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Flugzeugträger USS Hornet

Die USS Hornet (CV-12) gehörte zur Essex-Klasse, die im Zweiten Weltkrieg zum Rückgrat der amerikanischen Trägerflotte wurde. Die Klasse entstand als Antwort auf den wachsenden Bedarf an schnellen Flugzeugträgern und war größer als die vorausgegangene Yorktown-Klasse. Insgesamt wurden 24 Schiffe 1941-50 gebaut. Nach dem Krieg wurden zahlreiche Schiffe modernisiert: Die Umbauten umfassten unter anderem neue Flugdecks, veränderte Inselaufbauten und Anpassungen an den Betrieb moderner Düsenflugzeuge. Bei der USS Hornet erfolgte zunächst der Umbau zum Angriffsflugzeugträger nach dem Programm SCB-27A, anschließend erhielt sie im Rahmen des Programms SCB-125 ein Winkelflugdeck. 1958 wurde sie schließlich zum U-Boot-Abwehrträger umgebaut. 

Bei ihrer Außerdienststellung 1970 war die USS Hornet 273 m lang, 30,8 m breit und verdrängte bei voller Einsatzlast 46.000 t. Ihre Maschinenanlage bestand aus acht Babcock-&-Wilcox-Dampfkesseln und vier Westinghouse-Getriebedampfturbinen, die über vier Schrauben eine Maschinenleistung von 150.000 PS erzeugten. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 33 kn. Als U-Boot-Abwehrträger hatte sie eine Besatzung von 1.615 Mann. Die Bewaffnung bestand zuletzt aus vier 12,7-cm-Geschützen. 44 Flugzeuge und Hubschrauber konnten mitgeführt werden, zuletzt Grumman S-2E Tracker, Grumman E-1B Tracer und Sikorsky SH-3D Sea King.

Die USS Hornet wurde bei Newport News Shipbuilding in Newport News, Virginia, gebaut. Ihre Kiellegung erfolgte am 3. August 1942, der Stapellauf am 30. August 1943 und die Indienststellung am 29. November 1943. Ursprünglich sollte sie den Namen Kearsarge tragen, wurde jedoch nach dem Verlust der USS Hornet (CV-8) im Oktober 1942 umbenannt. Im Zweiten Weltkrieg nahm sie an zahlreichen Operationen im Pazifik teil, darunter an der Schlacht in der Philippinensee und der Schlacht im Golf von Leyte. Nach ihrer ersten Außerdienststellung 1947 wurde sie 1951 modernisiert und erneut in Dienst gestellt. 1952 erhielt sie die Bezeichnung CVA-12, 1958 die Bezeichnung CVS-12. Eine besondere Rolle übernahm sie 1969 als Bergungsschiff für die Raumflugmissionen Apollo 11 und Apollo 12. Nach ihrer endgültigen Außerdienststellung am 26. Juni 1970 wurde sie 1989 aus der Schiffsregisterliste gestrichen. Ein geplanter Abbruch wurde verhindert; seit 1998 ist sie in Alameda, Kalifornien, als Museumsschiff öffentlich zugänglich.

Hier Fotos des Museumsschiffs in Almaeda vom Oktober 2022:

Weitere Fotos von Schiffen der Essex-Klasse:

Christoph Mentzel (Fotos), Lars (Text)