedoch wurden am 10.10.1939 die Arbeiten wieder eingestellt und anschließend wurden diese Schiffe wieder abgebrochen. Die schon vorhandenen 40,6 cm Rohre der schweren Artillerie fanden in Küstenbefestigungen in Norwegen zum Schutze von Narvik und in der Batterie Lindemann bei Blanc Nez an der Kanalküste Verwendung.

Technische Daten:

  • Länge: 277,9 m
  • Breite: 37,2 m
  • Max. Verdrängung: 66900 to
  • Geschwindigkeit: 30 Knoten

Bewaffnung:

  • 8 x 40,6 cm
  • 12 x 15 cm
  • 16 x 10,5 cm Flak in Doppellafette
  • 16 x 3,7 cm Flak in Doppellafette
  • 32 x 2 cm 8 x Vierlingsflak
  • 6 x 53,3 cm Torpedorohre unter der Wasserlinie
  • 2 x Arado 196 A

Bausatz

Der Rumpf misst sage und schreibe 39,4 cm, das erste Aufbautendeck ist schon mit abgegossen. Eine sehr feine in Abschnitte geteilte Plankenstruktur ist auf dem Deck mit dargestellt.

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Detail Bugbereich: Beachte den filigranen Wellenbrecher. Eine umlaufende Klebenut ist zum Aufbringen von Relings eingelassen.

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Detail des mittleren Rumpfbereiches: Beachte die detaillierten Seitenwände der Aufbauten mit Türen sowie die Sockel für die Beiboote.

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Detailansicht des Hecksbereiches: Hier sieht man wunderschön die Führungsschienen, Poller, den Drehtisch für das Bordflugzeugkatapult die Hangartore, etc.

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Die Türme der schweren und Mittleren Artillerie und die Lafetten der 10,5 cm Flak: Sehr dünner Trägerfilm gleich wenig Schleifarbeit

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Schornsteinköpfe, E-Messhauben, Plattformen und Decksteile: Alle Aufkantungen sind superfiligran und so nur in Resin herstellbar.

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Schornsteine und Aufbautenteile:

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Das Bordflugzeug, Kranzubehör, Kleinteile für die Entfernungsmesser: Der Bordflieger wird aus fünf Resinteilen und zwei Fotoätzteilen zusammengesetzt.

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Die Boote und Barkassen: Die Boote sind von hoher Gussqualität und feiner Detaillierung. Gut bemalt und mit Ätzteilen aus dem GMM Satz für Schiffe der Kriegsmarine versehen, sind sie alllein schon ein Blickfang.

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Rohre der Bewaffnung, sowie Lafetten der leichten Flak: Resinrohre sind immer so eine Sache. Obgleich sehr gut gegossen, stellt sich dennoch die Frage: Verziehen sie sich oder haben die Teile über Jahre Bestand? Eine High Tech Ausführung mit gedrehten Messingrohren und Relings sowie Holzsockel wird es für 18 € Aufpreis geben. Die 40,6 cm Rohre gibt es auch extra.

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Die Fotoätzteileplatine und die Kriegsflagge als Decal: Leitern, Anker, Kranzubehör und -ausleger, Vierlingsflaks, Katapult, Propeller, Ankerwinschen, Radarmatten, Niedergänge.

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Anleitung

Die Risszeichnung:

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Der Bauplan:

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Farbige Darstellung als Bemalungsanleitung:

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Erste Eindrücke beim Bau:

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Vorteile:

Super filigrane Teile, keine Nacharbeit an den Resinteilen erforderlich. Tolle Ätzteileplatine und schönes Flaggendecal. Sehr gut gegen Transportschäden mit Luftpolsterfolie verpackt.

Nachteile:

Mastdetails und Info dazu (Rahen oder keine, Leitern oder keine) fehlen im Bauplan.

Fazit

Erster Bausatz dieses Schiffes überhaupt. Eigentlich wollte ich erst einmal etwas anderes bauen, aber dieser Kit schreit danach: Bau mich! Ein imposantes Schiff, obgleich nur ein Projekt seiner Zeit, dass in keiner Sammlung von Schiffen der Kriegsmarine fehlen sollte. Wer es detaillierter haben möchte greift zu dem 18 € teureren High Tech Bausatz mit Relings und gedrehten Messingrohren.

