
Die Yokosuka MXY-7 Ōka (Okha, 桜花) war ein 1943 für Angriffe auf Schiffe für die Kaiserlich Japanische Marine entworfenes Kamikaze-Flugzeug. Das Flugzeug wurde so billig wie möglich aus Sperrholz und Aluminium gebaut und die Cockpitausstattung war minimalistisch. Das Flugzeug wurde von einer Mutterflugzeug, einer Mitsubishi G4M oder einer Yokosuka P1Y Ginga, in die Nähe des Ziels transportiert, gleitete von diesem in Richtung Ziel und zündete in der Nähe des Ziels den Raketenantrieb, das mit einem 1200-kg-Sprengkopf zerstört werden sollte. Es war so konstruiert, dass der Pilot mit dem Flugzeug Selbstmord machen musste - ein Konzept, was wohl nur für ein autoritäres Regime irgendeinen Sinn machte und auch in einem solchen wurde das Flugzeug mit größtmöglicher Geheimhaltung konstruiert und gebaut. Das Flugzeug war so konstruiert, dass falls kein Ziel gefunden wurde, es nicht wieder zurückkehren konnte. Es war auch nicht darauf ausgelegt landen zu können. Das Ziel war es, mit einem Flugzeug ein Schiff zu versenken. Allerdings waren die Mutterflugzeuge und die Ōka im Gleitflug gegenüber gegnerischen Jagdflugzeugen sehr verwundbar. Das Steuern in das Ziel benötigte Erfahrung seitens des Piloten, was im Widerspruch sowohl zum Konzept als auch zu der Realität der vorhandenen Piloten stand. Entsprechend wenig erfolgreich war das Konzept auch. Es wurden 852 Maschinen gebaut. Nur 74 wurden eingesetzt, von denen 56 abgeschossen wurden. Es wurde nur ein Schiff, der Zerstörer USS Mannert L. Abele, versenkt und einige weitere beschädigt.
Es gab mehrere Varianten der Ōka. Die Hauptvariante, von der 755 Maschinen gebaut wurden, war das Modell 11. Es wurde von drei Raketenmotoren angetrieben, womit 350 kn (648 km/h) erreicht wurden, und hatte eine Reichweite von lediglich 37 km. Das Modell 11 war 6,0 m lang, hatte eine Spannweite von 5,1 m und wog 2,1 t. Es wurde von einem Piloten geflogen und hatte als Bewaffnung einen 1,2-t-Sprengkopf. Als Schulvariante gab es von diesem die Version K-1 mit einem Wassertank statt des Sprengkopfs und Kufenfahrwerk, um landen zu können. Von diesem wurden 45 produziert. Es gab auch die zweisitzige Schulvariante K-1 Kai Wakazakura. Eine verbesserte Version des Modell 11, das Modell 22, erhielt ein Jettriebwerk, um eine größere Reichweite zu ermöglichen: 130 km. Dafür war diese Variante langsamer, 444 km/h. Es kam nicht mehr zum Einsatz, genauso wenig wie andere Varianten, u.a. auch Varianten, die mit Katapults gestartet werden sollten.
Ōka habe ich in mehreren Museen gesehen. Hier ein Modell 11 im RAF Museum in Cosford, wo ich es 2014, 2016 und 2018 fotografierte:






















Das gleiche Modell 11 wurde später ins RAF Museum in Hendon, London gebracht, wo ich es 2025 fotografierte:
Ein Nachbau eines Modell 11 ist im Yūshūkan-Museum in Tokio ausgestellt, wo ich ihn 2024 fotografierte:












Eine Schulvariante, eine K-1, ist im National Museum of the U.S. Navy in Washington ausgestellt, wo ich sie 2017 fotografierte:
Ein Modell 22 habe ich im Steven F. Udvar-Hazy Center des National Air and Space Museum in Chantilly 2017 fotografiert:
Lars