Martin

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Modell: HMS Renown 1916
Hersteller: NNT
Maßstab: 1/700
Art. Nr.: 70010
Material: Resin, Ätzteile, Messingrohre, Kupferdraht
Preis: 118 € (Preisschild auf Schachtel)

Original

Im August 1914 kehrte Lord Fisher, bekannt für seine Aussage "Geschwindigkeit ist der beste Schutz", als Erster Seelord zurück. Er ersetzte den deutschstämmigen Prinz Ludwig von Battenberg (später Mountbatten). Bald darauf errangen zwei britische Schlachtkreuzer einen leichten Sieg über Graf Spees Kreuzergeschwader bei den Falkland-Inseln. Er beantragte sofort, das bereitgestellte Material für zwei der Schiffe der modifizierten Revenge-Klasse, die nicht mehr gebaut werden sollten, für zwei Schlachtkreuzer zu nutzen. Mit der Bauzeit für Dreadnought im Sinn, sollten die Schiffe in 15 Monaten fertiggestellt werden, was allerdings nicht zu erreichen war. Mit 19 bzw. 20 Monaten war die Bauzeit trotzdem recht kurz. Um zusätzlich Zeit zu sparen, wurde die Maschinenanlage der Tiger dupliziert, allerdings mit drei zusätzlichen Kesseln.

Die Schiffe wurden von der Marine mit gewissen Bedenken akzeptiert. Die zwei langen Reihen mit Bullaugen zeigten, dass es nur einen schmalen Streifen Panzerung in der Wasserlinie gab. Zudem war diese nur maximal 15,2 cm dick, nicht mehr als bei der etwa 10000 Tonnen kleineren Invincible. Auch mit den unhandlichen Drillingsgeschützen der Mittelartillerie war man nicht voll zufrieden.

Noch vor der Indienststellung wurde das Schiff wieder in die Werft geschickt und der Schutz verstärkt. Außerdem hat man den vorderen Schornstein um rund 1,8 m erhöht. Die Schiffe durchliefen in der Folgezeit mehrere Umbauten, z.B. erfolgte ein größerer Umbau 1923-1926 und ein Totalumbau 1936-1939.

Das Schiff hatte im Ersten Weltkrieg keine Kampfeinsätze. Bezüglich der Geschichte im Zweiten Weltkrieg möchte ich beispielsweise auf die Bauberichte zur Renown von White Ensign Models verweisen (z.B. hier).

Daten bei Fertigstellung:
Konstruktionsverdrängung: 26500 ts
Länge über alles: 242,17 m;
Breite: 27,45 m;
mittlerer Einsatztiefgang: 8,92 m
Antrieb:
42 Babcock- & Wilcox-Kessel auf Brown-Curtis Turbinen; 112.000 WPS für 31,5 kn auf 4 Wellen;
Reichweite: 3650 sm/10 kn
Bewaffnung:
3x2 38,1 cm;
5x3 + 2x1 10,2 cm;
2x1 7,6 cm Flak;
5 Maxim-MG;
2x1 533 mm TR (Unterwasser, seitlich vor Turm A)
Besatzung:
967 Offiziere und Mannschaften (als Flaggschiff)
Kiellegung: 25. Januar 1915 bei Fairfield, Glasgow
Stapellauf am 4. März 1916
Fertigstellung: 20. September 1916
Schicksal: 1947 zum Abbruch verkauft und im folgenden Jahr in Faslane verschrottet.

Bausatz

Die Ankündigung des Erscheinens dieses Bausatzes kam ziemlich überraschend. Da ich aber bereits den Bausatz der Renown im Bauzustand von 1942 (WEM) und der Repulse 1941 (Tamiya) besitze, konnte ich nicht widerstehen, dieses elegante Schiff auch im Ursprungszustand zu erwerben. In diesem wird es gezeigt, noch vor der Indienststellung, mit gleich hohen Schornsteinen.

Die Verpackung besteht aus einer stabilen Schachtel. Der Rumpf ist in Luftpolsterfolie eingewickelt und mit einem Klebeband an der Schachtel fixiert. Somit wird eine mögliche Beschädigung der restlichen Teile durch dieses große Teil verhindert. Die restlichen Gießäste sind in kleinen Tüten verpackt und durch Heftklammern voneinander getrennt.
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Der Rumpf ist ein imposantes Stück Gusstechnik mit vielen bereits angeformten Details. Da wären Pilzkopflüfter, Decküberhänge, feine Strukturen auf dem Deck (die Renown hatte keine Holzdecks), um nur einige zu nennen. Die Ankerklüsen verdienen besonderes Lob wie auch die Streben der Wellenbrecher, die offensichtlich auch ohne Ätzteile zu verwirklichen sind. Hier sprechen die Fotos für sich.

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An den schrägen Kanten zu den Aufbauten an der Backbordseite muss etwas gespachtelt werden. Auch sind bei meinem Rumpf einige der Noppen der Form, die für die Bullaugen sind, abgerissen und müssen ausgebohrt werden. Zuletzt möchte ich noch erwähnen, dass der Überguss an der Unterseite ungleichmäßig ist, was ein vorsichtiges Abschleifen notwendig macht. Die erwähnten Dinge sollten jedoch problemlos zu beheben sein.

Die Kleinteile sind hervorragend gegossen und erfordern wenig Nacharbeit. Beachtlich die Scheinwerfer und die Sekundärgeschütze. Diese Drillinge würde ich mir gerne auch für die Repulse von Tamiya anschaffen können. Die Schornsteine weisen eine schöne Plattenstruktur auf, sind innen ausgehöhlt und haben Rauchrohre.

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Leider haben die Hauptgeschütztürme die falsche Form. Sie sollten, wie man auf Photos des Originals gut sehen kann, den gleichen Durchmesser haben wie die Barbetten, sind jedoch vorne zu schmal. Auch fehlen zwei Sichthauben neben der in der Mitte im vorderen Bereich an der Oberseite. Decks und Plattformen sind auf einer äußerst dünnen Trägerfolie und sehr sauber gegossen. Die Boote sind ebenfalls fein detailliert. Die offenen Boote sind hohl und werden mit Ätzteilen für deren Bänke ausgestattet. Eine gute Idee. Die Teile für Masten und Bäume sind gerade und können verwendet werden. Möchte man takeln, kann man überlegen, manche dieser Teile durch Metall zu ersetzen. Die Geschützrohre sind in drei Varianten vorhanden: Zweimal in Resin, mit und ohne Manschetten sowie gedrehte Messingrohre. Die Flaggen liegen als Abziehbilder bei und sind oben neben den Geschützrohren zu sehen.

Die beiliegenden Ätzteile sind wegen der enthaltenen Reling als komplett zu bezeichnen. Wie bereits erwähnt, bin ich auf das sicher gut aussehende Ergebnis mit den Beibooten gespannt.

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Anleitung

Die Anleitung beginnt mit einer Übersicht der Bauteile, in der diese Nummern zugeteilt bekommen. Dadurch wird der Zusammenbau gewiss sehr erleichtert. Es folgen vier Seiten, auf denen die Montage von Bug bis Heck mit den realen Teilen gezeigt wird. Im jeweils folgenden Schritt sind die vorher installierten Teile an Platz. Mir gefällt diese Lösung sehr gut. Die letzte Seite bringt Bemalungshinweise anhand von Humbrol-Farben. Ein Takelplan fehlt leider.

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Quellen

  • Breyer: Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer 1905-1970; Pawlak, 1970; ISBN 3-88199-474-2
  • Campbell: Warship special 1 – Battlecruisers; Conway Maritime Press Ltd., 1978; ISBN 0 85177 130 0
  • Northcott: Ensign 8 – Renown and Repulse; Battle of Britain Prints International, 1978; SBN: 0-900913-12-6
  • Preston: Battleships of World War I; Arms & Armour Press, 1972; SBN 85368 496 0
  • Raven/Roberts: Die britischen Schlachtschiffe des 2. Weltkrieges, Band 1; Bernard & Graefe Verlag, 1980; ISBN 3-7637-5191-2
  • Roberts: Battlecruisers; Caxton, 1997; ISBN 1 84067 530 6

Fazit

Vorteile:

  • Sehr gute Anleitung
  • Hochwertige Teile
  • Kompletter Bausatz

Nachteile:

  • Falsche Form der Hauptgeschütztürme
  • Relativ hoher Preis

Mit diesem Bausatz schließt NNT eine weitere Lücke im Angebot der britischen Schlachtkreuzer. Leider ist er nicht völlig fehlerfrei, überzeugt jedoch durch hohe Gussqualität, eine hervorragende Bauanleitung und seine Vollständigkeit. Mit den gedrehten Rohren und den Ätzteilen relativiert sich auch der Preis.

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Ralf Schuster